08. Juli 2020 / 23:12 Uhr

Felix Magath rechnet mit HSV ab: "Es stimmt grundsätzlich was nicht in diesem Verein"

Felix Magath rechnet mit HSV ab: "Es stimmt grundsätzlich was nicht in diesem Verein"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Felix Magath geht mit dem Hamburger SV hart ins Gericht.
Felix Magath geht mit dem Hamburger SV hart ins Gericht. © imago images/Norbert Schmidt
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Der Hamburger SV hat auch im zweiten Jahr in der 2. Liga den Aufstieg nicht geschafft. Für Ex-HSV-Spieler und - Trainer Felix Magath stimmt beim Nordklub "grundsätzlich was nicht", wie er nun im Interview mit der "Bild" sagte. Er wünscht sich, dass jemand beim HSV "mal aufräumt".

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Das erneute Scheitern des Hamburger SV im Aufstiegskampf der 2. Liga beschäftigt nun auch Felix Magath. Die HSV-Legende (306 Spiele von 1976 bis 1986) hat den einstigen Bundesliga-Dino im Interview mit der Bild scharf kritisiert. So habe der HSV, der am Ende hinter dem 1. FC Heidenheim nur Vierter wurde, "jetzt zweimal hintereinander den Aufstieg verdaddelt", wie der "Head of Global Soccer" von Würzburger-Kickers-Sponsor Flyeralarm konstatierte. "Es ist überdeutlich, dass es keine Frage eines Trainers ist. Es stimmt grundsätzlich was nicht in diesem Verein."

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Der Hamburger SV war 2018 als letztes Gründungsmitglied der Bundesliga in die zweite Liga abgestiegen. Zweimal in Folge erreichte der HSV danach nur den vierten Platz. Der neue Hamburger Coach Daniel Thioune ist nun der vierte Trainer in der Zweitliga-Geschichte des Nordklubs. Dass ein neuer Coach allein den Traditionsklub wieder aufrichten kann, glaubt Magath nicht. Er fordert mehr: "Ich habe keine Ahnung, warum niemand da ist, der diesen Laden irgendwann mal aufräumt", wunderte sich der ehemalige Meister-Trainer des FC Bayern und VfL Wolfsburg.

Felix Magath stichelt gegen HSV-Präsident Jansen: "Weiß nicht, was das Kriterium ist"

Dass HSV-Präsident Marcell Jansen (2008 bis 2015 als Spieler in Hamburg aktiv) die von Magath angedachte Aufräum-Aktion gelingt, glaubt der 66-Jährige nicht. Magath hält Jansen nicht für die Idealbesetzung: "Der HSV hat viele ehemalige Spieler, die viel erreicht haben. Aber es werden welche genommen, die mit dem HSV mal um Platz sieben gespielt haben oder abstiegen sind", stichelte der gerade mit Würzburg in die 2. Liga aufgestiegene Funktionär. "Ich weiß nicht, was das Kriterium für jemanden ist, der den HSV wieder nach vorne bringen soll." Magath selbst wollte vor einigen Jahren beim HSV als Investor einsteigen, wurde daran allerdings von den Klub-Oberen gehindert.

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Auch wenn es bei den Hamburgern aktuell nicht perfekt läuft: An seinen HSV glaubt Magath immer noch: "Der HSV wird auch die nächsten Aufsichtsräte und Vorstände überstehen", meinte der Ex-Nationalspieler. Der Klub werde "vielleicht nicht so schnell wieder in der 1. Liga spielen", so Magath weiter - "aber er wird zurückkommen".