20. Dezember 2018 / 17:30 Uhr

Füllkrug gegen Freiburg auf der Bank: Flüssigkeit im Knie oder Disziplinar-Maßnahme?

Füllkrug gegen Freiburg auf der Bank: Flüssigkeit im Knie oder Disziplinar-Maßnahme?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hannover 96: Niclas Füllkrug durfte seinen Trainingsanzug anbehalten - er kam gegen den SC Freiburg nicht zum Zug. Trainer Breitenreiter wollte Spekulationen vermeiden und stellte klar, dass Fülle Wasser im Knie habe.
Hannover 96: Niclas Füllkrug durfte seinen Trainingsanzug anbehalten - er kam gegen den SC Freiburg nicht zum Zug. Trainer Breitenreiter wollte Spekulationen vermeiden und stellte klar, dass "Fülle" Wasser im Knie habe. © imago/Picture Point LE
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Zuvor hatte es eine denkwürdige Pressekonferenz von André Breitenreiter gegeben. Es ging um Nudelsuppe und Rinderfilet - Metaphern, die der Hannover 96-Trainer bemühte, um den "kleinen" Disput mit Stürmer Niclas Füllkrug zu erläutern. Gegen den SC Freiburg war "Fülle" nicht im Aufgebot. Laut 96 hat sein Knie einen Einsatz verhindert.

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Füllkrug hatte erst am Vorabend des Spiels, so verkündete es 96 offiziell, nach dem Abendessen erneut Schmerzen verspürt. Diagnose: Flüssigkeit im angeschlagenen Knie. Was für ein Glück, dass Mittelstürmer Hadzic da schon für die Mitreise nach Freiburg eingeplant war. Breitenreiter trocken: „Niclas hat Flüssigkeit im Knie. Da gibt es keinen Raum für Spekulationen, dass das einen anderen Grund hat.“

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Bilder vom Bundesliga-Spiel von Hannover 96 beim SC Freiburg

Die Szene, die zum frühen Gegentor führt: Waldemar Anton spielt den Ball klar mit der Hand. Zur Galerie
Die Szene, die zum frühen Gegentor führt: Waldemar Anton spielt den Ball klar mit der Hand. ©

"Es ist nicht so, dass er sich nicht stellen will"

Bei "Fülle" schienen ja erzieherische Maßnahmen notwendig gewesen zu sein. Aber Breitenreiter pocht auf Tatsachen: „Die Verletzung ist amtlich. Es ist nicht so, dass er sich nicht stellen will oder so.“ Was an der Version zweifeln lässt ist, dass 96 twitterte, die Verletzung Füllkrugs sei nach dem Abendessen, vermutlich nach der Nudelsuppe, festgestellt worden. Dass dann aber vorsorglich und ungewöhnlich U23-Stürmer Hadzic als 19. Spieler (im Kader sind nur 18 erlaubt) schon mittags mit nach Freiburg geflogen war, der dann auch in der 78. Minute eingewechselt wurde, lässt an der Abendversion zweifeln.

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Der 19-jährige Benjamin Hadzic (re) bestritt gegen den SC Freiburg am 16. Spieltag sein erstes Bundesligaspiel. Hier feiert er mit 96-Profi Noah Sarenren-Bazee einen Treffer der 96-Reserve gegen den 1.FC Germania Egestorf/Langreder.  ©

Weil es nach Freiburg so weit ist

Zum Hintergrund: Der Trainer hatte seinen Starstürmer am Sonntag beim Training angezählt, nachdem Füllkrug einen Trainerassistenten angeraunzt hatte. Damit habe das Fehlen von Füllkrug rein gar nichts zu tun, betont Breitenreiter: „Der Weg nach Freiburg ist weit, da ist es nicht so einfach jemanden nachzunominieren. Deshalb ist es nicht außergewöhnlich, dass wir einen 19. Spieler mitnehmen.“