18. Oktober 2021 / 08:30 Uhr

Erste Heimniederlage: Dresdner Eislöwen unterliegen Freiburger Wölfe

Erste Heimniederlage: Dresdner Eislöwen unterliegen Freiburger Wölfe

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Dresdens Arturs Kruminsch (r.) setzt den Freiburger Goalie Patrik Cerveny unter Druck, als von rechts der Puck angeflogen kommt.
Dresdens Arturs Kruminsch (r.) setzt den Freiburger Goalie Patrik Cerveny unter Druck, als von rechts der Puck angeflogen kommt. © Matthias Rietschel
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Die Dresdner Eishockey-Cracks ziehen gegen Freiburg mit 3:4 nach Penaltyschießen den Kürzeren.

Dresden. Für die Dresdner Eislöwen blieb die Punkte-Ausbeute an diesem Wochenende überschaubar. Nach der klaren 1:5-Niederlage in Frankfurt mussten sich die Elbestädter am Sonntag vor 1441 Zuschauern daheim gegen die Freiburger Wölfe mit 3:4 (2:2, 0:1, 1:0, 0:0) nach Penaltyschießen geschlagen geben. Damit bleibt nur ein Zähler auf der Habenseite stehen. Gäste-Trainer Robert Hoffmann, der erst im Sommer aus Dresden ins Breisgau wechselte, sagte: „Wir sind 5.30 Uhr in den Bus gestiegen, da wussten wir schon, es wird sehr schwer hier. Doch ich bin sehr zufrieden, wie die Mannschaft gearbeitet hat.“

Ganz anders dagegen die Stimmungslage bei Eislöwen-Trainer Andreas Brockmann: „Wir haben am Sonnabend ein langes Meeting über 45 Minuten mit Video gehabt und festgestellt, dass wir zu viele Gegentore kriegen, dass wir fokussierter sein müssen. Und dann gehen wir raus, erster Wechsel, Turnover im eigenen Drittel und erstes Gegentor. Ich weiß, ich bin aus Bayern, ich spreche auch englisch, aber vielleicht muss ich einen Dolmetscher holen, dass jeder das versteht“, meinte er angesäuert und fügte hinzu: „In den ersten beiden Dritteln haben wir nicht so richtig viele Chancen gehabt. Außer bei zweimal Fünf gegen Drei, wo drei Importspieler auf dem Eis stehen, und wir haben keine Torchance. Fragzeichen. Im letzten Drittel sind wir sehr gut rausgekommen, haben dominiert und sehr viele Chancen gehabt. Die Jungen machen ihren Job, aber wenn der 21-jährige Matej Mrazek fast in jedem Spiel bester Mann ist, da muss einiges mehr kommen von denen, die die Führung übernehmen sollen“, so die glasklare Kritik des Trainers.

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Das Spiel begann mit besagter kalter Dusche für die Hausherren. Nach nur 28 Sekunden netzte Simon Dammer zum 1:0 für die Freiburger ein. Doch schon eine Minute darauf gelang Johan Porsberger erstmal der Ausgleich. Danach wurde die Partie durch zahlreiche Strafen auf beiden Seiten zerfahren. Ärgerlich aus Sicht der Gastgeber, dass sie zweimal ein doppeltes Überzahlspiel ohne Torerfolg verstreichen ließen. Die Breisgauer dagegen kamen ebenfalls zu einem 5:3-Powerplay und nutzten ihre Chance, gingen durch Marcel Kurth wieder mit 2:1 (17.) in Führung. Dann aber zeigte einmal mehr Matej Mrazek sein Talent und seine Entschlossenheit. In eigener Unterzahl setzte er sich im Zweikampf gegen einen Freiburger durch und krönte den Sololauf mit dem 2:2-Ausgleichstreffer.

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Im Mitteldrittel wogte das Geschehen ständig hin und her. Beide Teams erarbeiteten sich Chancen, aber nur Freiburg nutzte eine. In der 35. Minute netzte Calvin Pokorny zum 3:2 für die Gäste ein. Simon Karlsson sorgte dann zu Beginn des Schlussdrittels für den 3:3-Ausgleich (41.). Trotz Überlegenheit konnten die Hausherren dann einschließlich Verlängerung kein Tor erzielen. Im Penaltyschießen sorgte Calvin Pokorny für den einzigen Treffer und damit den Zusatzpunkt für die Breisgauer.