26. Oktober 2020 / 16:03 Uhr

Eintracht Bötzow erlebt Beleidigungen und Angriffe in Grünow

Eintracht Bötzow erlebt Beleidigungen und Angriffe in Grünow

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Bötzow-Trainer Meißner erwartet ein umkämpftes Spiel.
Bötzows Trainer Marco Meißner. © Robert Roeske
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Landesklasse Nord: Am Rande der Begegnung des achten Spieltages habe es Beleidigungen und auch tätliche Angriffe gegeben.

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Über das Spiel bei Einheit Grünow will Eintracht-Coach Marco Meißner nicht viele Worte verlieren. Zu sehr steht er noch unter dem Eindruck der unschönen Szenen, die sein Team beim Schlusslicht in der Uckermark erleben musste. Beleidigungen und auch tätliche Angriffe habe es gegeben - auch gegen die Unparteiischen. „Das hat in der Liga, ja sogar im Sport allgemein, überhaupt nichts zu suchen“, so Meißner. Seine Mannschaft habe geschlossen das Sportgelände verlassen, um unversehrt nach Hause zu kommen. Meißner: „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

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Das Beste an diesem Tag waren die drei Punkte im Heimgepäck der Bötzower. Die Mannschaft aus Oberhavel behielt in der Uckermark verdient die Oberhand, geriet durch Danny Skripzak (24.) aber zunächst in Rückstand. Nur zwei Minuten danach egalisierte Eintracht-Neuzugang Pascal Wolter - kam im Sommer vom TuS Sachsenhausen - die Führung der Gastgeber. Nico Neuber (40.) drehte die Partie noch vor der Pause. Beim knappen Vorsprung blieb es bis weit in die Nachspielzeit, ehe Alexander Sturm den 3:1-Endstand und die Entscheidung herbeiführte.

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In der Vergangenheit war es in Zusammenhang mit Spielen der Uckermärker schon mehrfach zu Vorkomnissen gekommen. 2015 wurden mehrere Spieler nach Auseinandersetzungen teils lange gesperrt. Ein Jahr später gabe es wegen Zuschauerausschreitungen sogar eine Platzsperre. Vier Heimspiele musste Grünow auf einem mindestens 50 Kilometer entfernten Rasen austragen. Im Sommer wollte man diese Vergangenheit ein für alle Mal hinter sich lassen. "Wir wollen ab sofort unserem Verein ein neues Gesicht verleihen", schrieben die Grünower auf ihrer Facebookseite. Man wolle "komplett von vorne starten" und das "weitverbreitete Image" ablegen, hieß es dort. Auf SPORTBUZZER-Anfrage war von Einheit Grünow am Montag niemand zu erreichen.