28. Mai 2022 / 22:44 Uhr

"Bullshit", "Gefährlich": England-Legende Gary Lineker beschreibt Chaos vor Champions-League-Finale

"Bullshit", "Gefährlich": England-Legende Gary Lineker beschreibt Chaos vor Champions-League-Finale

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kurz vor dem geplanten Anpfiff des Champions-League-Finals kamen einige Liverpool-Fans nicht ins Stadion.
Kurz vor dem geplanten Anpfiff des Champions-League-Finals kamen einige Liverpool-Fans nicht ins Stadion. © IMAGO/Offside Sports Photography/Screenshot Twitter/Montage
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Chaotische Szenen vor dem Champions-League-Finale zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid: Wegen Problemen beim Einlass wurde das Endspiel mit großer Verzögerung angepfiffen.

Das Champions-League-Finale zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid am Samstagabend in Paris hat mit 37-minütiger Verspätung begonnen. Grund waren offenbar desaströse Zustände beim Einlass der Fans in das mit 75.000 Zuschauern ausverkaufte Stadion. "Es ist unmöglich, ins Stadion zu gelangen. Es scheint sehr gefährlich zu sein", twitterte der frühere englische Nationalspieler Gary Lineker, der heute als TV-Experte arbeitet und schrieb eine Viertelstunde vor dem eigentlich für 21.00 Uhr geplanten Anpfiff gar von einem "Gemetzel". Der 61-Jährige kritisierte die Verantwortlichen für die Organisation scharf und sprach von "chaotischen Zuständen".

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Die UEFA hatte die Verzögerungen zunächst mit der verspäteten Anreise einiger Anhänger begründet. Lineker bezeichnete dies als "Bullshit". Berichten zufolge seien die Einlasskontrollen nur langsam erfolgt, manche Zugangstore seien überlastet gewesen. Folglich entschied die UEFA zunächst, den Start der Begegnung um mindestens 15 Minuten zu verschieben. Später hieß es dann, dass der Anpfiff um 21.30 Uhr erfolgen solle. Los ging es um 21.37 Uhr. In einem knappen Statement hatte der Verband zuvor mitgeteilt, dass die Verzögerung "aus Sicherheitsgründen" erfolge und bestätigt, dass es bei den Ticketkontrollen wohl länger als erwartet dauerte.

Dabei war auch von der "späten Anreise" einiger Anhänger die Rede. Bilder in den sozialen Netzwerken zeigen allerdings teils chaotische Szenen beim Einlass rund um die Arena. Zudem scheinen einige Fans über Zäune geklettert zu sein, um ins Stadion zu kommen. Die Pariser Polizei twitterte auf französisch, englisch und spanisch, dass Fans nicht versuchen sollten, sich den Zugang zu erzwingen. Die Nachrichtenagentur AP berichtete, dass es einige Zwischenfälle gegeben hätte, bei denen Fans offenbar ohne Tickets versucht hätten, sich Eintritt zu verschaffen. Allerdings gab es auch Bilder, auf denen die Polizei offenbar Pfefferspray gegen Zuschauer einsetzte, obwohl die Fans wohl Karten besaßen, aber zunächst nicht ins Stadion gelassen wurden.

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Die Mannschaften kamen kurz nach 21.00 Uhr wieder aus der Kabine und machten sich ein zweites Mal warm. Die Eröffnungsfeier startete um 21.23 Uhr begleitet von einem lauten Pfeifkonzert der Anhänger. Ursprünglich hätte das Endspiel in St. Petersburg stattfinden sollen. Nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine entschied sich die UEFA aber, der Stadt die Austragung zu entziehen und die Partie nach Paris zu verlegen.