29. August 2019 / 22:41 Uhr

Drei Kreisligisten fliegen gegen klassentiefere Teams raus

Drei Kreisligisten fliegen gegen klassentiefere Teams raus

Matthias Preß und Sönke Rathje
Peiner Allgemeine Zeitung
Kreisligist TSV Hohenhameln konnte sich bei der Peiner SG (gelb) nicht durchsetzen.
Kreisligist TSV Hohenhameln konnte sich bei der Peiner SG (gelb) nicht durchsetzen. © ISABELL MASSEL
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Einige Überraschungen gab es in der 1. Runde des Brawo-Cups. So flogen die Kreisligisten TSV Hohenhameln, SSV Stederdorf und TSV Münstedt bei klassentieferen Mannschaften raus. Die SG Adenstedt und Germania Blumenhagen flogen aus dem Kreispokal, weil sie nicht antraten.

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PSG Peine – TSV Hohenhameln 2:0. „In der ersten Halbzeit standen wir sehr kompakt und haben kaum Chancen zugelassen. In der zweiten waren wir offensiv stark, aber hinten etwas anfällig“, sagte PSG-Mannschaftssprecher Ersin Bicici. „Insgesamt waren wir klar dominant, der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können.“ Die Hohenhamelner mussten nach dem 0:1-Rückstand den Torhüter wechseln, der umgeknickt war, und einen Feldspieler ins Tor stellen.

Tore: 1:0 Zdraveski, 2:0 Harewan.

Marathon Peine – SSV Stederdorf 6:4 n.E. (0:0,1:1). In der Stadtmeisterschaft hatte er ihn gegen Schwicheldt noch verschossen, heute verwandelte Mücahit Kavi den entscheidenden letzten Elfmeter sicher und sorgte für den Sieg gegen die klassenhöheren Stederdorfer. „Wir waren über weite Strecken des Spiels das überlegene Team, aber die Stederdorfer haben gut verteidigt“, meinte Marathons Coach Benjamin Weiß. Stederdorf blieb jedoch über Konter gefährlich und erzielte durch Alexander Giere so die Führung. „Im direkten Gegenzug haben wir den Ball dann vorne reingespielt und ein gegnerischer Abwehrspieler konnte den sonst starken eigenen SSV-Keeper überwinden. Danach ist nicht mehr so viel passiert“, sagte Weiß. „Zum Elfmeterschießen gehört immer auch Glück dazu, aber das haben wir uns heute in den 90 Minuten erarbeitet und den verdienten Sieg geholt.“

Tore: 0:1 Giere (60.), 1:1 Eigentor (62.).

SV Neubrück – TSV Meerdorf 2:3 (1:1). „Es war ein hartes und emotionales Derby“, sagte SV-Co-Trainer Harry Neumeister. „Wir hatten die Partie die ersten 30 Minuten im Griff und gingen in Führung.“ Das 1:1 durch Christoph Kaulbars fiel durch eine „Weltklasse-Einzel-Aktion“, bei der er sechs Gegenspieler aussteigen ließ. „In der zweiten Halbzeit haben wir den Anfang verpennt und sind in Rückstand geraten. Danach haben wir uns zurückgekämpft und waren nah dran am 3:3. Es war ein glücklicher Sieg der Meerdorfer.“

Tore: 1:0 Fiebig (25.), 1:1 Kaulbars (39.), 1:2 Winkler (51.), 1:3 Kaulbars (57.), 2:3 Scheffler (73.).

Rot-Weiß Schwicheldt – Arminia Vöhrum 0:2 (0:2). „Mit unserer Leistung bin ich zufrieden, mit dem Ausgang des Spiels natürlich nicht“, sagte Schwicheldts Co-Trainer Tobias Dreyer. „Unser Spiel sah viel, viel besser aus als zuletzt, auch was die Laufbereitschaft angeht.“

Beide Gegentore fielen durch Kopfbälle nach Eckstößen. „Da ist uns Vöhrum überlegen. Es war vielleicht auch unser Manko, dass wir trotz dieser Stärke der Arminia zu viele Ecken und Freistöße zugelassen haben.“

Die Gastgeber hätten in der 10. Minute in Führung gehen können, Lukas Bartscht verfehlte mit seinem Schuss aber knapp das Tor. Im weiteren Spielverlauf traf Kevin Badey, der Schiri hatte aber eine Absteitsstellung gesehen. Und kurz vor Schluss holte Arminia-Keeper Yannick Walther den Ball nach einem Freistoß von Pascal Taraschewski mit einer Glanzparade aus dem Bügel. Dreyers Fazit: „Es hat nicht unbedingt die bessere, sondern die cleverere Mannschaft gewonnen.“

Tore: 0:1 Janke (29.), 0:2 Schmerse (45.)

SSV Plockhorst – TSV Dungelbeck 2:3 (2:2). Pascal Hollstamm sicherte dem Kreisligisten mit seinem Tor das Weiterkommen. „Dungelbeck hat gut angefangen, während wir die Anfangsphase komplett verschlafen haben“, monierte SSV-Coach Lukas Schulze. „Nach dem 0:2 haben wir umgestellt und sind besser ins Spiel gekommen, der Lohn war das verdiente 2:2 zur Pause.“ Nach dem neuerlichen Rückstand für die Hausherren entwickelte sich ein echter Pokalfight. „Es ging dann hin und her, das war auch für die Zuschauer ein schönes Spiel“, lobte Schulze, der trotz des Ergebnisses zufrieden mit der Leistung seines Teams war.

Tore: 0:1 Plate (15.), 0:2 Wolochow (22.), 1:2 Schwerdtner (41.), 2:2 Isensee (43., Foulelfmeter), 2:3 Hollstamm (67.). Besonderes: Dungelbecks Plate verschießt in der 45. Minute einen Elfmeter.

TSV Bodenstedt – TSV Edemissen 0:2 (0:1). In der vierten Minute der Nachspielzeit sorgte Timo Meyer mit der letzten Aktion des Spiels für die Entscheidung zugunsten des Favoriten. „Dafür, dass Edemissen Kreisliga spielt, war das ein sehr ausgeglichenes Spiel“, sagte Bodenstedts Fußballobmann Michael Bark. „Wir haben gekämpft und hatten auch die deutlicheren Chancen, Edemissen hatte aber ein leichtes Chancenplus, insgesamt bin ich mit der Leistung unserer Mannschaft hochzufrieden.“

Tore: 0:1 Hamad (25.), 0:2 Meyer (90.+4).

SG Zweidorf/Wendeburg/Bortfeld – Bosporus Peine 0:7 (0:4). Der Kreisligist aus Peine setzte sich erwartungsgemäß deutlich gegen das Team aus der 3. Kreisklasse durch. Nach 17. Minuten eröffnete Emre Kocak den Torreigen, Tugay Akpunar traf als einziger Spieler doppelt.

Tore: 0:1 Kocak (17.), 0:2 Koc (20.), 0:3 Kalem (33.), 0:4 Altun (40.), 0:5 Öztürk (47.), 0:6,0:7 Akpunar (54., Foulelfmeter, 85.).

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MTV Eddesse – TSV Eixe 2:3 (1:2). „Ein Unentschieden und Elfmeterschießen wäre gerecht gewesen“, meinte Niko Wiekenberg, Trainer des Gastgeberteams aus der 2. Kreisklasse. Denn nachdem Emad Sido mit seinem zweiten Treffer den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielt hatte, habe sein Team mehrere Großchancen gehabt. In der Nachspielzeit habe der Kreisligist dann Riesenglück gehabt, dass es bei einem Foul an Nico Preuschoff keinen Elfmeter gab.

Tore: 1:0 Sido (38.), 1:1 Diallo (41.), 1:2 Schöde (45.), 1:3 Mörtzsch (67.), 2:3 Sido (78.).

TSV Clauen/Soßmar – TSV Münstedt 3:2 (2:1). Riesenjubel in der 89. Minute: Christoph Rösemann schoss beim Stand von 2:2 aufs Tor, Münstedts Keeper konnte den Ball nur abprallen lassen, und Louis Rehwagen köpfte ins Netz. „Im gesamten Spiel war es eine geschlossen Leistung unserer Mannschaft, die in Topform war“, sagte Clauens Fußball-Obmann Ali Khosravikhah. „Ein Klassenunterschied zum Kreisligisten war nicht zu sehen.“

Tore: 1:0 Walter (25.), 1:1 Rönnefahrt (30.), 2:1 Rehwagen (40.), 2:2 Zenker (55.), 3:2 Rehwagen (89.).

BSC Bülten - Pfeil Broistedt 5:6 n.E. (0:0,1:1). Der Kreisligist hatte im Elfmeterschießen die besseren Nerven gegen die klassentieferen Bültener, die unter ihrem neuen Coach Marcel Lautenbach eine starke Leistung zeigten. „Im ersten Durchgang waren wir das klar bessere Team mit den deutlich besseren Chancen, leider gehen wir aber mit einem 0:0 in die Kabine“, berichtete BSC-Mannschaftssprecher Kai Ulbrich. Im zweiten Durchgang wendete sich das Blatt und die Pfeile kamen besser ins Spiel, doch es war Bültens Patrick Frühling, der per Außenrist zum vielumjubelten 1:0 in der 88. Minute traf. „Wir haben dann versucht das Spiel über die Zeit zu bringen, aber leider haben wir dann doch noch einen abgefälschten Ball ins Tor bekommen“, ärgerte sich Ulbrich „Im Elfmeterschießen zu verlieren ist ärgerlich, aber wir haben uns nichts vorzuwerfen. Es hat nicht das bessere, sondern das glücklichere Team gewonnen.“

Tore: 1:0 Frühling (88.), 1:1 Gurev (90.+3).

Elfmeterschützen für Bülten: Göksen, Frühling (verschossen), Tahiri, Werner, Lautenbach (verschossen), Danisch, Ulbrich (verschossen)

Elfmeterschützen für Broistedt: Yesilöz (verschossen), D. Casavecchia, F. Rentel, F. Casavecchia, P. Casavecchia (verschossen) L. Rentel, Gurev.

TV Klein Ilsede – Adler Handorf 0:3 (0:1). Pflichtaufgabe erfüllt – Handorf zieht in die nächste Runde ein. „Ilsede stand die meiste Zeit hinten drin, nach vorne haben sie nur sehr wenig gemacht“, berichtete Adler-Trainer Philipp Wulfes. „Wir haben auf einem schwer zu bespielenden Platz unsere Hausaufgaben gemacht und sind in die nächste Runde eingezogen, dass ist alles was zählt.“

Tore: 0:1, 0:2 Herrmann (34.,55.), 0:3 Gawlista (73.).

SV Schmedenstedt – TSV Rietze/Alvesse 7:1 (5:0). Im Duell der Ligakonkurrenten hatten die Hausherren die Partie fest im Griff. „Wir waren von Anfang an dominant, der erste Treffer fiel durch einen berechtigten Elfmeter, danach haben wir zunächst zwei, drei weitere gute Möglichkeiten liegen gelassen, ehe die Tore dann fast zwangsläufig fielen“, sagte SV-Coach Dominik Feer. Dennoch zollte Feer dem Gegner Respekt: „Rietze hat eine absolut faire Partie abgeliefert und bis zum Schluss alles versucht, das ist bei so einem Ergebnis nicht selbstverständlich.“

Tore: 1:0 Mäder (13., Foulelfmeter), 2:0 Gomula (22.), 3:0 Ghazal (30.), 4:0 Röhr (36.), 5:0 Mäder (44.), 5:1 Brock (57.), 6:1 Gomula (77.), 7:1 Almohamad (89.).

Viktoria Ölsburg – Herta Equord 0:5 (0:3). „Der Sieg der Herta geht in Ordnung, ist aber drei Tore zu hoch ausgefallen“, meint Viktoria-Trainer Klaus Reinecke. Er hatte, nachdem die Gäste in der ersten Halbzeit besser waren, auf ein 4-4-2-System umgestellt, was gegen den Kreisligisten besser funktionierte. Allerdings: „Dreimal liefen wir allein aufs Tor zu und brachten den Ball nicht im Netz unter.“

Tore: 0:1 Sölter (14.), 0:2 Conrad (25.), 0:3 Bläsig (38.), 0:4 Klages (62.), 0:5 Bläsig (82., Foulelfmeter.).

Fortuna Oberg – TSV Sonnenberg 3:1 (3:1). „Das war eine tolle Mannschaftsleistung eines Teams, das so noch nie zusammengespielt hat und auch nicht wieder zusammenspielen wird“, sagte Fortuna-Coach Hubert Meyer. „In der Woche bekommen wir unseren Kader nicht zusammen. Zum Beispiel fehlte mir die gesamte Innenverteidigung.“ Dafür lief Sascha Pabst auf, der „seine Karriere vor zwei Jahren beendet hat“. Ausgerechnet er schoss das Tor zum 3:1 kurz vor dem Pausenpfiff.

In der zweiten Halbzeit verhinderten die Gastgeber mit Glück und Geschick weitere Gegentore. „Dabei hat Sonnenberg richtig Druck gemacht.“

Tore: 1:0 Bögershausen (9.), 2:0 Karjaka (27.), 2:1 Voges (43.), 3:1 Pabst (45.+2).