22. August 2019 / 14:15 Uhr

Arsenal-Keeper Bernd Leno kritisiert Europa-League-Finale: "War ein Skandal"

Arsenal-Keeper Bernd Leno kritisiert Europa-League-Finale: "War ein Skandal"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bernd Leno hat seinem Ärger wegen des Europa-League-Endspiels in Baku Luft gemacht.
Bernd Leno hat seinem Ärger wegen des Europa-League-Endspiels in Baku Luft gemacht. © Getty Images
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Bereits im Vorfeld des Endspiels der Europa League gab es scharfe Kritik, dass das Finale in Aserbaidschan ausgetragen wurde. Knapp drei Monate nach dem 4:1-Sieg des FC Chelsea gegen den FC Arsenal legt nun auch Nationaltorhüter Bernd Leno nach. 

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Das diesjährige Finale der Europa League hat hohe Wellen geschlagen. Der deutliche 4:1-Sieg des FC Chelsea gegen den Liga-Konkurrenten FC Arsenal rückte aufgrund der Umstände, der miserablen Stimmung und des Wirbels um Henrikh Mkhitaryan schnell in den Hintergrund. Nun legt Arsenal-Keeper Bernd Leno nach und kritisiert die Nebengeräusche rund um das Endspiel in Aserbaidschan scharf.

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Arsenal-Keeper Bernd Leno über Europa-League-Finale: "Hier hat man gemerkt, worum es heute im Fußball geht"

"Das war für mich ein sonderbares Spiel, ein Skandal. Die Arsenal- und Chelsea-Fans bekamen kaum Tickets, das Stadion war nicht ausverkauft, der Austragungsort Baku tausende Kilometer entfernt. Und Henrikh Mkhitaryan konnte nicht mitkommen. Hier hat man gemerkt, worum es heute im Fußball leider oftmals geht: weniger ums Spiel, vielmehr ums Geld", bemängelte der Nationaltorhüter in einem Interview mit dem Fußballmagazin 11 Freunde.

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Was war passiert? Der FC Arsenal musste die Reise nach Baku ersatzgeschwächt antreten. Nicht etwa wegen Verletzungen, sondern weil Leistungsträger Henrikh Mkhitaryan aufgrund seiner Wurzeln in Armenien nicht mit nach Aserbaidschan reisen konnte. Politische Spannungen zwischen seinem Heimatland und dem Austragungsort zwangen den 30-Jährigen zu einem Verzicht auf die Einreise nach Aserbaidschan.

Internationale Pressestimmen: Chelsea "fulminant" im Finale der Europa League

Der FC Chelsea hat das Finale der Europa League beherrscht und den FC Arsenal klar besiegt. In der internationalen Presse gibt es viel Lob, aber es wurden auch kritische Töne laut - wegen dem Final-Spielort in Baku. Zur Galerie
Der FC Chelsea hat das Finale der Europa League beherrscht und den FC Arsenal klar besiegt. In der internationalen Presse gibt es viel Lob, aber es wurden auch kritische Töne laut - wegen dem Final-Spielort in Baku. ©

Arsenal-Keeper Leno hätte Boykott nicht für richtige Lösung gehalten

Einen Boykott von Seiten des Klubs aus London hätte Leno allerdings nicht für sinnvoll gehalten. "Dann hätten wir vorab verloren und wären von der UEFA gesperrt worden. Es ging aber um sehr viel. Um einen Titel und die Teilnahme an der Champions League."

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Arsenal-Geschäftsführer Vinai Venkatesham, der das Amt beim englischen Premier-League-Klub im vergangenen Jahr übernommen hatte, konnte die Umstände ebenfalls kaum fassen. "Mir fehlen die Worte", sagte er. "Das ist außerordentlich traurig."

Was wurde aus den "Invincibles" des FC Arsenal?

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FC Arsenal kritisierte Endspiel-Ort Baku scharf: "Nicht akzeptabel"

Der FC Arsenal hat in einer deutlichen Stellungnahme die Auswahl von Baku als Austragungsort des Endspiels kritisiert. Die Entscheidung sei "nicht akzeptabel" und dürfe sich nicht wiederholen. Man sei zusätzlich "bitter enttäuscht" darüber gewesen, dass die UEFA jedem Team aufgrund von Transportbeschränkungen nur maximal 6000 Tickets für ein Stadion mit einer Kapazität von weit über 60 000 zur Verfügung stellen könne.