11. Juli 2019 / 10:47 Uhr

Doppelte Kanone und "geklaute" Schuhe: Das sind die Top-Torjäger in Oberhavel/Barnim

Doppelte Kanone und "geklaute" Schuhe: Das sind die Top-Torjäger in Oberhavel/Barnim

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Im Vorjahr gewann der SV Friedrichsthal um Elisabeth Baumgarten (l.) deutlich das Finale, nun soll der abermalige Einzug ins Endspiel gelingen. 
Elisabeth Baumgarten (l.) steht zum dritten Mal ganz oben in der Torjägerliste der Frauen-Kreisliga. © Robert Roeske
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Dennis Wilke holt sich gleich zwei Torjägerkanonen, Philipp Schramm verpasst die 50 und Elisabeth Baumgarten trifft in „geklauten“ Schuhen.

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Die Torjägerkrone des Fußballkreises Oberhavel/Barnim hat DennisWilke nur ganz knapp verpasst. 54 Tore hatte der 38-Jährige im abgelaufenen Spieljahr für die Reserve des SV Fürstenberg in der 2. Kreisklasse West erzielt. Eigentlich ein Riesenwert – aber in der Ost-Staffel traf Vitali Beimler von Waldhof Spechthausen noch zweimal mehr (56 Saisontore). Lange musste sich Wilke darüber nicht ärgern, immerhin war der Routinier dafür gleich in zwei Spielklassen erfolgreich.

Ein Torgarant war der Zabelsdorfer nämlich auch im Trikot der Ü35-Senioren des SV Zehdenick. Mit seinen 17 Treffern (Liga-Topwert) trug er maßgeblich dazu bei, dass sich die Havelstädter in der Kreisliga West für das Endspiel um die Kreismeisterschaft qualifizierten und dort auch den Titel holten (2:1 gegen Preussen Eberswalde). Dabei ist DennisWilke die Zahl seiner Tore gar nicht so wichtig. „Ich will einfach Spaß haben“, sagte der Stürmer, der in seiner Laufbahn im Herrenbereich für Zehdenick, Löwenberg und eben Fürstenberg auf Torejagd ging. Für seine beiden Mannschaften hatten seine „Buden“ dennoch unschätzbaren Wert, mit beiden Teams konnte Wilke den Staffelsieg bejubeln.

Ein Aufstieg mit der Fürstenberger Reserve sei aber ohnehin nicht geplant gewesen. „Wir sind quasi eine verjüngte Altherren-Mannschaft und würden uns mit der 1. Kreisklasse keinen Gefallen tun“, hatte Wilke schon im März gesagt – da hatte er gerade mal wieder mächtig was für sein Torekonto getan und allein sechs Treffer zum 11:1-Sieg gegen den SC Klein-Mutz beigesteuert. Und so signalisierten die Wasserstädter frühzeitig ihren Verzicht.

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Ein anderer „Knipser“ hat die 50-Tore-Marke nur knapp verpasst: Philipp Schramm von Kreisliga-West-Meister SG Storkow stand am Saisonende bei 49 Treffern. „Die 50 hätte ich natürlich gerne noch vollgemacht“, gibt er zu. Er sagt aber auch: „Ich bin ein Mannschaftsspieler, ich denke, das sieht man auch auf dem Platz. Ich lege sogar lieber mal einen vor, aber wenn mir ein Tor selbst gelingt, freue ich mich darüber natürlich auch“, so der Storkower, der seine Treffsicherheit nun in der Kreisoberliga unter Beweis stellen will. „Neben der Meisterschaft war es auch für mich persönlich eine unglaubliche Saison“, sagt Schramm rückblickend.

Baumgarten trifft in Torwart-Schuhen

Eine Marke hatte sich Elisabeth Baumgarten nicht gesetzt. Aber auch ohne eigenen Druck lief es bei der Angreiferin vom SV Friedrichsthal ziemlich gut. 52 Treffer gingen auf das Konto der 30-Jährigen. „Ich bin jetzt in der dritten Saison hintereinander ganz oben“, sagt sie, „aber so einen guten Wert hatte ich noch nie. Darüber freue ich mich persönlich.“ Ihr Erfolgsgeheimnis? „Vielleicht die Schuhe“, grinst die Friedrichsthaler Torjägerin. Die Töppen hat sie nämlich ihrem Freund Christian Mimietz „geklaut“, der ist Torhüter beim Birkenwerder BC. „Die hatte er sich zu klein bestellt“, erklärt Elisabeth Baumgarten. Sie ist auch stolz darauf, an mehr als der Hälfte aller Treffer des alten und neuen Kreismeister beteiligt gewesen zu sein. „Ich habe ja noch über 30 Tore vorbereitet“, berichtet sie. „Natürlich ist es der Anreiz, Tore zu schießen, aber ich lege auch ganz gerne mal welche auf.“

In der höchsten Kreisspielklasse der Männer, der Kreisoberliga, ging die Torjägerkanone seit langem wieder in den Barnim. Der Zepernicker Patrick Kain landete mit 29 Treffern ganz vorn. Nicolai Jelitto vom Vizemeister 1. SV Oberkrämer hatte mit einem Tor weniger das Nachsehen.

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