07. Dezember 2019 / 19:45 Uhr

Kommentar: Der FC Bayern hat ein Lewandowski-Problem

Kommentar: Der FC Bayern hat ein Lewandowski-Problem

Sebastian Harfst
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski hat 16 Bundesliga-Tore auf dem Konto. Seit drei Spielen ist er allerdings ohne Treffer.
Robert Lewandowski hat 16 Bundesliga-Tore auf dem Konto. Seit drei Spielen ist er allerdings ohne Treffer. © imago images/Chai v.d. Laage
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Die jüngsten Niederlagen gegen Leverkusen und Mönchengladbach zeigen aus Sicht von SPORTBUZZER-Redakteur Sebastian Harfst eindeutig, dass der FC Bayern München zu sehr von den Toren seines polnischen Starstürmers Robert Lewandowski abhängig ist.

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Es ist ja jetzt nicht so, dass der FC Bayern München bei Borussia Mönchengladbach im klassischen Sinne schlecht gespielt hätte. 16 zu 7 lautete das Verhältnis der Torschüsse zugunsten des Rekordmeisters bei der 1:2-Niederlage im Stadion des Überraschungs-Tabellenführers. Auch die Passquote (84 zu 73 Prozent) und die Ballbesitz-Statistik (63:37 Prozent) zeigen, wie dominant die Münchner große Teile des Spiels bestritten haben.

Verloren haben sie trotzdem. Zum zweiten Mal in Folge. Zum zweiten Mal unter Interimstrainer Hansi Flick, dessen positiver Starteffekt, der in vier Pflichtspielsiegen und 16:0-Toren in Folge mündete, damit schon wieder verpufft zu sein scheint.

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Der FC Bayern ist zu sehr von Lewandowski-Toren abhängig

Verloren haben die Bayern in Mönchengladbach aber nicht wegen Flick. Diese Niederlage verdankt der Deutsche Meister vor allem seiner neuen Abschlussschwäche (und einigen defensiven Unkonzentriertheiten). Was die rotgekleideten Angreifer im Borussia-Park verballerten, war spektakulär. Ganz neu war es indes nicht. Denn schon am Wochenende zuvor hatten die Bayern Gegner Bayer Leverkusen eindeutig dominiert (23:11-Torschüsse; 75 Prozent Ballbesitz) – und trotzdem mit 1:2 verloren.

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So bleibt vor allem folgende Erkenntnis: Der FC Bayern hat ein Robert-Lewandowski-Problem. Der deutsche Fußball-Krösus ist zu sehr von den Treffern des Polen abhängig. 27 Tore (davon 16 in der Bundesliga) hat der Starstürmer in dieser Saison in 22 Pflichtspielen schon erzielt und damit viel Verantwortung von den Schultern seiner Kollegen im Angriff genommen.

So richtig springt für Lewandowski niemand in die Bresche

Bei den jüngsten beiden Bundesliga-Niederlagen jedoch herrschte Lewandowski-Flaute (wie auch beim vorherigen 4:0-Sieg in Düsseldorf), und so richtig sprang für ihn niemand in die Bresche. Allein der ansonsten recht agile Thomas Müller vergab gegen Gladbach mehrere gute Torchancen. Zweitbester Bayern-Torjäger in der Liga bleibt somit der am Samstag angeschlagen auf der Bank geparkte Serge Gnabry mit gerade mal vier Treffern. Auch deswegen kommen die Bayern in dieser Saison einfach nicht so richtig ins Rollen.

Und ein weiterer Superstürmer wird sich so einfach nicht finden lassen. Einen zweiten Star-Angreifer, der zudem mit Lewandowski auf dem Platz harmoniert, gibt es im Winterschlussverkauf eher nicht, zumal die Münchner laut eines Berichts von einer Verpflichtung des Salzburger Talents Erling Haaland Abstand genommen haben. Umso mehr wird es die Bayern ärgern, dass sich Nationalspieler Timo Werner (nun 15 Bundesliga-Treffer) vor der Saison für die Vertragsverlängerung bei RB Leipzig entschieden hat. Er hätte mit seiner Spielweise, die viele Aktionen auf den Flügeln beinhaltet, gut zum Zentrumsstürmer Lewandowski gepasst. Nun sind halt weiterhin Gnabry, Müller und Co. gefordert. Und Trainer Flick dürfte in der kommenden Woche das ein oder andere Torschusstraining auf den Plan setzen.

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