17. Juli 2021 / 09:26 Uhr

Dynamo Dresdens Generalprobe an der Alten Försterei steht kurz bevor

Dynamo Dresdens Generalprobe an der Alten Försterei steht kurz bevor

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Luca Herrmann (l.) und Luka Stor haben Spaß beim offiziellen Fototermin.
Luca Herrmann (l.) und Luka Stor haben Spaß beim offiziellen Fototermin. © Olaf Rentsch
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Dynamo-Trainer Alexander Schmidt hat am Sonnabend bei Union Berlin letztmals in der Vorbereitung die Chance, seine Stammformation für den Ligastart unter wettkampfähnlichen Bedingungen zu testen.

Dresden. Die Sommerpause neigt sich dem Ende zu, bereits in einer Woche startet für Dynamo Dresden das Abenteuer 2. Bundesliga. Doch bevor die Schwarz-Gelben am 24. Juli (13.30 Uhr) im eigenen Stadion im Aufsteigerduell den FC Ingolstadt erwarten, gastieren die Profis von Trainer Alexander Schmidt an diesem Sonnabend (14.05 Uhr/RBB + MDR live) beim Bundesligisten 1. FC Union Berlin. Die Generalprobe bei den „Eisernen“ dürfte weitere Aufschlüsse darüber geben, mit welcher Stammformation Schmidt eine Woche später die „Schanzer“ empfängt.

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In der bisherigen Vorbereitung probierte der Augsburger verschiedene Aufstellungen aus. Da einige Spieler verletzt ausfielen und einige Neuzugänge erst im Trainingslager in Heiligenstadt zur Mannschaft stießen, konnte Schmidt in den vier Testspielen nie mit der identischen Formation spielen. Dennoch scheint sich der 52-Jährige nach drei Siegen (3:1 gegen Hertha BSC II, 3:1 gegen Jablonec, 1:0 gegen Braunschweig) und einer Niederlage (0:1 gegen Pogon Stettin) im Großen und Ganzen sicher zu sein, mit welcher Startformation er die ersten Spiele angeht.

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Von Anfang an klar war, dass im Tor Kevin Broll die Nummer eins ist. Neuzugang Anton Mitrjuschkin (kam aus Düsseldorf) zeigte zwar, dass er Potenzial hat, aber er hat auch noch Reserven im Zusammenspiel mit den Verteidigern. Der Russe wurde ohnehin als Nummer zwei geholt, da Routinier Patrick Wiegers nach seinem Kreuzbandriss noch einige Monate braucht, um richtig fit zu werden.

Viererkette mit Paul Will?

In der Abwehr scheint Schmidt derzeit eine Dreierkette zu bevorzugen. Fest eingeplant sind dort aktuell Neuzugang Michael Sollbauer (kam vom FC Barnsley), Tim Knipping und Chris Löwe. Entscheidet sich Schmidt für eine Viererkette, dann dürfte Paul Will als Erster in die Innenverteidigung rutschen, denn Sebastian Mai (Adduktorenprobleme) ist noch nicht wieder voll belastbar, Kevin Ehlers (Hüftbeuger) fällt auch noch eine Weile aus. Robin Becker ist nach seiner Kreuzband-OP auch noch keine Alternative für die rechte Außenposition.

Im Mittelfeld dürfte der zweitliga-erfahrene Yannick Stark auf der Sechserposition gesetzt sein, Paul Will oder Neuzugang Luca Herrmann (kam vom SC Freiburg II) könnten den zweiten defensiven Mittelfeldmann geben. Auf der Zehnerposition sind Heinz Mörschel und Neuzugang Brandon Borrello (kam vom SC Freiburg) die aussichtsreichsten Kandidaten. Patrick Weihrauch wird nach seiner Sprunggelenksoperation noch etwas Zeit zu brauchen, um wieder Ansprüche auf die Position des Regisseurs anzumelden.

Der Australier Borrello könnte im Mittelfeld auch rechts außen spielen, doch da scheint derzeit der vom Drittligisten FSV Zwickau gekommene Morris Schröter die besten Karten zu besitzen. Noch keine Alternative ist dort Ransford-Yeboah Königsdörffer, der sich nach seiner OP am rechten Knie noch im Aufbautraining befindet.


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Der Kader von Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2021/22 stehen bereits fest. ©

Auf der linken Seite wird noch am meisten gerätselt, wem Schmidt dort das Vertrauen schenkt. In Frage kommen Panagiotis Vlachodimos, Pascal Sohm oder Jong-min Seo. Gegen Stettin probierte Schmidt den Slowenen Luka Stor auf der linken Außenbahn aus. Ein Experiment, das keinen durchschlagenden Erfolg hatte. Agyemang Diawusie (Muskelfaserriss) steht derzeit nicht zur Verfügung. Kein Wunder, dass Dynamo auf dieser Position noch einen neuen Mann sucht.

Wiedersehen mit Andrich und Kade

An vorderster Front ist Christoph Daferner derzeit die beste Option, die Trainer Schmidt wählen kann. Der Torjäger aus Bayern ist mit seiner hohen Laufbereitschaft nicht wegzudenken aus dem Konzept der Dresdner, die früh attackieren und Bälle erobern wollen. Neben Daferner haben auch Philipp Hosiner und Pascal Sohm in den bisherigen Vorbereitungsspielen getroffen.

Sohm könnte gegen die wuchtigen Unioner an diesem Sonnabend den Vorzug vor Hosiner erhalten, wenn Schmidt gegen die mit den Ex-Dynamos Robert Andrich und Julius Kade besetzten Berliner auf zwei Spitzen baut. 1 Woche Vorbereitungszeit bleibt Aufsteiger Dynamo Dresden noch bis zum Auftakt in der 2. Fußball-Bundesliga.