05. April 2019 / 14:52 Uhr

Dynamo Dresden gegen Union Berlin: Ein Wiedersehen alter Weggefährten 

Dynamo Dresden gegen Union Berlin: Ein Wiedersehen alter Weggefährten 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In Unions letztem Auswärtsspiel in Heidenheim vor drei Wochen durfte Torvorbereiter Akaki Gogia (l.) mit Schütze Robert Zulj jubeln, ging dann aber noch als Verlierer vom Feld.
In Unions letztem Auswärtsspiel in Heidenheim vor drei Wochen durfte Torvorbereiter Akaki Gogia (l.) mit Schütze Robert Zulj jubeln, ging dann aber noch als Verlierer vom Feld. © dpa
Anzeige

Union Berlins Gastspiel bei Dynamo Dresden am Sonntag steht unter besonderen Vorzeichen. Für Cristian Fiel und Akaki Gogia kommt es jeweils zum Aufeinandertreffen mit dem Ex-Verein.

Anzeige

Dresden/Berlin. Für Dynamo-Trainer Cristian Fiel und Union-Stürmer Akaki Gogia kommt es in der 2. Fußball-Bundesliga zu einem besonderen Duell. Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) treffen beide im Ostderby zwischen Berlin und Dresden auf ihre ehemaligen Vereine und können eine stimmungsvolle Begegnung erwarten. Im ausverkauften Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion werden 30 500 Zuschauer erwartet. Der frühere Dresdner Gogia weiß genau, worauf es ankommen wird. „Es ist ein Derby. Da wird es zur Sache gehen. Wie ich Cristian Fiel kenne, wird er die Jungs richtig heiß machen“, sagte der 27-Jährige. „Er lebt diesen Verein. Es ist für uns und die Spieler ein wichtiges Spiel.“ Gogia hatte 2016/17 in 22 Zweitligapartien zehn Tore für Dynamo geschossen. „Fielo“ hatte seine Spielerkarriere bei der SGD bereits ein Jahr zuvor beendet.

Anzeige

DURCHKLICKEN: Dynamo vs. Union - Bilder aus 18 Jahren spannender Duelle

17. April 1999: Matthias Großmann (Dresden, re.) hängt am ballführenden Unioner Steffen Menze. Zur Galerie
17. April 1999: Matthias Großmann (Dresden, re.) hängt am ballführenden Unioner Steffen Menze. ©

Von einer Union-Krise wegen der beiden Niederlagen beim 1. FC Heidenheim (1:2) und daheim gegen den SC Paderborn (1:3) wollte Gogia nicht reden. Er verwies auf die Torchancen, die Union in beiden Spielen hatte: „Jetzt haben wir gefühlt zwei Backpfeifen bekommen. Wir werden versuchen, am Sonntag in Dresden unsere Tore zu machen.“ Gogias persönliche Einsatzchancen stehen dabei nicht schlecht, denn die Auftritte seines Konkurrenten Carlos Mané waren zuletzt eher dürftig.

„Wir wollen es in Dresden ganz sicher besser machen“

In der Hinrunde dieser Saison war Gogia noch Stammspieler, kam in der Regel von Beginn an zum Einsatz. Das torlose Remis gegen die Dynamos am 28. Oktober 2018 im Stadion An der Alten Försterei war dennoch eine von nur drei Partien dieser Spielzeit, bei denen „Andy“ über die kompletten 90 Minuten mitwirkte. Schon in der ersten Saisonhälfte wurde er häufig aus-, seit November aber meist nur noch eingewechselt, da er oft Bankdrücker ist. Trainer Urs Fischer gibt vielmals anderen Akteuren den Vorzug. Zuletzt stand Gogia vor einem Monat beim 2:0-Heimsieg gegen Ingolstadt über die volle Spielzeit auf dem Rasen.

DURCHKLICKEN: Die Bilder aus dem Hinspiel

Die SG Dynamo Dresden war am 28. Oktober 2018 zu Gast bei Union Berlin. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden war am 28. Oktober 2018 zu Gast bei Union Berlin. ©

Nach den beiden folgenden Niederlagen – erstmals in dieser Saison verlor die Fischer-Elf zweimal in Folge – wollen sich die in der Tabelle aktuell drittplatzierten Unioner nun berappeln. Besonders die verdiente Pleite gegen Paderborn schmerzt, denn nicht nur die Verfolger im Aufstiegskampf rückten näher, sondern die Köpenicker verloren auch noch ihren Heimnimbus und die Alte Försterei ihren Festungscharakter. Zuvor waren sie 20-mal in Serie und insgesamt 14 Monate lang in der heimischen Wuhlheide ungeschlagen geblieben. „Mich ärgert nicht, dass eine Serie zu Ende gegangen ist, sondern die Art und Weise. Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht“, meinte Urs Fischer und ergänzte: „Wir wollen es in Dresden ganz sicher besser machen.“

Fiel und Union mit Europacup-Erfahrung

Stürmer Sebastian Polter gelang nur noch der 1:3-Ehrentreffer. Der 17-minütige Kurzeinsatz Polters bei seinem Comeback nach überstandener Mittelfußverletzung gehörte zu den Lichtblicken beim 1. FC Union. Dessen Niederlage hatte mit Steffen Baumgart ausgerechnet ein ehemaliger Köpenicker mitzuverantworten. Der Trainer des SC Paderborn, der seit seiner Zeit als Union-Spieler von 2002 bis 2004 bekennender Fan der „Eisernen“ ist, jubelte beim Triumph in seiner Wahlheimat entsprechend verhalten. Die Berliner hatten bereits das Heimspiel vor sechs Wochen gegen den von ihrem einstigen Coach (2007–2014) Uwe Neuhaus trainierten DSC Arminia Bielefeld nicht gewinnen können (1:1).

Mehr zur SG Dynamo Dresden

Am Sonntag steht die nächste Partie gegen eine von einem Ex-Unioner gecoachte Elf an. Als junger Profi trug Dynamo-Trainer Cristian Fiel von 2001 bis 2003 das Union-Trikot. Der damalige Offensivmann bestritt 56 Pflichtspiele, in denen ihm zehn Tore gelangen. Der frischgebackene Fußball-Lehrer stand 2001 auch in allen vier Europacup-Spielen der Eisernen gegen Haka Valkeakoski (1:1, 3:0) und Litex Lowetsch (0:2, 0:0) auf dem Platz. Nun gibt es das Wiedersehen in Liga zwei.