24. November 2019 / 14:37 Uhr

Dynamo-Coach Fiel kontert Hecking-Lob: „Es zählen die Ergebnisse“

Dynamo-Coach Fiel kontert Hecking-Lob: „Es zählen die Ergebnisse“

dpa
Dresdens Cheftrainer Cristian Fiel 
Dynamo-Coach Cristian fiel: „Es zählen die Ergebnisse. Über die Art und Weise spricht niemand mehr.“ © Dennis Hetzschold
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Außer viel Lob gab es für Dynamo Dresden in Hamburg nichts zu holen. Trainer Cristian Fiel muss seine Mannschaft wieder einmal aufbauen, denn in den nächsten beiden Heimspielen sind Siege Pflicht.

Hamburg/Dresden (dpa) – Die Busreise zurück nach Dresden war sicherlich keine stimmungsvolle. Denn nach der achten Saisonniederlage vom Samstag hingen die Köpfe bei allen Akteuren der SG Dynamo Dresden tief nach unten. Doch schmerzte dabei nicht nur die Niederlage beim Hamburger SV an sich, sondern vor allem die Art und Weise, wie der Vorletzte der 2. Fußball-Bundesliga den möglichen Sieg beim Aufstiegsaspiranten verschenkte.

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„Im Bus oder wenn wir morgen früh aufwachen, dann wird dieses Gefühl kommen, wo du merkst, dass du mit Null punkten nach Hause fährst. Und das ist einfach bitter“, sagte Dynamos Trainer Cristian Fiel nach der bitteren 1:2-Niederlage. Denn erst tief in der Nachspielzeit gelang dem HSV der Sieg durch David Kinsombi.

Viel Lob für SGD

Rund sechs Stunden dauerte die Fahrt mit dem Bus nach Dresden. Viel Zeit also für den 39-jährigen Spanier und seine Mannschaft über das nachzudenken, was da in Hamburg passierte. Denn – wie so oft in dieser Saison – gab es vom Gegner nach dem Abpfiff viel Lob. Spielerisch gehöre Dynamo Dresden mit zu den Besten im Bundesliga-Unterhaus, erklärte Hamburgs Trainer Dieter Hecking.

Die knapp 95 Minuten zuvor hielt Dynamo auch gegen den Liga-Krösus HSV lange Zeit mit und hatte nach der 1:0-Führung sogar weitere gute Möglichkeiten das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge sprach sogar von der „vielleicht besten Saisonleistung.“ Nur war die Fiel-Elf nicht in der Lage, die gebotenen Konter ordentlich zu Ende zu spielen. Und so muss auch Dynamos Coach wieder einmal trotz allen Lobes festhalten: „Es zählen die Ergebnisse. Über die Art und Weise spricht niemand mehr.“

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Anschluss an Nichtabstiegsplätze bedroht

Fiel hofft, dass seine Spieler Heckings Worte dennoch vernommen haben. Wenn nicht, so wird er sie ihnen noch einmal auf der Heimfahrt überbracht haben. „Ihre Seele leidet gerade richtig, da müssen sie das mitnehmen. Trotzdem muss uns bewusst sein, dass wir Punkte holen müssen“, erklärte der 39-Jährige.

Zwölf sind es derzeit nach 14 Spielen. Dresden droht den Anschluss an die Nichtabstiegsränge zu verlieren, auch weil es auswärts bis auf zwei Remis noch ohne Zählbares dasteht. So ist es wohl ein kleiner Vorteil, dass nun gegen Holstein Kiel und den SV Sandhausen zwei Heimspiele folgen. Sechs Punkte sind aus den beiden Partien fast schon Pflicht.


Ohnehin sei es aber der Anspruch von Dynamo Dresden, jedes Spiel zu gewinnen, sagt Fiel. Das habe er seiner Mannschaft auch vor der Partie in Hamburg gesagt. Vize-Kapitän Niklas Kreuzer steht ihm bei: „Wir gehen in beide Spiele so rein. Wenn ich jetzt sagen würde, dass wir in einem Heimspiel gegen Kiel 1:1 spielen wollen, dann ist das Schwachsinn. Nur mit Punkten kommst du unten raus, mit Schönspielen nicht“, erklärte der 26 Jahre alte Torschütze vom Samstag und verrät auch wie das gelingen soll: „Schießen, schießen, schießen.“