18. Juli 2019 / 08:31 Uhr

Dynamo Dresden muss auf Moussa Koné verzichten

Dynamo Dresden muss auf Moussa Koné verzichten

DNN
Dresdner Neueste Nachrichten
In diesem Zweikampf mit dem Pariser Stanley N’Soki (l.) verletzte sich Dynamo-Stürmer Moussa Koné – nun fällt er erstmal aus.
In diesem Zweikampf mit dem Pariser Stanley N’Soki (l.) verletzte sich Dynamo-Stürmer Moussa Koné – nun fällt er erstmal aus. © Steffen Manig
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Das Testspiel von Dynamo Dresden gegen Paris begeisterte die Massen. Am Tag danach gab es allerdings auch eine schlechte Nachricht: Moussa Koné ist verletzt. Mit einer Innenbandzerrung am linken Knie muss der Stürmer der Schwarz-Gelben vorerst pausieren.

Dresden. Dynamo Dresdens Ehrentor bei der 1:6-Heimniederlage im Testspiel gegen Paris Saint-Germain war ihm noch geglückt. Doch nur vier Minuten nach seinem zum Endstand verwandelten Elfmeter gegen das Star-Ensemble von der Seine hatte Moussa Koné zwangsläufig Feierabend. Der bei dem Fußballfest gegen Frankreichs Meister am Dienstagabend erst mit Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselte Stürmer musste verletzt vom Platz. Nach einem Duell mit dem französischen U20-Nationalspieler Stanley N’Soki blieb er mit Schmerzen auf dem Rasen liegen. Nach kurzer Behandlung war klar, dass es für ihn nicht weitergeht. Max Kulke kam dafür in die Partie.

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Dynamo Dresden verliert das Testspiel gegen Paris Saint-Germain mit 1:6. Zur Galerie
Dynamo Dresden verliert das Testspiel gegen Paris Saint-Germain mit 1:6. ©

Gestern teilten die Schwarz-Gelben nun die Diagnose mit: Innenbandzerrung am linken Knie. Koné muss demnach vorübergehend pausieren, befindet sich aber bereits im individuellen Rehaprogramm. „Das Spiel gegen Paris war für uns alle etwas ganz Besonderes, leider endete der Abend trotz meines Treffers für mich persönlich nicht so glücklich. Ich bin aber jetzt erst einmal froh, dass ich mir keine schwere Verletzung zugezogen habe. Ich hoffe, dass ich schnell ins Training zurückkehren kann, um möglichst wenig Zeit vor dem Saisonauftakt zu verlieren“, sagte der 22-Jährige.

Das ist der Wermutstropfen nach einem in sportlicher wie finanzieller Hinsicht sonst rundum positiv verlaufenen Tag für die SGD, die sich an einem für Mannschaft und Fans gleichermaßen besonderen Abend mit der Crème de la Crème des Fußballs messen durfte. Deutlich unterlegen zwar, aber: „Eindrücklich und lehrreich“ war es für Dynamo, sagte Kapitän Niklas Kreuzer. „Wir sehen es ja wöchentlich in der Champions League vor dem Fernseher, aber es ist noch mal etwas anderes, wenn du es live erlebst. Unfassbar. Was diese Jungs draufhaben, ist nicht von dieser Welt“, schwärmt der26-Jährige.

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Trainer Christian Fiel kritisiert Dynamos Verteidigung

Cheftrainer Cristian Fiel wusste die Leistung seiner Spieler genau einzuordnen, übte aber auch Kritik am Zustandekommen der Gegentore: „Wir brauchen über die Qualität von Paris nicht zu sprechen, aber ein einfacher Ball in die Spitze und Kylian Mbappé geht alleine aufs Tor zu – das kann gegen Fürth oder Sandhausen auch passieren. Das müssen wir besser verteidigen.“ So konnte er auch aus dem ungleichen Duell einige Schlüsse im Hinblick auf den nahenden Saisonauftakt gegen den 1. FC Nürnberg am 27. Juli ziehen.

Für seinen Pariser Kollegen Thomas Tuchel war es ein ordentlicher Aufgalopp, das erste Testspiel der diesjährigen Saisonvorbereitung. Tuchel kennt Fiel seit 20 Jahren, als sie in gemeinsamen Stuttgarter Tagen lose miteinander befreundet gewesen seien. Auf Fiels Co-Trainer Patrick Mölzl traf Tuchel dann einige Jahre später beim FC Augsburg. „Das sind zwei Schlitzohren, die machen das gut zusammen“, lobte Star-Coach Tuchel Dynamos Trainerduo.

Paris-Trainer Tuchel begeistert von der Stimmung im Stadion

Die Dresdner spielten „manchmal vielleicht zu mutig und haben es mit einem Ballverlust bitter bezahlt. Der Qualitätsunterschied ist groß und das muss auch so sein. Dadurch, dass wir sehr diszipliniert und seriös gespielt haben in der Struktur, war es schwer für Dresden, den vielleicht besseren Fitnesszustand auszuspielen. Das haben wir gut gemacht. Und Dresden hat es auch phasenweise sehr gut gemacht“, so das Fazit von Tuchel nach der Partie, der auch das Drumherum „sensationell“ fand: „Top Stadion, top Fans, ausverkauft, Flutlicht. Wer da keinen Bock hat, muss den Beruf wechseln – sofort“, sagte der 45-Jährige.


Dass die Dynamofans regelmäßig in Massen ins Stadion strömen, war auch dem früheren Mainzer und Dortmunder Chefcoach wohlbekannt. „Meine Spieler lieben es auch, auf der Bühne zu spielen. So ein Rahmen hat uns jetzt auch eher geholfen. Da hat jeder Lust, sich zu zeigen“, erklärte Thomas Tuchel, der mit seinen Mannen trotz Nachtflugverbots in Klotzsche am Mittwoch um 0:30 Uhr in Richtung Paris abhob. Eine Sondergenehmigung machte es möglich. Was aber bleibt, sind viele Erinnerungen an ein Fußballfest – und ein Koné, der gewiss bald wieder auf die Beine kommt.

Von Caroline Grossmann und Stefan Schramm