06. Dezember 2019 / 08:01 Uhr

FC Grimma peilt drei Punkte aus den letzten beiden Spielen an

FC Grimma peilt drei Punkte aus den letzten beiden Spielen an

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
Michel Schwarz erkämpft sich das Streitobjekt von Daniel Becker (Luckenwalde).
Michel Schwarz erkämpft sich das Streitobjekt von Daniel Becker (Luckenwalde). © hanni
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Fußball-Oberliga: Kundert-Elf gastiert am Sonntag bei Wacker Nordhausen II

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Tief in die Geschichte des DDR-Fußballs tauchen die Kicker des FC Grimma am kommenden Sonntag ein, wenn um 13 Uhr in Nordhausen der Anstoß zur vorletzten Hinrundenpartie in der Fußball-Oberliga erfolgt. Gegen den FSV Wacker 90 Nordhausen II gilt es für die Muldestädter, die Negativerlebnisse aus den Partien gegen Krieschow (2:4) und Luckenwalde (0:1) aus den Köpfen zu bekommen.

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Anknüpfen können sie dabei an eine starke zweite Halbzeit gegen den Tabellenführer aus Brandenburg, in der mit etwas Glück auch Zählbares, sprich zumindest ein Punkt, hätte herauskommen können. Mehr Kontinuität hatte FC-Chefcoach Alexander Kunert im Rahmen der Spielanalyse von seinen Männern gefordert, um künftig auch gegen die unmittelbare Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt so entschlossen wie in der zweiten Halbzeit gegen Luckenwalde aufzutreten.

Die erste Gelegenheit zur Umsetzung dieses Vorhabens bietet sich den Hübner, Ziffert & Co. am Sonntag gegen die zweite Mannschaft des Nachfolgevereins des „ewigen DDR-Zweitligisten“ BSG Motor Nordhausen-West (ab Saison 1976/77 ohne Zusatz „West“), der in der Saison 1950/51 mit Staffelplatz zwei den Aufstieg in die Erstklassigkeit nur knapp verpasste und in der ewigen Tabelle der DDR-Liga den zehnten Platz belegt.

Schnee von gestern

Schnee von gestern. In der aktuellen Oberliga-Tabelle rangieren die „Wackeren“, die in der vorletzten Spielzeit aus der thüringischen Verbandsliga aufgestiegen waren und in ihrer ersten Oberliga-Saison einen starken fünften Platz erreichten, im gedrängten Mittelfeld zwei Punkte und drei Ränge vor den Muldestädtern auf Platz acht.


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FC-Coach Alexander Kunert glaubt genau zu wissen, was seine Mannschaft tunlichst vermeiden sollte, will sie Zählbares aus dem Norden Thüringens mit an die Mulde nehmen. Nämlich den Gegner ins Spiel kommen zu lassen. „Die zweiten Mannschaften in der Staffel sind durch die Bank weg spielstark, weshalb unsererseits Mentalität gefragt sein wird sowie die Bereitschaft, dem Gegner Druck zu machen und ihm permanent auf den Füßen zu stehen“, so der Pomßener, dessen Mannschaft fulminant in die Saison gestartet war, zuletzt aber einige Rückschläge einstecken musste.

„Wir haben in den letzten Spielen nicht selten im Anschluss an eine Führung Selbstzufriedenheit an den Tag gelegt, die man sich in dieser Liga nicht leisten kann“, so Kunert, der aus den beiden abschließenden Hinrundenpartien mindestens drei Zähler mitnehmen möchte, um den Sprung über die 20 Punkte-Marke zu realisieren.

Seeland: "Sind zuhause eine Macht"

In Nordhausen dürfte man ebenso wie beim letzten Gegner vor der Winterpause, dem TV Askania Bernburg, etwas dagegen haben. In die Karten der Nordhäuser spielt dabei, dass sie ihre Gegner auf Kunstrasen empfangen. Dass dies sehr unangenehm sein kann, bekamen am letzten Spieltag auch die Kicker des Grimmaer Tabellennachbarn VfL 96 Halle beim 1:4 zu spüren. „Zu Hause sind wir eine Macht, und entsprechend möchten wir den Schwung aus den zwei gewonnenen letzten Spielen auch gegen Grimma mitnehmen und möglichst maximal punkten“, so Wacker-Coach Philipp Seeland.

Ein Nachteil der Nordthüringer ist ihre Unerfahrenheit, galt es doch für Seeland, zu Saisonbeginn zwölf A-Junioren-Spieler ins Team zu integrieren. „Die Mannschaft ist gut, aber sie ist auch sehr jung, und entsprechend fehlt ihr die Konstanz“, so der Coach, dessen Schützlinge indes vergleichsweise unbeschwert aufspielen können. „Allein der Klassenerhalt ist für uns wichtig, um unserem Nachwuchs Oberliga-Fußball zu ermöglichen, dabei ist der Tabellenrang zweitrangig“, sagt Seeland.