21. Oktober 2019 / 07:44 Uhr

Dynamo Dresden tief im Abstiegsstrudel

Dynamo Dresden tief im Abstiegsstrudel

DNN
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo-Trainer Cristian Fiel ist enttäuscht: In Fürth gelang seiner Mannschaft erneut kein Tor.
Dynamo-Trainer Cristian Fiel ist enttäuscht: In Fürth gelang seiner Mannschaft erneut kein Tor. © imago images/Zink
Anzeige

Der Zweitligist befindet sich nach dem 0:2 bei der SpVgg Greuther Fürth weiterhin auf Talfahrt. Doch Trainer Cristian Fiel steht nicht zur Debatte.

Anzeige
Anzeige

Dresden. Das befürchtete Szenario ist eingetreten. Nach ihrer dritten Niederlage in Folge, einem 0:2 bei Greuther Fürth, ist die SG Dynamo Dresden am 10. Spieltag in der Tabelle der 2. Bundesliga auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Der Vorsprung auf Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden: ein Punkt. Was sich seit Wochen abzeichnet, ist nun Gewissheit: Für die Schwarz-Gelben geht es in der dritten Saison in Folge um den nackten Klassenerhalt.

JETZT DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel der SG Dynamo Dresden bei der SpVgg Greuther Fürth

Wiedergutmachung misslungen! Die SGD verliert in Fürth mit 2:0. Zur Galerie
Wiedergutmachung misslungen! Die SGD verliert in Fürth mit 2:0. ©
Anzeige

Cristian Fiel ist nach Uwe Neuhaus und Maik Walpurgis bereits der dritte Trainer seit 2017, der mit den Schwarz-Gelben in den Abstiegsstrudel geraten ist. Sein Job steht jedoch aktuell nicht zur Debatte, wie Sport-Geschäftsführer Ralf Minge nach dem Spiel gegen die Franken gegenüber Sky klarmachte: „Ich bin fast jeden Tag bei den Jungs, beim Trainer. Der reißt sich den Arsch auf von früh bis spät, arbeitet extrem akribisch. Ich sehe überhaupt keine Veranlassung. Die Frage hat sich in der Vergangenheit nicht gestellt, stellt sich heute nicht und wird sich morgen auch nicht stellen“, so Minge.

Auch bei vielen Fans steht Fiel, als Spieler einst einer ihrer Lieblinge, nach wie vor hoch im Kurs. Deshalb kritisieren sie vor allem die aktuellen Kicker der SGD, denen sie nach dem Spiel zu Hunderten entgegenschmetterten: „Wir sind Dynamo und ihr nicht“. Das zeigte Wirkung, die Profis suchten das Weite. Nichts war aus der geplanten Aussöhnung mit den leidenschaftlichen Anhängern geworden. Dem stand einmal mehr die eigene Leistung im Weg. Die Art des Fußballs, den Dynamo spielt, mag zwar phasenweise ansehnlich sein, doch effektiv ist sie keineswegs. Und in der aktuellen Phase, in der nicht viel zusammenläuft, vermissen die Fans einen Spieler, der auf den Tisch haut.

Mehr zur SG Dynamo Dresden

Sie vermuten, dass die Mannschaft sich zu leicht ihrem Schicksal fügt, nachdem Woche für Woche die gleichen Resultate erzielt werden und in den anschließenden Interviews in der Mixed Zone immer wieder die gleichen Sätze zu hören sind. Sind nach außen hin alle aalglatt und weichgespült? Selbst einstige „Rabauken“ wie ein Patrick Ebert?

„Wenn du vom Typ einer bist, der gerne mal laut ist und gerne mal dazwischen geht, dann bist du so. Wenn einer aber eher der Ruhigere ist – ein Matthäus Taferner wird nie dazwischenhauen“, meint Cristian Fiel dazu, der sich aber vor allem Gedanken um das Spiel macht – und nicht darum, „ob in der Mannschaft genug Reibung ist oder nicht. Ich hatte in 17 Jahren noch keinen Trainer, der gesagt hat: Ich habe zu wenig Reibung, jetzt reibt euch mal.“

Ralf Minge will unbedingt mehr Feuer sehen: „Wir können uns nicht einbuddeln, sondern müssen das Thema annehmen. Das sagt schon das Wort Abstiegskampf: In dem Bereich müssen wir zulegen und diese Tugenden an den Tag legen.“

Caroline Grossmann/Stefan Schramm

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN