16. Januar 2020 / 08:00 Uhr

Dynamo Dresden festigt den Abwehrverbund

Dynamo Dresden festigt den Abwehrverbund

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamos Rechtsverteidiger Niklas Kreuzer (r.) attackiert den Bukarester Andrei Sin.
Giftig: Dynamos Rechtsverteidiger Niklas Kreuzer (r.) attackiert den ballführenden Bukarester Andrei Sin. © Jochen Leimert
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Die SG Dynamo Dresden bleibt gegen Dinamo Bukarest zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor. Die Kauczinski-Truppe stellt bislang die drittschlechteste Abwehr der 2. Fußball-Bundesliga. Im Trainingslager tankt sie frisches Selbstvertrauen.

Mijas. In den ersten Tagen in Spanien hat Dynamo Dresden viel am Defensivverhalten gearbeitet. Hinten sicher stehen, keine Gegentore zulassen - so lautete die Devise von Trainer Markus Kauczinski. Die beharrliche Beschäftigung mit dem Thema, das genaue Erklären verschiedener Möglichkeiten, die gewünschte Kompaktheit im Abwehrverbund herzustellen - es scheint sich auszuzahlen. Wie schon beim ersten Test des neuen Jahres beim Drittligisten FSV Zwickau (1:0) konnte die Sportgemeinschaft im zweiten Vorbereitungsspiel gegen den rumänischen Erstligisten Dinamo Bukarest Gegentreffer vermeiden und wieder mit 1:0 gewinnen. Ein Mutmacher für die Schwarz-Gelben, die gegen die oft hart einsteigenden Rumänen bissig zur Sache gingen, sich wehrten.

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Florian Ballas über den Sieg gegen Bukarest

Alle arbeiten mit nach hinten

Kauczinski freute sich über das Auftreten seiner Mannschaft: “Wichtig ist, dass die Jungs das, was wir trainieren, auch umsetzen. Das hat gut geklappt.” In beiden Halbzeiten, mit zwei verschiedenen Mannschaften - nur Florian Ballas spielte durch -, habe Dynamo kaum etwas an gegnerischen Aktionen vor dem eigenen Tor zugelassen, so der Coach. “Es war noch nicht alles perfekt”, weiß Abwehrchef Ballas, aber jeder habe begriffen, dass alle, die auf dem Platz stehen, Teil des Defensivverbundes sind. “Das ist das, was der Trainer von uns einfordert”, so Ballas. Schon die Stürmer müssten bei Ballverlust versuchen, die Kugel zurückzuerobern, Lücken zu schließen. Da seien Fortschritte klar erkennbar, glaubt der Innenverteidiger, der gegen Bukarest 90 Minuten lang die Kapitänsbinde trug.

Dynamo Dresden bezwingt Dinamo Bukarest.

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Eigentlich wäre Ballas wie alle anderen, die in der Startelf standen, zur Pause ausgewechselt worden, wenn Jannik Müller keine Beschwerden am Hüftbeuger hätte und spielen könnte. Zwar hat Dynamo neben Ballas, Müller und Kevin Ehlers noch Jannis Nikolaou und das U19-Talent Maximilian Großer zur Verfügung, die eine Position in der Innenverteidigung ausfüllen können, doch möglicherweise verpflichten die Dresdner noch einen erfahrenen Haudegen fürs Abwehrzentrum, um mögliche Verletzungen und Sperren besser auffangen zu können. Sowohl Ballas als auch Müller waren in der Hinrunde nicht komplett beschwerdefrei, ob der junge Großer vor vollem Haus bei einem möglichen Zweitliga-Debüt gleich überzeugen könnte, weiß niemand. Für Experimente ist jetzt aber keine Zeit - Dynamo muss auf Nummer sicher gehen, wenn in den Spielen hinten wieder die Null und am Ende der Klassenerhalt stehen soll.