07. Dezember 2019 / 22:00 Uhr

Stimmung beim FC Bayern kippt nach Pleite gegen Gladbach - Kimmich: "Könnte durchdrehen"

Stimmung beim FC Bayern kippt nach Pleite gegen Gladbach - Kimmich: "Könnte durchdrehen"

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joshua Kimmich hat mit dem FC Bayern bereits sieben Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach.
Joshua Kimmich hat mit dem FC Bayern bereits sieben Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. © imago images/osnapix
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Der FC Bayern München schlittert in die Ergebniskrise. Im zweiten Spiel in Folge verliert der FCB mit 1:2. Die Pleite gegen Borussia Mönchengladbach sorgt für schlechte Stimmung beim Rekordmeister - ausgerechnet vor der Weihnachtsfeier.

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Die Gladbacher feierten vor ihrer Nordkurve noch lange mit den Fans, der komplette Kader und der gesamte Trainerstab war bei der Spontan-Party im Borussia-Park dabei. Ab ging's auf die Ehrenrunde während die Bayern in der Kabine die Köpfe hingen ließen. Das 1:2 in der Nachspielzeit nach dem von Javi Martínez (der dafür die Gelb-Rote Karte sah) verursachten Foulelfmeter sorgte für miese Laune. Keine Punkteteilung, die dem FC Bayern München den erträglichen Abstand von vier Punkten zu den Fohlen bewahrt hätte. Nein, die vierte Pleite der Saison, so schlecht war man zuletzt 2011/12 nach 14 Spieltagen.

Aktuell ist Bayern, der Abo-Meister der letzten sieben Jahre, sogar aus den Champions-League-Plätzen gerutscht. Dementsprechend groß war der Frust.

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Joshua Kimmich nach Bayern-Pleite gegen Gladbach angefressen: "Es ärgert mich unendlich"

1:2 vor einer Woche gegen Bayer Leverkusen, nun das 1:2 in Gladbach. Dasselbe Resultat, dasselbe Muster: Über weite Strecken die bessere Mannschaft, mit dem Manko, fatalen Chancenwucher zu betreiben. Der Unterschied zum letzten Wochenende: Die Stimmung ist gekippt. Joshua Kimmich sprach von „einem negativen Lauf“, war richtig angefressen.

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„Es ärgert mich unendlich, ich könnte durchdrehen“, gestand der stets super ehrgeizige Nationalspieler. „Nach zwei Niederlagen ist die Stimmung natürlich nicht brillant“, meinte der enttäuschte Thomas Müller. Der Angreifer weiter: „Hier zu verlieren, ist brutal für uns – gerade in unserer Tabellensituation. Nach unserem Tor, unserer hochverdienten Führung, hatten wir weniger Kontrolle als in den ersten 50 Minuten, das müssen wir uns eingestehen. Wir bekommen das 1:1 durch ein Standard-Tor, das ist in einem Spitzenspiel tödlich. Am Ende kriegen wir einen unnötigen Elfmeter, bei dem wir kräftig mitgeholfen haben. Und so stehen wir jetzt da.“ Ziemlich schlecht, als Tabellen-Siebter.

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Thomas Müller: "Ärgerlich hintendran zu sein"

„Für unser gutes Spiel über weite Strecken können wir uns nichts kaufen“, findet Müller und zieht Bilanz: „Wir haben zwei Spiele in Folge verloren, wenn man objektiv auf die schaut, haben wir viel Positives gesehen, aber unterm Strich steht viel Negatives.“

Wieder steht der FC Bayern vor einem Berg namens Aufholjagd. „Wir kennen zwar diese Situation, das ist das Gute. Aber es ist ärgerlich, hintendran zu sein und Punkte aufholen zu müssen. Das ist nicht das, was wir uns vorstellen und nicht das, was uns liegt“, befand Kapitän Manuel Neuer, „wir wollen oben stehen, vorne sein.“ Momentan eine Wunschvorstellung. „Wir schauen nach vorne“, betonte Neuer trotz des Abrutschens in der Tabelle, der Blick gehe „nach oben“. Ob der anstehende Gipfelsturm noch einmal gelingt wie in der vergangenen Saison als man ab Dezember neun Punkte auf die enteilte Dortmunder Borussia aufholen konnte?

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Weihnachten droht für den FC Bayern zappenduster zu werden

Selbst die Bayern zweifeln nun. „Noch mehr Mannschaften sind vor uns als in der letzten Saison. Auch wenn es nur sieben Punkte in Anführungszeichen sind, glaube ich, dass es diese Saison deutlich schwieriger wird“, glaubt Kimmich. Ist das allen im Team bewusst? Kimmich: „Die Alarmsignale mussten schon vor dem Spiel angegangen sein. Wer es jetzt noch nicht begriffen hat, der ist komplett auf dem falschen Weg. Wer glaubt, dass es wieder so wird wie in der letzten Saison, der ist fehl am Platz.“ Es dürfte eine wenig erbauliche Weihnachtsfeier am Sonntagmittag werden, wenn sich Mannschaft, Betreuer und Verantwortliche mit Kind und Kegel zum festlichen Essen treffen.

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„Zur Winterpause auf Platz eins zu stehen, ist jetzt nahezu unmöglich“, meinte Kimmich. Müllers Appell an die Mannschaft: „Wir müssen schleunigst schauen, dass wir Punkte holen und das machen wir in den nächsten Spielen.“ Drei Spieltage sind's noch bis zur Winterpause (gegen Bremen, in Freiburg und gegen Wolfsburg). Müller will „noch neun Punkte holen, sonst schaut's schattig aus“. Weihnachten droht zappenduster zu werden für die Bayern.