01. September 2021 / 21:31 Uhr

Interne Sperre und hohe Geldstrafe nach Streik: Frankfurt erwägt wohl Sanktionen gegen Kostic

Interne Sperre und hohe Geldstrafe nach Streik: Frankfurt erwägt wohl Sanktionen gegen Kostic

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Filip Kostic droht Ärger nach seinem Streik.
Filip Kostic droht Ärger nach seinem Streik. © IMAGO/HMB-Media
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Der Trainings-Streik von Filip Kostic, der einen Last-Minute-Transfer von Eintracht Frankfurt erzwingen wollte, hat laut eines Berichts der "Bild" vereinsinterne Konsequenzen für den SGE-Star. Dem Spieler droht eine hohe Geldstrafe und sogar ein Spiel Sperre.

Filip Kostic und Eintracht Frankfurt: Ist die Beziehung zwischen dem wertvollsten Spieler der Hessen und dem Europa-League-Teilnehmer noch zu retten? Kostic hatte in der vergangenen Woche für großen Ärger bei der SGE gesorgt, indem er das Training des Bundesligisten vor dem Ligaspiel bei Arminia Bielefeld bestreikte. Ein Last-Minute-Sommertransfer, den der Offensiv-Star erzwingen wollte, zerschlug sich aber. Und jetzt? Nach Informationen der Bild erwartet Kostic bei seiner Rückkehr nach den Länderspielen mit Serbien eine saftige interne Strafe für seinen Streik. "Wir werden über Sanktionen sprechen müssen. Weil es ein Fehltritt des Spielers war", sagte Sportvorstand Markus Krösche der Zeitung.

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Und die möglichen Sanktionen könnten für Kostic durchaus schmerzhaft sein. So steht angeblich eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro für den Flügelflitzer im Raum - und zusätzlich ein internes Spiel Sperre. Das würde bedeuten, dass Kostic im Heimspiel der Frankfurter gegen seinen Ex-Klub VfB Stuttgart nicht auflaufen dürfte. Dies sei dem Bericht zufolge vertragsgerecht.

Frankfurt will Kostic wieder eingliedern

Der 28-Jährige soll aber wieder in die Mannschaft eingegliedert werden. Das bekräftigten die Verantwortlichen der Hessen am Dienstagabend. "Unsere Aufgabe ist, die wirtschaftliche und sportliche Stabilität von Eintracht Frankfurt zu gewährleisten. Das ist natürlich auch in diesem Fall so. Filip Kostic ist ein guter Junge und ein hervorragender Fußballer. Wir sind überzeugt, dass er auch künftig eine wichtige Säule unserer Mannschaft sein kann", versicherte Krösche, der Kostic in der vergangenen Woche noch für dessen Vorgehen kritisiert hatte, in einer Mitteilung. Trainer Oliver Glasner pflichtete ihm bei. "Ich habe Filip Kostic als einwandfreien Spieler und Menschen kennengelernt. Die Geschehnisse vom vergangenen Freitag werden wir im Sinne unserer gemeinsamen Ziele aufarbeiten und dann auch abhaken", so der Österreicher, der die nächsten Spiele nach der Länderspielpause "als Einheit" angehen wolle.

Doch es gibt immer noch Wirbel um Kostic. Zuletzt tauchten Berichte auf, wonach Kostic-Interessent Lazio Rom ein Vertragsangebot für den Frankfurt-Star an eine falsche Mail-Adresse geschickt habe. "Dazu möchte ich nichts sagen. Es macht keinen Sinn mehr, darüber zu sprechen", sagte Lazio Roms Manager Igli Tare bei Spox und Goal am Mittwoch. "Wir hätten Filip Kostic gerne verpflichtet. Aber das ist jetzt Geschichte." Die Eintracht dementierte bei Spox und Goal zudem eine Darstellung des italienischen Transferexperten Gianluca di Marzio. Dieser hatte behauptet, der Bundesligist habe den Römern vier Tage vor Transferschluss eine falsche E-Mail-Adresse genannt, an die das offizielle Angebot geschickt werden sollte. Verschiedenen Medienberichten zufolge sollen die Frankfurter gegenüber Kostic beteuert haben, dass Lazio keine Offerte für ihn abgegeben habe.