10. April 2020 / 21:19 Uhr

Eintracht Gransee feiert 100. Jubiläum - auch im Corona-Jahr

Eintracht Gransee feiert 100. Jubiläum - auch im Corona-Jahr

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
<b>Platz 5:</b> SV Eintracht Gransee (2. Kreisklasse West) – 60:19 Tore.
Die Fußballer von Eintracht Gransee. © Verein
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Oberhavel: Anke Rudolph, die erste Frau an der Spitze von Eintracht Gransee, spricht über das große Jubiläum und die Situation des Clubs in der Corona-Krise.

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Am 7. September, dem Gründungstag, wird der SV Eintracht Gransee schon 100 Jahre alt. Doch das Jubiläumsjahr wird derzeit von der Corona-Pandemie überschattet. Wann die Mitglieder des Sportvereins aus der ehemaligen Kreisstadt trotzdem feiern wollen und wie der SV Eintracht gerade die Krise meistert, verrät die Vorsitzende Anke Rudolph im SPORTBUZZER-Interview.

Meine Heimat, meine Leidenschaft, mein Verein. Mit diesem Slogan wirbt der SV Eintracht Gransee zur Zeit. Was steckt dahinter?

Anke Rudolph: Wir sind ein Breitensportverein, der sich mit der Region rund um Gransee identifiziert. Das spiegelt sich in dem Spruch wider. Wir wollen den Verein weiter ausbauen, auch für Nichtmitglieder öffnen und der Bevölkerung näher bringen.

Welche Abteilungen gibt es denn im Verein?

Wir haben die Fußballer, die einen Großteil der Mitglieder ausmachen. Zusätzlich haben wir noch Gymnastik, den offenen Lauftreff sowie die Dartssportler. Damit haben wir etwas mehr als 100 Mitglieder in unseren Reihen. Ebenso bieten wir ein Alterstrainingsprogramm an, arbeiten auch teilweise mit externen Trainern zusammen. Wir haben was die Mitglieder angeht noch Kapazitäten nach oben.

Der Verein ist mitten im Jubiläumsjahr. Denn der SV Eintracht Gransee existiert bereits seit 100 Jahren. Gibt es in diesen Tagen denn überhaupt etwas zu feiern?

Das ist aktuell nicht so einfach. Es ist schade, dass viele Events ausfallen müssen. Das ist in dieser Situation aber nicht zu ändern. Wir müssen uns wie alle anderen auch an die Gegebenheiten halten. Das Wohl der Leute geht vor.

Verschiedene Aktionen waren ab Mai geplant. Darunter ein Freundschaftsspiel der Eintracht-Männermannschaft gegen die Traditions-Elf des FC Hansa Rostock. Fallen diese Veranstaltungen ins Wasser?

Ja. Da müssen wir alles auf das kommende Jahr verschieben. Das ist anders nicht möglich.

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Wie schaut es mit der zentralen Festveranstaltung am Gründungstag, dem 7. September, aus?

Da hoffen wir, dass wir an diesem Termin festhalten können. Aber auch nur, wenn die Coronakrise bis dahin ausgestanden ist und man in einer normalen Form wieder etwas anbieten kann. Dann wollen wir ein kleineres Event veranstalten. Da planen wir aktuell noch und wollen das in der Dreifelderhalle in Gransee durchführen. Wir warten allerdings noch etwas ab. Im ersten Schritt sollen dann unter Vorbehalt die Einladungen verschickt werden.

Einige Vereine bangen in diesen Zeiten um ihre Existenz. Wie ist Eintracht Gransee finanziell aufgestellt?

Dank der Stadt Gransee und dem Amt sind wir gut unterwegs und müssen uns aktuell keine Sorgen machen. Wir freuen uns natürlich immer wieder über neue Sponsoren. Im Moment haben wir keine Einbußen und auch die Mitglieder zahlen ihre Beiträge, auch wenn wir aktuell keinen Sport anbiete können. Das funktioniert. Die Mitglieder sind derzeit viel in den digitalen Medien unterwegs und kontaktieren sich.

Sie sind seit knapp drei Jahren als erste Frau an der Vereinsspitze im Amt. Wie bewerten Sie diese Zeit?

Die Anfangszeit war sehr schwierig. Da ging es vor allem darum, dass wir im Verein den Zusammenhalt wieder herstellen. Das war schon im ersten halben Jahr eine Herausforderung. Aber jetzt funktioniert alles und wir sind ein super Team. Ich bin total dankbar. Die Zusammenarbeit mit den Behörden ist ebenso super. Mein Ziel ist es, den Leuten etwas zu bieten. Ein Sportverein ist in seiner gesellschaftlichen Stellung wichtig.