04. Februar 2021 / 15:06 Uhr

Freude beim TuS Leutzsch: Dank Talent Tom Krauß klingelt die Vereinskasse

Freude beim TuS Leutzsch: Dank Talent Tom Krauß klingelt die Vereinskasse

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Vom Knirps zum Profi: Der Leipziger Tom Krauß tritt derzeit in Nürnberg gegen das Leder.
Vom Knirps zum Profi: Der Leipziger Tom Krauß tritt derzeit in Nürnberg gegen das Leder. © Martin Rose/Getty Images/Privat
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Leipzigs Fußball-Ass Tom Krauß hat seine Karriere als kleiner Knirps beim TuS Leutzsch begonnen. Nun wurde der Club für die Ausbildung des Profi-Spielers honoriert – und erhielt von der DFL ein stattliches Sümmchen für die Vereinskasse.  Der 19-Jährige ist aktuell von RB Leipzig zum 1. FC Nürnberg ausgeliehen.

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Leipzig. Es ist Ende Juni 2020, das letzte Bundesligaspiel von Timo Werner im Trikot der Roten Bullen neigt sich dem Ende zu. RB Leipzigs Youngster Tom Krauß wird für Tyler Adams eingewechselt und schnuppert beim 2:1-Erfolg in Augsburg acht Minuten Erstligaluft. Es ist das Profi-Debüt des gebürtigen Leipzigers. Wenige Monate später freut sich sein Heimatverein TuS Leutzsch über einen Geldsegen in niedriger fünfstelliger Höhe.

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Seit 2011 wurde der Sachse im Bullenstall fit gemacht. Das Talent durchlief ab der U12 sämtliche Nachwuchs-Teams der RB-Akademie und avancierte zum Jugendnationalspieler. Er gilt als eine der größten Leipziger Fußballhoffnungen.

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Bei jedem ersten Pflichtspieleinsatz eines Kickers für eine Profi-Elf im Oberhaus oder in der 2. Liga würdigt die Deutsche Fußball-Liga (DFL) den Ausbildungsverein des Debütanten – in diesem Fall den TuS Leutzsch. Der wollte auf SPORTBUZZER-Nachfrage den genauen Betrag nicht nennen. Tom Krauß schnürte bereits als kleiner Bub seine ersten Fußballschuhe in der Rietschelstraße im Leipziger Westen – bei den Bambini trat er mit schon mit viereinhalb Jahren gegen die Kugel und kickte bis 2010 rund fünf Jahre lang am Leutzscher Holz. Also dürfte die von der DFL überwiesene Summe bei rund 20. 000 Euro liegen.

TuS-Kicker Tom Krauß am Ball.
TuS-Kicker Tom Krauß am Ball. © Privat.

Der großzügige Obolus wurde bei den Leutzschern auf die hohe Kante gelegt. TuS-Präsident Kai Hebestreit will die Moneten für die Infrastruktur einsetzen. „Investiert wird in die Sanierung der Duschen und WC-Anlagen. Des Weiteren soll das Geld in unser Projekt Kunstrasenplatz fließen. Das weiß Tom auch.” Der Kunstrasen soll in den nächsten zwei Jahren in Angriff genommen werden, dafür sind Eigenmittel nötig.

Kicker-Gen der Fußball-Dynastie Krauß

Der 19-Jährige freut sich für seinen ersten Verein. „Der TuS Leutzsch ist die Basis dafür gewesen, dass ich Fußball-Profi werden durfte”, sagt das Mittelfeld-Ass. „Ich freue mich sehr, dass ich jetzt, wenn auch indirekt, etwas zurückgeben konnte.“ Schon 2018 flossen übrigens 1.700 Euro des DFB in die Vereinskasse – für die Entwicklung von Krauß zum U-Nationalspieler.

Tom Krauß zeigt schon als Mini-Fußballer vollen Einsatz.
Tom Krauß zeigt schon als Mini-Fußballer vollen Einsatz. © Privat.

Das Talent wurde nach seiner Bundesliga-Premiere von RB zum Zweitligisten 1. FC Nürnberg verliehen, um Spielpraxis im Profibereich zu sammeln. Bei den Franken kam er unter dem Ex-RB-Trainer Robert Klauß bereits zu 19 Pflichtspieleinsätzen. Übrigens setzt Tom die Tradition der hiesiges Fußball-Dynastie Krauß fort. Auch Uropa Fritz, Großvater Roland und Papa Holger spielten in Leipzig höherklassig. Der ehemalige Tus-Präsident Thomas Schleif kannte Großvater Roland. „Ohne den Opa und die Eltern hätte sich Tom nicht so weit entwickelt", so der 75-Jährige. Der Großvater sei akribisch gewesen und mit Einfühlungsvermögen an Tom herangetreten. „Er ist zu jedem Spiel und Training mitgekommen", sagt der Vereinsberater des Fußballverbands der Stadt Leipzig.

So honoriert die DFL die Vereine der Debütanten: Clubs, die an der Ausbildung dieser Spieler zwischen deren 6. und 11. Geburtstag beteiligt waren, erhalten 4.200 Euro pro Spielzeit. Vereine, bei denen die Spieler in der Zeit vom 12. bis maximal 21. Geburtstag aktiv waren, erhalten 5.400 Euro pro Saison.