20. Oktober 2019 / 16:06 Uhr

FC Hansa Rostock: Effektiv, clever und glücklich

FC Hansa Rostock: Effektiv, clever und glücklich

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Die Hansa-Profis Sven Sonnenberg, Kai Bülow, Markus Kolke, Pascal Breier, Nico Neidhart, Marco Königs, Korbinian Vollmann (v.l.) feiern den Sieg mit den Fans.
Die Hansa-Profis Sven Sonnenberg, Kai Bülow, Markus Kolke, Pascal Breier, Nico Neidhart, Marco Königs, Korbinian Vollmann (v.l.) feiern den Sieg mit den Fans. © FOTOS: Lutz Bongarts
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Mit Glück und Geschick hat Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock beim 1.FC Magdeburg einen 1:0-Sieg gefeiert. Bester Mann der Hanseaten, die seit nunmehr sieben Liga-Spielen nicht mehr verloren haben, war Torhüter Markus Kolke. In der Tabelle steht der FCH so gut da wie nie zuvor in dieser Spielzeit. 

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Prestige-Duell gewonnen, Aufwärtstrend bestätigt, weiteres Selbstvertrauen getankt. Die mit Spannung erwartete Dienstreise des FC Hansa Rostock zum 1. FC Magdeburg war ein voller Erfolg. „Das war ein besonderes Spiel. Wir haben eiskalt zugeschlagen und haben uns den Sieg verdient“, freute sich Hansa-Trainer Jens Härtel.

Zwar machten die Gastgeber in den ersten 30 Minuten mächtig Druck, hatten zahlreiche gute Chancen zur Führung. Doch wenn Gefahr im Strafraum aufkam, war Hansas Schlussmann zur Stelle. „Wir müssen uns bei Markus Kolke bedanken, dass wir nicht in Rückstand geraten sind“, lobte Härtel die überragende Leistung des 29-Jährigen. Der glückliche Matchwinner gab das Lob ans gesamte Team weiter. „Wir gewinnen nur gemeinsam. In der zweiten Halbzeit haben wir kaum noch was zugelassen.“

Im von vielen Emotionen geprägten 60. Aufeinandertreffen beider Klubs, das die Rostocker zum ersten Mal seit 1965 in Magdeburg für sich entschieden, empfand der seit Januar für die Ostseestädter aktive Härtel auch Genugtuung: „Etwas Besseres kann mir eigentlich nicht passieren, als hier so ein Spiel abzuliefern und zu gewinnen.“ Der 50-Jährige hatte den 1. FCM während seiner vierjährigen Amtszeit aus der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga geführt. Nach dem umjubelten Aufstieg im Mai vergangenen Jahres musste Härtel im Herbst gehen.

Vergessen sind seine Verdienste nicht. Härtel, sein Assistent Ronny Thielemann und Profi Nils Butzen – allesamt Ex-Magdeburger – wurden schon bei der Ankunft am Hansa-Bus herzlich begrüßt und später in der Arena mit viel Beifall bedacht.

Trotz aller Verbundenheit: Geschenke machten sich beide Mannschaften nicht. Vor stimmungsvollen Kulisse und stimmgewaltigen Fankurven machten die Magdeburger 30 Minuten lang mächtig Dampf. Obwohl sich die Gastgeber fünf Chancen erspielten – an Kolke kamen sie nicht vorbei. Den Führungstreffer erzielten die Rostocker – wie aus dem Nichts. Nach präzisem Zuspiel von Aaron Opoku in den Lauf von Neuzugang Nik Omladic vollstreckte der zur 1:0-Führung (33. Minute). „Am Ende war es knapp. Aber so ist der Fußball. Wir haben uns das Glück verdient“, meinte der Slowene, der im August von Zweitligist Greuther Fürth gekommen war. Es war sein erster Treffer für den FC Hansa.

Der Torerfolg wirkte befreiend auf die Gäste, die zu Beginn massive Probleme offenbart hatten. Gegen früh und aggressiv attackierende Magdeburger war es den Hanseaten schwer gefallen, ihr Spiel aufzuziehen. Nach dem Seitenwechsel gewann der FCH deutlich mehr Zweikämpfe, hatte mehr Ballbesitz. Und brachte den Erfolg vor 22 884 Zuschauern in der MDCC-Arena clever und glücklich über die Zeit.

Dass die Partie zu Beginn für zwei Minuten unterbrochen werden musste, war störende Begleiterscheinung. In den Ultra-Blöcken wurde mal wieder Geld der Vereine „verbrannt“. Zunächst hatte die Rostocker Hardcore-Gemeinde zu ihrer Choreografie reichlich Bengalische Feuer entzündet. Wenig später zogen die Magdeburger nach. Die Rauchentwicklung im Stadion war so stark, dass der Schiedsrichter das Duell für zwei Minuten unterbrechen musste – saftige Geldstrafen des DFB folgen für beide Klubs.

Der Freude über Hansas Sieg und den Höhenflug in der Tabelle war dennoch groß. Seit sieben Spielen ist das Team unbezwungen . Nie zuvor standen die Rostocker in dieser Saison so gut da wie jetzt.

Geht es nach dem Willen von Fans und Spielern des FC Hansa, darf es so wie in Magdeburg gern weitergehen. „Die Mannschaft hat sich das erarbeitet. Es liegt an ihr, diesen Trend weiter auszubauen“, verdeutlichte ihr Trainer.

Am kommenden Sonnabend (14 Uhr) ist der TSV 1860 München zu Gast im Ostseestadion.

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