19. Januar 2020 / 17:01 Uhr

Sieglos beim Kaiser-Debüt: Hannover 96 enttäuscht gegen Regionalligist Viktoria Berlin

Sieglos beim Kaiser-Debüt: Hannover 96 enttäuscht gegen Regionalligist Viktoria Berlin

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dominik Kaiser (links) flankt den Ball.
Dominik Kaiser (links) flankt den Ball. © Florian Petrow
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Zwei Tests, kein Sieg: Das ist die ernüchternde Bilanz von Hannover 96 am Sonntag. Im zweiten Spiel kamen die Roten nicht über ein 3:3 gegen den Viertligisten Viktoria Berlin hinaus. Neuzugang Dominik Kaiser feierte eine ordentliche Premiere.

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Vierter Test des Jahres, aber auch gegen den schwächsten Gegner reichte es nicht zum Sieg. Beim 3:3 gegen den Viertligisten Viktoria Berlin spielte Hannover 96 in der HDI-Arena nicht so kompakt, wie Kenan Kocak die Partie zusammenfasste. „Viele Torchancen kläglich vergeben, in der Defensive auch kläglich verteidigt“, urteilte der 96-Trainer. „Einige haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Andere haben sich aber angeboten.“

Kaiser bringt viele Komponenten mit

Zu den positiven Erscheinungen zählt Dominik Kaiser. Der 31-Jährige war nach der Vertragsunterschrift und dem ersten Training am Samstagvormittag noch mal nach Kopenhagen geflogen. „Er hatte Stress“, erklärte Kocak, „es war wichtig, dass er noch mal 90 Minuten macht.“ Kaiser kommt von Bröndby Kopenhagen, sein 96-Vertrag gilt bis Juni 2022.

Kocak sieht „viele Komponenten, die er einbringen soll: Ballsicherheit, Tiefgang, taktisches Verständnis und seine Führungspersönlichkeit“.

Bilder vom Testspiel zwischen Hannover 96 und Viktoria Berlin

Florent Muslija (Mitte) schießt einen Freistoß aus kurzer Distanz. Zur Galerie
Florent Muslija (Mitte) schießt einen Freistoß aus kurzer Distanz. ©

Gerhard Zuber, Sportlicher 96-Leiter, machte klar, dass der Kapitän der Leipziger Aufstiegsmannschaft nicht nur kurzfristig helfen soll. „Mit Dominik holen wir einen Spieler, der auch mit Blick auf die kommende Saison ein wichtiger Baustein der Mannschaft sein wird.“

Gegen Viktoria Berlin war Kaiser noch nicht der Denker und Lenker, es war auch eher ein Vorglühen. „Die physische Komponente war wichtig“, meinte Kocak.

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Der 39-Jährige erklärte die Vorbereitung für beendet. Nach zwei freien Tagen geht es „ab Mittwoch volle Pulle Richtung Regensburg“. Noch hat 96 in 2020 nicht gewonnen. Nach drei Niederlagen gegen Bundesligisten (1:2 gegen Paderborn, 1:3 bei Werder, 1:2 in Wolfsburg) reichte es auch gegen den Regionalligisten Viktoria Berlin nicht zum Erfolg.

"Wir müssen da sein, wenn's drauf ankommt"

„Wichtig ist, dass wir gegen Regensburg gewinnen“, sagte Kocak. „Wir müssen da sein, wenn’s drauf ankommt.“ Für Kocak war’s dennoch ein aufschlussreicher Sonntag. „Die Fragen, die wir hatten, sind beantwortet. 90 Prozent der Startelf stehen“, wenn’s am 28. Januar wieder um Punkte geht.

Bis dahin soll noch ein Innenverteidiger verpflichtet werden. „Es laufen Gespräche“, bestätigte Kocak. Schon „Anfang der Woche“ soll auch ein Torwart als Ersatz für den nach Hoffenheim gewechselten Michael Esser präsentiert werden. „Wir sprechen mit drei Kandidaten“, erläuterte Kocak.