17. September 2021 / 21:03 Uhr

Erster Sieg in Liga 3: Kianz Froese erlöst TSV Havelse gegen Viktoria Köln

Erster Sieg in Liga 3: Kianz Froese erlöst TSV Havelse gegen Viktoria Köln

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der TSV Havelse geht vom Punkt mit 1:0 durch Kianz Froese in Führung.
Der TSV Havelse geht vom Punkt mit 1:0 durch Kianz Froese in Führung. © Florian Petrow
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Es ist vollbracht! Am 9. Spieltag der 3. Liga hat der TSV Havelse endlich den lang ersehnten ersten Erfolg feiern dürfen. Gegen den FC Viktoria Köln war es Kianz Froese, der den einzigen Treffer des Abends vom Elfmeterpunkt erzielte. Nach dem Abpfiff gab es beim TSV kein Halten mehr.

Minute 33. Elfmeter. Durchatmen, Anlauf, Tor. Die pure Erleichterung. Kianz Froese hat den TSV Havelse in der 3. Liga erlöst. Beim 1:0-Sieg des Aufsteigers gegen Viktoria Köln war der Offensivzugang der entscheidende Mann. Froese übernahm Verantwortung, als Schiedsrichter Nicolas Winter in der 32. Minute auf den Punkt zeigte. Angreifer Julius Düker lief in die Spitze, wurde mit einem Tackling von Kai Klefisch gestoppt.

Froese, der noch im Landespokal in Jeddeloh verschossen hatte, traf diesmal eiskalt unten rechts. Dafür gab es auch Lob vom Ex-Braunschweiger Felix Burmeister. „Das war richtig abgeklärt. Als hätte er schon sechs bis sieben Elfer in dieser Saison reingemacht“, lobte er am Mikrofon in der Halbzeitpause. Anschließend konnte Froese seine Emotionen nicht zurückhalten. Er riss die Arme hoch, sprintete zu den 527 Fans vor die Osttribüne und ließ sich feiern. Es war die erste Havelser Führung im neunten Anlauf. Und das Tor gab dem Team Sicherheit.

Bilder vom Spiel der 3. Liga zwischen dem TSV Havelse und Viktoria Köln

Havelses Niklas Teichgräber (re.) gegen Kölns Marcel Risse. Zur Galerie
Havelses Niklas Teichgräber (re.) gegen Kölns Marcel Risse. ©

Havelse überraschend abgeklärt

Zu oft hatte das Team von Trainer Rüdiger Ziehl in den bisherigen Spielen individuelle Fehler gemacht. Und zu oft hatten diese zu Gegentreffern geführt. Diesmal zeigte sich die Mannschaft überraschend abgeklärt. In der ersten Halbzeit kamen die Gäste aus Köln lediglich zu einer wirklich gefährlichen Aktion. Den Distanzversuch von Luca Marseiler lenkte Torwart Norman Quindt sicher zur Ecke ab. Havelse ließ sich davon nicht beunruhigen. Vor allem Froese blühte in der Offensive auf, riss die Bälle an sich und spielte kluge Pässe nach vorn. Langfeld hatte vor dem Elfmeter noch eine Riesenchance, als er frei aufs Kölner Tor zulief, aber nur Torwart Moritz Nicolas traf.

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Nach dem Seitenwechsel verteidigte es Havelse clever, ließ die Gäste nur selten ins letzte Drittel kommen und beschränkte sich darauf, nur noch vereinzelt Nadelstiche zu setzen. Das ging in der 78. Minute beinahe schief. Der eingwechselte Albert Bunjaku kam aus sieben Metern frei zum Abschluss, verzog aber völlig – der Ball ging fünf Meter drüber. Glück!

Kein Halten nach Abpfiff

Noch mehr Glück hatten dann aber die Kölner in der 88. Minute. Die Gäste rückten weit auf, drängten auf den Ausgleich. Havelse befreite sich einmal gut, Stürmer Fynn Lakenmacher setzte sich gegen die Verteidiger gut durch, traf erst den Pfosten, dann scheiterte er an Nicolas.

Nach vier bangen Nachspielminuten gab es dann kein Halten mehr beim TSV. Der erste Drittligasieg! Die Havelser Bank sprang auf, feierte den Erfolg. Mit nun vier Punkten hat das Team wieder realistische Chancen, bald endlich die Abstiegsränge zu verlassen.