17. September 2021 / 14:54 Uhr

Dynamo Dresdens Stark vor Rückkehr nach Darmstadt: "Darf nicht überdrehen"

Dynamo Dresdens Stark vor Rückkehr nach Darmstadt: "Darf nicht überdrehen"

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Gibt immer vollen Einsatz: Dynamo Dresdens Yannick Stark.
Yannick Stark freut sich auf die Rückkehr in die Heimat. Der 30-Jährige wurde in Darmstadt geboren, spielte auch lange beim kommenden Dynamo-Gegner. © imago images/Dennis Hetzschold
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Nach zuletzt zwei Niederlagen in der Liga will Dynamo Dresden gegen Darmstadt die Kehrtwende schaffen. Für Yannick Stark ist es eine besondere Partie, denn der Mittelfeldspieler trifft auf seinen Ex-Verein.

Dresden. Noch ist er ganz cool. Eigentlich so wie immer. Yannick Stark ruht in sich selbst, so wirkt es zumindest auf Außenstehende. Doch vielleicht ändert sich das an diesem Wochenende ein wenig, denn dann gastiert der 30-Jährige erstmals mit Dynamo Dresden in der Heimat. Beim SV Darmstadt 98, für den der Mittelfeldspieler bei drei Engagements einst 113 Pflichtspiele bestritt und dabei zwölf Tore schoss, möchte der gebürtige Darmstädter mit seinem neuen Arbeitgeber unbedingt punkten, um die letzten beiden Niederlagen in der 2. Bundesliga vergessen zu machen.

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Bei der Frage, ob es denn bei ihm schon kribbelt, da kann Stark noch nicht mit Anzeichen dienen: „Das werde ich merken. Jetzt ist noch keine besondere Anspannung zu spüren, aber wenn wir in der Stadt ankommen, am Spieltag vom Hotel zum Stadion fahren und zum ersten Mal den Rasen betreten, dann sind das Momente, die besonders für mich werden können.“

Dynamo-Profi Yannick Stark über sein Comeback am Böllenfalltor

Der Hesse spielte von 2010 bis 2011, dann von 2015 bis 2016 und noch einmal von 2017 bis 2020 für die „Lilien“, ehe er nach Dresden wechselte, um hier als Führungskraft das Unternehmen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga voranzutreiben. Dass das gelungen ist und er nun mit den Schwarz-Gelben am Böllenfalltor zu Gast sein kann, das freut ihn sehr: „Zu seiner Heimatstadt hat man immer einen besonderen Bezug. Es war schön, dass ich dort jahrelang spielen konnte. Ich habe zu den Fans und zu den Mitarbeitern ein gutes Verhältnis gehabt, deswegen freut man sich, wenn man Leute mal wieder persönlich trifft.“

Trikot heiß begehrt

Sein Trikot hat er noch niemandem versprochen, aber Anfragen habe es reichlich gegeben: „Das habe ich alles ein wenig abgewiegelt. Mal schauen, wie denn am Ende alles läuft. Aber ein Physiotherapeut ist, glaube ich, ganz vorne in der Verlosung.“ Im Stadion rechnet Stark also mit einem „eher freundlichen Empfang“, er sei ja nicht im Groll gegangen. Einen großen Kopf um die Reaktionen der Darmstädter Anhänger macht er sich aber nicht: „Das sind Dinge, die lasse ich auf mich zukommen. Ich habe meine Aufgaben, die ich zu erfüllen habe. Wie ich das Spiel anzugehen habe, das steht im Fokus – alles andere versuche ich dann aufzusaugen und zu genießen. Da mache ich mir jetzt keine großen Gedanken.“

Stark stellte klar, dass er bei aller Verbundenheit mit den Blau-Weißen nun ein Schwarz-Gelber ist, die Stadionhymne am „Bölle“ („Die Sonne scheint“) nicht mehr ganz oben auf seiner Hitliste steht. Spitzen seitens der alten Kameraden oder Wetten mit ihnen habe es unter der Woche kaum gegeben: „Bis jetzt war alles sehr ruhig. Ich denke, das bleibt auch so. Jeder weiß, was er zu tun hat. Nach dem Spiel wird dann das eine oder andere Wort noch mal gewechselt, die eine oder andere Frotzelei ausgetauscht.“

Seine Eltern erwartet Yannick Stark natürlich auch im Stadion. Sein Vater ist großer Fan der 98er, „mittlerweile ist er aber auch ein großer Fan von Dresden“. So oft es geht, fahren seine Eltern auch an die Elbe, um dem Sohn zuzuschauen, berichtet der: „Sie haben mit Paderborn und Hannover auch zwei schöne Spiele erwischt und die Stimmung genossen. Ich glaube, da sind zwei Dresden-Fans hinzugekommen.“ Selbst in Darmstadt werden Vater und Mutter Stark nun mutig Flagge für Dynamo zeigen: „Ich gehe stark davon aus, dass sie auch am Sonntag Schwarz und Gelb tragen“, sagt der Junior. Und dann muss er auf dem Platz liefern.