10. September 2020 / 18:05 Uhr

Dreierpack von Murat Kar: VfB Peine besiegt Vöhrum mit 4:1

Dreierpack von Murat Kar: VfB Peine besiegt Vöhrum mit 4:1

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Klare Sache: Der VfB Peine (links Felix Förster) gewann das Stadtderby gegen Arminia Vöhrum (rechts Lucas Lange) mit 4:1.
Klare Sache: Der VfB Peine (links Felix Förster) gewann das Stadtderby gegen Arminia Vöhrum (rechts Lucas Lange) mit 4:1. © Foto: Isabell Massel
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Nach der Auftaktpartie in Groß Lafferde verloren die Vöhrumer Fußballer auch das Stadtderby im Bezirkspokal gegen den VfB Peine. Der hatte das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle und mit Murat Kar einen echten Knipser in den eigenen Reihen: Der Peiner traf gleich dreimal und war damit maßgeblich am Sieg beteiligt.

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Zweites Derby, zweiter Sieg: Nachdem der VfB Peine zum Auftakt des Wettbewerbs um den Fußball-Bezirkspokal den SV Arminia Vechelde besiegt hatte, gewann er nun auch in Vöhrum deutlich: Mit 4:1 setzte er sich beim Bezirksliga-Aufsteiger durch. Wie die Arminien kassierte auch der TSV Wendezelle die zweite Niederlage im zweiten Pflichtspiel, unterlag er doch auf eigener Anlage dem TSV Hillerse mit 1:4.

Arminia Vöhrum – VfB Peine 1:4 (0:3). „Das war eine eindeutige Sache – der VfB war uns in vielen Sachen um einiges voraus“, sagte Vöhrums Coach Nils Könnecker. Insbesondere im ersten Durchgang habe der Gast klar dominiert. Zudem profitierten die Grün-Roten immer wieder von Fehlpässen, „die haarsträubend waren und nach denen es dann oft lichterloh bei uns gebrannt hat“, erklärte Könnecker, dessen Team zur Pause sogar noch höher hätte zurückliegen können. „Denn es gab einige Phasen, in denen wir einfach überfordert waren.“

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Erst als Tobias Zelder das 1:4 gelang (65.), „sind wir besser ins Spiel gekommen, haben auch ein bisschen Druck gemacht“. An der klaren Niederlage änderte das indes nichts. „Um auf diesem Niveau mithalten zu können, müssen alle Eckpfeiler da sein. Doch leider waren einige verletzungsbedingt nicht dabei“, bedauerte Könnecker. Zu dieser Liste gesellte sich nun auch Abwehrstratege Jannik Winkelmann, der in der 26. Minute den Platz verlassen musste. „Er hat sich das Knie verdreht. Ich hoffe, dass es nicht allzu schlimm ist.“ Allein an den Ausfällen wollte Könnecker das 1:4 jedoch nicht festmachen. „Es fehlte die Körpersprache und die Spannung – und das hat nichts mit Qualität zu tun, sondern mit der Einstellung. Darüber sollten sich einige mal Gedanken machen.“

Zufrieden hingegen war sein Gegenüber. „Denn wir haben insbesondere in der ersten Halbzeit nichts zugelassen und fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten – das Aufbau- und das Umschaltspiel haben super funktioniert“, freute sich VfB-Coach Bünyamin Tosun.

Nicht so gut gefiel ihm allerdings, „dass wir nach dem 4:0 in den Verwaltungsmodus gefallen sind“. Und das sei dann auch mit einem Gegentreffer bestraft worden. „Danach haben wir 15 Minuten zu pomadig und zu nachlässig gespielt“, bemängelte Tosun. Seine Elf fing sich jedoch wieder, „so dass wir in der Schlussphase alles unter Kontrolle hatten“, sagte Tosun. Lob gab es für den Dreifach-Torschützen Murat Kar. „Er war immer anspielbar und vor dem Tor eiskalt.“

Vöhrum: Walther – Behrens, Winkelmann (26. Tomalik), Soch, Zelder, Nensel, Milicevic, Rögner, Hein (70. Warmbold), Lange, Bettenbrock.

VfB Peine: F. Schrader – Schreiber, Förster, Kocak, T. Schrader (65. Popovci), Solomun, Bytyci (61. Darwish), Kaya, T. Driesen, Kar, K. Driesen (65. Bahls).

Tore: 0:1 Kar (17.), 0:2 K. Driesen (23.), 0:3, 0:4 Kar (38., 49), 1:4 Zelder (65.).

TSV Wendezelle – TSV Hillerse 1:4 (1:0). „Das Ergebnis täuscht ein wenig, denn so deutlich war es nicht“, bilanzierte Wendezelles Trainer Thomas Mainka. Nach 45 Minuten lag sein Team sogar noch mit 1:0 vorn. „Verdientermaßen, da wir in der ersten Halbzeit das bessere Team waren.“

Nach Wiederbeginn änderten sich jedoch die Kräfteverhältnisse. Die Gäste, ebenfalls in der Bezirksliga angesiedelt, erarbeiteten sich nun ein Übergewicht und nutzten dieses zu vier Treffern – die letzten beiden fielen allerdings erst in der Schlussphase. „Zuvor hatten wir noch zwei richtig gute Chancen, aber am Ende hat sich die Klasse der Hillerser durchgesetzt. Und unterm Strich ist der Sieg für sie auch verdient, weil sie ihn einfach mehr wollten“, resümierte Mainka. Unzufrieden war er aber dennoch nicht. „Angesichts unserer großen personellen Probleme haben wir uns gut verkauft.“

Wendezelle: Latzel – Walkemeyer, Schwan, Schulz, Torsten Erich (46. Thomas Erich), Glaesmann, Ahlers (53. Frasca), Woltmann, N. Plote, E. Plote, Schulze (66. Schelenz).

Tore: 1:0 E. Plote (24.), 1:1 Ziegler (51.), 1:2 Maire (75.), 1:3 Ehresmann (85.), 1:4 Maire (89.).