18. September 2021 / 08:40 Uhr

Dynamo Dresden hofft in Darmstadt auf die Trendwende

Dynamo Dresden hofft in Darmstadt auf die Trendwende

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt hofft am Sonntag beim SV Darmstadt 98, dass seine Truppe wieder punktet. Seine Mannschaft hat zuletzt zweimal verloren.
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt hofft am Sonntag beim SV Darmstadt 98, dass seine Truppe wieder punktet. Seine Mannschaft hat zuletzt zweimal verloren. © Jochen Leimert
Anzeige

Die Schwarz-Gelben müssen am Sonntag um 13.30 Uhr am Böllenfalltor Farbe bekennen. Die Gastgeber vom SV Darmstadt 98 wollen in der Tabelle mit den Sachsen gleichziehen oder sie sogar überflügeln.

Dresden. Die beiden Niederlagen gegen Paderborn (0:3) und in Heidenheim (1:2) haben wehgetan, doch sie sind Vergangenheit. Für Dynamo Dresden gilt es am Sonntag (13.30 Uhr) beim Auswärtsspiel in Darmstadt die Trendwende zu schaffen und in die Erfolgsspur zurückzukehren. Beim Aufsteiger von der Oberelbe ist man auch ganz zuversichtlich, das Vorhaben erfolgreich zu gestalten. Das Mannschaftsklima sei nach wie vor bestens, glaubt Trainer Alexander Schmidt. Der 52-Jährige könnte im Stadion am Böllenfalltor auch wieder auf Mittelfeldspieler Luca Herrmann zurückgreifen. Der Neuzugang vom SC Freiburg II hat die Stauchung in seinem Knie auskuriert, steht wieder voll im Training.

Anzeige

Spielen wird Herrmann nach seiner Pause wahrscheinlich nicht gleich von Anfang an, denn große Änderungen in der Startelf sind nicht unbedingt nötig. Denn Schmidt war trotz der späten 1:2-Niederlage in Heidenheim mit dem Auftritt seiner Mannen auf der Ostalb nicht völlig unzufrieden: “Klar war nicht alles toll im Spiel, und wir hatten unsere Phasen, wo es nicht so lief, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber wir hatten auch sehr gute Phasen und Chancen.” Schmidt glaubt, dass seine Spieler jetzt geraderücken wollen, was zuletzt schiefgelaufen ist: “Sie wollen eine Trotzreaktion zeigen. Sie wollen das Ding drehen. Da war nach dem letzten Spiel eine Wut im Bauch, man war sauer.” Er hofft, dass sich die Mannschaft auf ihre Tugenden besinnt, in Südhessen wieder laufstark und aggressiv auftritt, “griffig” ist und dabei die Konzentration nicht verliert. Dynamo dürfe nicht zulassen, dass sich die “Lilien” die Gäste zurechtlegen und mit ihrem starken Sturmduo Philipp Tietz (5 Saisontore) und Luca Pfeiffer (3 Treffer) zuschlagen.

Dynamo-Trainer Alexander Schmidt über den nächsten Gegner aus Darmstadt

Yannick Stark, in Darmstadt geboren und einst im Trikot der 98er unterwegs, freut sich, dass im Stadion wieder Stimmung aufkommen kann, Zuschauer da sein werden. Als er 2020 aus seiner Heimatstadt in Richtung Dresden umzog, konnte er sich nicht von den Fans verabschieden, da damals nur Geisterspiele am “Bölle” stattfanden. Er ist sich sicher, dass Dynamo anno 2021 dort punkten kann. Die Mannschaft sei nicht nervös geworden nach den letzten beiden Niederlagen: “Wir sind sehr gut gestartet, stehen mit zehn Punkten nach wie vor sehr gut da. Wir wissen, die Situation gut einzuschätzen. Die Heidenheim-Niederlage hat bei mir und der ganzen Mannschaft noch mal einen Tag länger wehgetan, denn in der letzten Minute zu verlieren ist immer extrem bitter. Aber letztlich haben wir uns trotzdem darauf besonnen, dass es im Prinzip ein ordentliches Spiel war, wir durchaus auch hätten gewinnen können.”

Mehr zur SG Dynamo Dresden

Wenn man die individuellen Fehler abstellen kann, nicht wieder Lehrgeld wie zuletzt zahlt, dann werde man auch erfolgreicher sein, so der 30-Jährige. Grundsätzlich stimme die Leistung, das beruhige ihn: “Wenn wir unsere Vorgaben gut umsetzen, griffig sind, dann ist auch in Darmstadt etwas möglich.” Ein Punkt auswärts - das wäre schon was, denn es gilt den Abwärtstrend zu stoppen. Mit einem Zähler könnte man die Südhessen (derzeit sieben Punkte) in der Tabelle der 2. Bundesliga auch weiter hinter sich lassen.

In Darmstadt gibt es für die Fans - ein paar dürfen auch aus dem Dresdner Lager wieder vor Ort dabei sein - ein Wiedersehen mit drei Ex-Dynamos: Mittelfeldspieler Tobias Kempe (32), Angreifer Erich Berko (27) und neuerdings auch Abwehr-Allrounder Jannik Müller (27) stehen bei den 98ern unter Vertrag, sind derzeit aber nicht erste Wahl. Aber wer weiß? Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht ist mit allen Wassern gewaschen, immer für eine Überraschung gut. Man wird sehen, ob der 48-Jährige (Vertrag bis 2023) wieder etwas ausgeheckt hat, um den dritten Heimsieg der Saison einzufahren.