26. September 2020 / 14:06 Uhr

Dynamo Dresdens Max Kulke erhält neue Bewährungschance

Dynamo Dresdens Max Kulke erhält neue Bewährungschance

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Der Lausitzer Max Kulke wird am Sonntag seinen ersten Drittliga-Einsatz für Dynamo absolvieren.
Der Lausitzer Max Kulke wird am Sonntag seinen ersten Drittliga-Einsatz für Dynamo absolvieren. © imago images/Jan Huebner
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Nach dem Ausfall von Robin Becker schenkt Cheftrainer Markus Kauczinski auf der Position des Rechtsverteidigers dem 19-jährigen Eigengewächs das Vertrauen.

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Dresden. In dieser noch jungen Saison kam er noch nicht zum Einsatz, doch am Sonntag (13 Uhr) gegen Waldhof Mannheim wird Max Kulke erstmals in der Startformation von Dynamo Dresden auflaufen. Der 19-Jährige vertritt in seinem ersten Drittliga-Spiel den verletzten Robin Becker als Rechtsverteidiger. Ein großer Moment für den jungen Wiesaer, auf den er in der Vorbereitung hingearbeitet hat.

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Dass bei Becker ein Muskelfaserriss im linken Oberschenkel festgestellt wurde, den er sich beim 1:0-Auswärtssieg in Kaiserslautern zugezogen hatte, bedauert Cheftrainer Markus Kauczinski zwar, doch aus der Ruhe brachte der Ausfall den Gelsenkirchener nicht. Für ihn stand gleich fest: „Max Kulke wird jetzt spielen. Er hat sich die ganze Vorbereitung mit Robin duelliert und gezeigt, dass er es kann.“

Vorbildwirkung für andere Dynamo-Talente

Den Coach freut es, dass sich das Dynamo-Eigengewächs nun auch im Wettkampf beweisen und so noch mehr Vorbildwirkung für andere Talente aus dem schwarz-gelben Nachwuchs entfalten kann: „Dass er ein guter Spieler ist, wissen wir. Und wir haben von Anfang an gesagt, dass wir den jungen Spielern, die aus dem Verein kommen, eine Chance geben wollen – die ist jetzt für ihn gekommen.“

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Seit 2013 spielt Kulke für Dynamo, zuvor hatte er das Fußball-Abc bei Aufbau Kodersdorf und bei Eintracht Niesky erlernt. Eigentlich ist er Mittelfeldspieler, in der Zentrale stach er als Schlüsselspieler der Dynamo-Nachwuchsteams heraus. Als er im Mai 2018 mit der U19 in Großröhrsdorf im Finale gegen Zwickau (3:0) den Sachsenpokal gewann, prophezeite der damalige A-Jugend-Co-Trainer Lars Jungnickel (jetzt Coach der C-Jugend) schon: „Max hat großes Potenzial, er wird es zu den Profis schaffen.“ Während andere Talente aus dieser Elf wie Vasil Kusej, Osman Atilgan, Marius Hauptmann oder Luca Shubitidse Dynamo inzwischen verlassen haben, ist Kulke noch da.

Profidebüt unter Trainer Walpurgis

Und der 1,78 Meter große Kicker soll auch noch eine ganze Weile bleiben, denn der neue Sport-Geschäftsführer Ralf Becker verlängerte Kulkes Vertrag im Sommer gleich um drei Jahre bis 2023. Ein erneuter Vertrauensbeweis des Vereins, nachdem Kulke schon sieben Einsätze in der 2. Bundesliga absolvieren durfte. Sein Profidebüt hatte er am 23. Februar 2019 noch unter Trainer Maik Walpurgis beim 0:2 gegen Darmstadt 98 gefeiert. Ralf Becker, der am Samstag übrigens 50 Jahre alt wird, erklärte im Sommer: „Max Kulke ist bei Dynamo groß geworden und hat in dieser Zeit einen stetigen und positiven Entwicklungsprozess durchlaufen. Wir sind froh, dass wir diesen weiterhin gemeinsam vorantreiben können und erhoffen uns, dass er in der kommenden Spielzeit den nächsten Schritt geht. Max ist sowohl technisch als auch taktisch versiert und verfügt über eine gute Spielübersicht.“ Der zum Rechtsverteidiger umgeschulte Hoffnungsträger versprach damals: „Ich werde mich voll reinhängen.“ Bis jetzt hat er sein Versprechen gehalten. Paul Will ist noch gesperrt. Luka Stor fällt mit einem Bänderriss im Sprunggelenk aus, Justin Löwe erholt sich derweil von seiner Schulter-OP. Pascal Sohm ist nach Sprunggelenksbeschwerden wieder fit.