15. Januar 2021 / 20:37 Uhr

Dynamo Dresden beschäftigt sich mit Würzburgs Leroy Kwadwo

Dynamo Dresden beschäftigt sich mit Würzburgs Leroy Kwadwo

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Leroy Kwadwo hat in Würzburg kaum Chancen auf Einsatzzeit und scheint einem Wechsel nach Dresden nicht abgeneigt.
Leroy Kwadwo hat in Würzburg kaum Chancen auf Einsatzzeit und scheint einem Wechsel nach Dresden nicht abgeneigt. © imago images/Beautiful Sports
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Die SG Dynamo Dresden reagiert offenbar auf die Verletzungsprobleme in der Abwehr. Der Drittliga-Spitzenreiter bastelt an einer Neuverpflichtung aus der 2. Bundesliga. 

Dresden. Die Verletzungsmisere bei Dynamo Dresden hat den Drittliga-Tabellenführer offenbar dazu veranlasst, seinen ausgedünnten Kader mit einer Neuverpflichtung aufzufüllen. Laut einem Bericht der "Bild" will die Sportgemeinschaft offenbar Leroy Kwadwo vom Zweitligisten Würzburger Kickers verpflichten. Der 24-Jährige ist 1,85 Meter groß, kann als Links- oder Innenverteidiger eingesetzt werden und wäre so von den Positionen her der ideale Ersatz für die verletzten Routiniers Chris Löwe und Marco Hartmann, die noch lange wegen Knieproblemen pausieren müssen. Zudem ist Kapitän Sebastian Mai, wie Hartmann zuletzt als Innenverteidiger eingesetzt, noch im Aufbautraining. Mit Kevin Ehlers und Tim Knipping hat Dynamo zwar noch starke Innenverteidiger und auch den jungen Maximilian Großer in der Hinterhand, aber auf der linken Seite steht nur Jonathan Meier bereit. Fällt die bislang ordentlich spielende Vertretung von Chris Löwe aus, stünde Dynamo ohne Kwadwo auf dem Schlauch. Dann müsste der unerfahrene Jonas Kühn (aus der U19 aufgerückt) ran, für den die 3. Liga absolutes Neuland ist.

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Blessuren auch im Mittelfeld

Kwadwo (bislang 25 Drittliga-Spiele) ist trotz seines exotischen Namens in Deutschland geboren, hat auch einen deutschen Pass, sein Vater stammt aus Ghana. Kwadwo junior spielte früher u.a. bei Rot-Weiss Essen, Schalke II, Fortuna Düsseldorf II. 2019 ging er nach Würzburg, stieg mit den Franken in die 2. Bundesliga auf, wo es aber für ihn bisher nicht gut lief. Nur vier Einsätze hatte der Abwehrspieler bislang, ganze zwei davon währten jeweils 90 Minuten. Dreimal wurde er als Linksverteidiger eingesetzt, einmal als Innendecker. Nach der kurzen Weihnachtspause gehörte er dreimal nicht zum Kader von Trainer Bernhard Trares. Laut "Bild" sollen sich der Spieler und Dynamo schon einig sein, die Freigabe für Kwadwo liegt aber wohl noch nicht vor.

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Derweil könnte sich Dynamo auch noch mal nach einem zentralen Mittelfeldspieler umsehen, nachdem klar ist, dass Regisseur Patrick Weihrauch (drei Treffer, fünf Vorlagen) monatelang ausfällt. Sein kaputtes rechtes Sprunggelenk wird kommende Woche in München operiert. Dynamo-Rückkehrer Marvin Stefaniak dürfte seinen Part erst einmal übernehmen, wenn die Dresdner wieder aus der Corona-Quarantäne entlassen werden und spielen dürfen. Ob Dynamo die restlichen 20 Spiele auf der Zehnerposition aber allein auf den Hoyerswerdaer setzen will, ist fraglich. Stefaniaks Leistungen waren bislang schwankend, den Konkurrenzkampf mit Weihrauch verlor er klar.