29. Januar 2019 / 08:45 Uhr

Dynamo Dresden triumphiert in Borna

Dynamo Dresden triumphiert in Borna

Ingo Dießner
Leipziger Volkszeitung
Erfolgreiche Landeshauptstädter: Dresden kann seinen U15-Titel aus dem Vorjahr verteidigen.
Erfolgreiche Landeshauptstädter: Dresden kann seinen U15-Titel aus dem Vorjahr verteidigen. © Ingo Dießner
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In der Glück-Auf-Sporthalle in Borna fanden sie sächsischen Landesmeisterschaften der B- und C-Junioren im Futsal statt.

Borna. Die Landesmeister des Sächsischen Fußball-Verbandes im Hallenfußball in den Altersklassen der B- und C- Junioren wurden am vergangenen Samstag in der Bornaer Glück-Auf-Halle ermittelt. Titelträger wurden bei den B- Junioren überraschenderweise der Reichenbacher FC, in der Altersklasse der C-Junioren konnte sich die SG Dynamo Dresden die Krone aufsetzen. Die Teilnehmer der Endrunde qualifizierten sich in den Wochen zuvor jeweils in vier Vorrundenturnieren.

Am frühen Samstagmorgen zeigten erst die C-Junioren auf dem Hallenboden ihr Können, gespielt wurde in zwei Gruppen zu je vier Mannschaften. In Gruppe A standen sich Dynamo Dresden, Radebeuler BC, der VFC Plauen sowie als regionaler Vertreter der FC Grimma gegenüber, der im Eröffnungsspiel gegen Radebeul mit 1:2 den Kürzeren zog. Im nächsten Gruppenspiel dann der erste Auftritt des späteren Turniersiegers Dynamo Dresden, der sich mit einem knappen 1:0 gegen Plauen für das restliche Turnier warm schoss.

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Die Spiele der A-Junioren beim 6. LVZ-Sportbuzzer-Cup Zur Galerie
Die Spiele der A-Junioren beim 6. LVZ-Sportbuzzer-Cup © Alexander Prautzsch

Denn in den nächsten Partien fertigten die Schwarz- Gelben Radebeul mit 5:0 sowie den FC Grimma mit 2:0 ab und sicherten sich mit neun Punkten den Staffelsieg. Trotz zweier Niederlagen und einem Sieg gegen den VFC Plauen konnten sich die Muldestädter dank der besseren Tordifferenz Platz zwei angeln, der mit Ambitionen gestartete VFC belegte mit drei Punkten den dritten Platz. Ebenfalls mit drei Punkten, nur mit dem deutlich schlechteren Torverhältnis, belegte der Radebeuler BC Platz vier.

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Spannung in Gruppe B

In Gruppe B ging es weitaus spannender zu, dort standen sich gleich in der zweiten Partie der 1. FC Lok Leipzig und Stadtrivale RB Leipzig gegenüber. Viel Brisanz also in dieser Partie, letztendlich konnten sich die Blau-Gelben mit 2:0 durchsetzen. In der nächsten Begegnung konnte der FC Oberlausitz Neugersdorf den VTB Chemnitz mit 3:0 bezwingen. Eine knappe Niederlage gegen Neugersdorf ließ Lok kurz das Halbfinale aus dem Blickfeld entschwinden, zumal RB die nächste Partie gegen VTB deutlich mit 3:0 gewann.

Im entscheidenden Gruppenspiel zwischen RB Leipzig und Neugersdorf wurde dann alles geboten, was Hallenfußball ausmacht. RB musste gewinnen, um sicher in die Halbfinals einzuziehen, Neugersdorf brauchte mindestens einen Punkt. RB ging in Führung, der FCO glich aus, postwendend legte RB nach und ging sogar mit 3:1 in Führung, dann aber legte Neugersdorf eine Schippe drauf.

Eine Minute vor Schluss der Anschluss, in den letzten sechzig Sekunden die Rote Karte für einen Akteur der Leipziger und mit der Schlusssirene noch der Ausgleichstreffer durch einen verwandelten Sechsmeter. Also hatte Lok Leipzig die Teilnahme am Halbfinale selbst in der Hand, letztendlich reichte ein deutlicher 3:0-Erfolg über VTB Chemnitz zu Platz zwei in Staffel B. So standen sich in den Halbfinals Neugersdorf und Grimma gegenüber. Auch hier Dramatik bis zur Schlusssirene, denn erst kurz bevor diese ertönte, konnte Neugersdorf das entscheidende 1:0 erzielen. Im anderen Halbfinale traf Lok auf Dynamo Dresden.


Platz drei für Lok Leipzig

Auch dieser Auftritt der Elbestädter gelang souverän, mit einem deutlichen 2:0 zogen sie ins Finale ein. Im Spiel um Platz sieben setzte sich der VTB Chemnitz, der bis dahin kein Tor erzielt hatte, überraschend mit 2:1 durch. Platz fünf ging an RB Leipzig durch ein 3:0 über den Plauen. Den dritten Platz sicherte sich Lok Leipzig vor Grimma (2:0). Im Finale zeigte dann Dynamo seine Klasse und besiegte den FC Oberlausitz ungefährdet mit 5:0. Mit diesem Turniersieg sind die Schwarz-Gelben nicht nur Hallenmeister des SFV, sie sicherten sich auch die Teilnahme an den NOFV- Hallenmeisterschaften am 16. Februar in Berlin.

Ab 15 Uhr traten dann die B-Junioren an den Ball, in Gruppe A standen sich die SpG Weißig/Neugersdorf II, die SpG Brand-Erbisdorf/Langenau, der VFC Plauen und die SG Rotation Leipzig gegenüber. Spannung pur in dieser Gruppe, die ersten vier Gruppenspiele endeten alle mit einem Unentschieden. Dann gab es ein Novum, bei der SpG Weißig/Neugersdorf wurde ein Regelverstoß durch die Turnierleitung festgestellt. Das Team wurde disqualifiziert, alle bisherigen Spiele wurden annulliert und mit 2:0 für die Gegner gewertet. Somit konnte sich letztendlich als Gruppensieger der VFC Plauen durchsetzen, der das entscheidende Gruppenspiel gegen die erfrischend aufspielende SpG Brand-Erbisdorf/Langenau mit 3:2 gewann, Gruppenzweiter wurde Rotation Leipzig.

In Staffel B setzte sich Lok Leipzig mit sieben Punkten durch, zwei Siege gegen SG Dresden Striesen und den Bischofswerdaer FV mit je 2:0 und ein torloses Unentschieden gegen Reichenbach reichten. Letztere konnten sogar durch zwei torlose Unentschieden (gegen Bischofswerda und Lok) sowie einen Sieg gegen Dresden den zweiten Platz und damit das Halbfinale sichern. Beide Semifinals waren dann spannend, die Entscheidung im ersten fiel erst vom Sechsmeterpunkt, im Leipziger Stadtderby hatte Lok gegen Rotation die besseren Nerven.

Dramatik in der Vorschlussrunde

Im zweiten Halbfinale wurde es dann fast schon dramatisch. Plauen führte bis eine Minute vor Schluss mit 1:0, dann gelang Reichenbach der Ausgleich. In der Schlusssekunde beging Plauen das vierte Teamfoul. Dadurch bekam Reichenbach einen Sechsmeter zugesprochen, der souverän verwandelt die Finalteilnahme sicherte. In den Platzierungsspielen setzen sich Weißig gegen Dresden mit 2:0 durch, im Spiel um Platz fünf gewann der Bischofswerdaer FV gegen Brand-Erbisdorf/Langenau mit 3:1. Das kleine Finale gewann der VFC Plauen recht deutlich gegen Rotation (5:0).

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Dann wurde es wieder dramatisch. Im Finale fielen in der regulären Spielzeit keine Tore, wieder musste die Entscheidung vom Sechsmeterpunkt fallen. Und da versagten dieses Mal den Akteuren aus der Messestadt die Nerven. Von drei Schützen traf nur einer, der Überraschungssieger Reichenbacher FC nutzte dies clever aus und traf zweimal. Am Ende feierten die Voigtländer ausgelassen die Meisterschaft in der Halle und qualifizierten sich so ebenfalls für die NOFV-Meisterschaften, welche am 9. Februar in Pirna stattfinden.