23. November 2017 / 18:04 Uhr

Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Altherren-Spielbetrieb steht vor Umstrukturierung - doch es gibt auch Kritik

Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Altherren-Spielbetrieb steht vor Umstrukturierung - doch es gibt auch Kritik

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Hennigsdorfer Ü 35-Oldies jubeln mit dem Kreispokal - ihre Altersklasse soll es auch künftig geben.
Die Hennigsdorfer Ü 35-Oldies jubeln mit dem Kreispokal - ihre Altersklasse soll es auch künftig geben. © Robert Roeske
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Aus zwei sollen drei Altersklassen der Altherren werden. Doch die Pläne sind nicht neu.

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Der Fußballkreis Oberhavel/Barnim macht ernst: Zur neuen Saison 2018/2019 sollen der Senioren- bzw. Alt-Seniorenbereich umstrukturiert werden. Über die Pläne informierte nun Reinhardt Schmidt, der Vorsitzende des Freizeit- und Breitensportausschusses, die Vereine in einer E-Mail. Schon sein Vorgänger Robert Becker hatte eine Neueinteilung der Altersklassen ins Auge gefasst. Nun könnte dieses Vorhaben konkret werden. Doch es gibt schon erste Kritiker.

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Ab neuer Saison drei Altersklassen

Wie Schmidt in seinem Anschreiben erläutert, sind künftig drei Altersklassen geplant. Wie gehabt soll es eine Ü 35-Meisterschaft geben. Da sollen ab der ersten Halbserie 2018/19 alle Akteure spielberechtigt sein, die das 35. Lebensjahr bis zum 31. Dezember 2018 vollenden. Gespielt werde wie bisher auch auf Großfeld. Zudem soll es eine Ü 42-Meisterschaft geben für Spieler ab 42 Jahren geben, die wie bislang die Ü 45 auf Kleinfeld kicken. Ebenfalls neu: Eine eigene Spielklasse für Ü 50-Senioren. Auch sie sollen auf dem Kleinfeld spielen.

Der Seniorenfußball-Verantwortliche des Fußballkreises betont, dass in allen Spielklassen auch weiterhin Spielgemeinschaften gegründet und beantragt werden könnten. Er bittet die Vereine zur besseren Vorbereitung außerdem um eine unverbindliche Meldung, in welchen Altersklassen sie zur Saison 2018/19 Mannschaften an den Start schicken wollen. „Für Infos und Vorschläge eurerseits haben wir ein offenes Ohr“, betont Reinhardt Schmidt abschließend.

Thema wurde schon kritisch diskutiert

Kritik kommt aus dem Barnim. In einer E-Mail, die ebenfalls allen Vereinen des Fußballkreises zuging, moniert Ronny Hartmann vom Eberswalder SC: „Bei allen bisherigen Diskussionen auf den Staffeltagungen der Alten gab es unterschiedliche Meinungen und eine Mehrheit der Vereine sieht eine Veränderung eher skeptisch.“ Der Spieler und Mannschaftsverantwortliche der Ü 45-Herren des ESC betont, dass man dann drei Mannschaften stellen müsste, um alle Altersklassen zu bedienen. Doch dabei stoße man organisatorisch an Kapazitätsgrenzen.

Zum Durchklicken: Die Kreismeister des Fußballkreises Oberhavel/Barnim (bis 2013/2014 FK Oberhavel)

2002/2003 - Rot-Weiß Flatow: Birkenwerder führte in der Tabelle schon deutlich, doch die Flatower nahmen dem BBC noch die Butter vom Brot. Am Ende jubelten die Männer von Trainer Mario Falkowski (obere Reihe, r.), der auch heute wieder das Sagen bei den Rot-Weißen hat. Birkenwerder verpasste zum dritten Mal in Folge den Staffelsieg knapp. Heute kämpft Flatow in der Kreisliga um Punkte. Zur Galerie
2002/2003 - Rot-Weiß Flatow: Birkenwerder führte in der Tabelle schon deutlich, doch die Flatower nahmen dem BBC noch die Butter vom Brot. Am Ende jubelten die Männer von Trainer Mario Falkowski (obere Reihe, r.), der auch heute wieder das Sagen bei den Rot-Weißen hat. Birkenwerder verpasste zum dritten Mal in Folge den Staffelsieg knapp. Heute kämpft Flatow in der Kreisliga um Punkte. ©

Hartmann rechnet am Beispiel seines Vereins vor: „Eine reine 50er wird nicht klappen. Die Sportler über 50 wollen nicht gegen 42er spielen, da haben wir dann 13 oder mehr Jahre Unterschied. Die 42er wollen noch gar nicht aufs Kleinfeld. Für uns würde das nach jetzigem Stand bedeuten: Einmal Großfeld, kein Kleinfeld und alle Alten melden wir aus dem aktiven Bereich ab. Dabei bleiben also über 20 Herren auf der Strecke oder wechseln den Verein.“ Deshalb fordert der Eberswalder mehr Mitspracherecht der Vereine. Er schreibt: „Gibt es eine demokratische Entscheidung der Vereine, ist das auch von allen anderen zu tragen! Gibt es sie nicht, fehlen mir wieder einmal die Worte.“