27. November 2020 / 15:59 Uhr

"Fehler gemacht": Freiburg-Trainer Streich bereut mangelnde Transfer-Bemühung um Caligiuri

"Fehler gemacht": Freiburg-Trainer Streich bereut mangelnde Transfer-Bemühung um Caligiuri

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christian Streich bereut es, sich nicht intensiv um einen Transfer von Daniel Caligiuri bemüht zu haben.
Christian Streich bereut es, sich nicht intensiv um einen Transfer von Daniel Caligiuri bemüht zu haben. © imago images/Jan Huebner/Montage
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Am Samstag stehen sich beim Bundesliga-Duell zwischen dem FC Augsburg und dem SC Freiburg mit FCA-Profi Daniel Caligiuri und Freiburg-Trainer Christian Streich zwei alte Weggefährten gegenüber. Streich hätte dieses Aufeinandertreffen gerne vermieden und räumt einen Fehler ein.

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Die Stimmung beim SC Freiburg wird ungemütlicher. Vor der Auswärtsaufgabe beim FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr, Sky) richtete Trainer Christian Streich "klare Worte" an seine seit sieben Spielen sieglose Mannschaft. Und er übte Kritik. Zuletzt seien "einige Spieler nicht mit allem, was sie haben, in die Zweikämpfe gegangen", monierte Streich am Donnerstag. "Wenn wir nicht körperlich dagegen halten, können wir Augsburg nicht weh tun und sie nicht besiegen", warnte der 55-Jährige.

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Einer, dessen Stärken sich unter anderem im Zweikampfverhalten und seiner Körperlichkeit äußern, wird am Wochenende nicht für die Freiburger, sondern bei Gegner Augsburg im Aufgebot stehen: Mittelfeldmotor Daniel Caligiuri. Erst im Sommer war der 32-Jährige ablösefrei zu haben, wechselte jedoch vom FC Schalke 04 nach Augsburg. Für Streich eine verpasste Chance, den für viele Jahre in Freiburg beheimateten Profi zurückzuholen. Er habe "einen richtigen Fehler gemacht, weil ich nicht versucht habe, mit allem, was mir zur Verfügung stand, den Cali zu uns zu holen", gestand Streich gegenüber dem Kicker.

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Acht Jahre lang genoss Caligiuri eine Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum des Sportclubs, gewann unter Christian Streich in der U19 den Pokal. Im Juli 2013 folgte dann der Transfer zum VfL Wolfsburg. Über die Zwischenstation auf Schalke landete der Mittelfeldmann schließlich in Augsburg, wo er von Beginn an zum Stammpersonal gehört und das Spiel mit seiner Erfahrung - auch aber mit seiner körperlichen Robustheit - bereichert.

Freiburger Gegentorflut in den jüngsten Partien

Und diese fehlt den Freiburgern aktuell in der Defensive. In den jüngsten drei Partien kassierten die Badener gleich zehn Gegentore, stellen nach Schlusslicht Schalke 04 (24) und Mainz 05 (21) mit 19 Gegentreffern die schwächste Hintermannschaft im deutschen Oberhaus. Eine Lösung für die Abwehrschwäche hat Streich bislang nicht gefunden. Streichs Handgriff, den zuletzt sehr fehleranfälligen Nicolas Höfler gegen Mainz zunächst auf die Bank zu setzen und stattdessen Lino Tempelmann und Baptiste Santamaria gemeinsam im defensiven Mittelfeld aufzustellen, brachte keine Besserung. Die Videositzung zur Analyse der Niederlage gegen Mainz (1:3) sei "für uns alle nicht schön" gewesen, berichtete Streich.

Seine Mannschaft sei beim ersten Gegentor "extrem naiv" gewesen, kritisierte er und forderte Zusammenhalt: "Was in der ersten Halbzeit gegen Mainz passiert ist, darf nicht noch einmal vorkommen. Das habe ich der Mannschaft so gesagt". Den "klaren Worten" sollen nun Taten - und am besten endlich wieder ein Sieg folgen. "Selbstbewusstsein hole ich mir durch Haltung im Zweikampf und taktische Disziplin", sagte der SC-Trainer. Bei den robusten Augsburgern haben die Freiburger allerdings noch nie gewonnen. Und auch Daniel Caligiuri wird etwas gegen einen Freiburg-Sieg haben.