25. September 2020 / 18:58 Uhr

Doch noch mal Schwarzwald-Stadion: Eigentlich wäre Wolfsburg Debütant gewesen

Doch noch mal Schwarzwald-Stadion: Eigentlich wäre Wolfsburg Debütant gewesen

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Streich
Es dauert noch etwas: Das neue Freiburger Stadion ist noch nicht fertig, SCF-Trainer Christian Streich muss sich noch gedulden. © DPA
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Das neue Stadion des SC Freiburg ist noch nicht fertig, daher empfangen die Breisgauer den VfL am Sonntag doch noch einmal im Schwarzwald-Stadion. Ansonsten wäre der Wolfsburger Fußball-Bundesligist in der neuen Arena Debütant gewesen.

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Es war anders geplant, aber der VfL spielt am Sonntag (18 Uhr) beim SC Freiburg doch noch mal im Schwarzwald-Stadion. Die neue Arena der Breisgauer ist noch nicht fertig, daher geht's für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten erneut an die altehrwürdige Spielstätte. Die Stimmung dort wird aber dennoch gut sein, 3200 Fans dürfen dabei sein - und darauf freuen sich die Trainer beider Seiten.

Im November 2018 ging's los, das neue SCF-Stadion im Norden der Stadt wurde angefangen zu bauen. Aber schon damals war klar, dass es mit der Fertigstellung zur nun laufenden Saison eng wird. Daher wurde von Beginn an von den Freiburger Verantwortlichen sowohl mit dem neuen als auch mit dem alten Stadion geplant. Entsprechende Berücksichtigung fand das unter anderem beim Lizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball-Liga. Und es kam so wie erwartet, zudem erschwerte die Corona-Krise den Bau. 34.700 Plätze wird die neue Arena bieten, davon rund 12.400 Stehplätze analog zum Schwarzwaldstadion auf beiden Hintertor-Tribünen. Doch bis es so weit ist, müssen sich alle Beteiligten noch etwas gedulden - erst zur Rückrunde werden die Freiburger ihr neues Schmuckstück beziehen können.

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Schade nicht nur für die Gastgeber, sondern auch für die Wolfsburger. Denn der VfL wäre seinerseits am Sonntag Liga-Debütant, also der erste Gast im neuen Stadion gewesen. Für Trainer Oliver Glasner spielt es indes aber keine große Rollen, ob er mit seinen Jungs nun im neuen oder alten Stadion aufläuft - drei Punkte sollen her. "Ich kenne das neue Stadion nicht, daher ist es mir egal", so der Österreicher.

Viel schöner findet der Coach, dass diesmal wieder Fans dabei sein dürfen. Vor 500 Anhängern hatte der VfL gegen Leverkusen gespielt, ein Geisterspiel gab's gegen Desna Chernihiv. Und nun wird in Freiburg wieder vor Zuschauern gespielt. "Da wird eine gute Stimmung sein, das Stadion ist sehr kompakt", so Glasner.

Es stehen Sitzplätze auf der Haupt-, der Süd- und der Osttribüne zur Verfügung. Die Tickets wurden unter Mitgliedern des Sport-Clubs und des Fördervereins der Freiburger Fußballschule sowie Dauerkarteninhabern der Vorsaison verlost. Zudem gingen Karten an Menschen, die die Corona-Pandemie besonders hart getroffen hat oder die sich in der Zeit besonders für die Gesellschaft verdient gemacht haben. Auch Freiburg-Trainer Christian Streich kann es kaum erwarten: "Das ist super! Es geht darum, Schritt für Schritt zurückzukehren. Ich freue mich für uns und ich freue mich für die Leute."

Und die werden alles dafür tun, dass die Badener ihren zweiten Sieg in Folge feiern können. Daran glaubt auch Streich. "Wolfsburg ist stark und individuell sehr gut besetzt. Da müssen wir brutal verteidigen. Sie sind eine richtig gute Mannschaft", weiß der Coach. "Aber an einem guten Tag können wir auch eine richtig gute Mannschaft sein." Aber auch Glasner weiß, was für ein Gegner auf sein Team zukommt, den Freiburger 3:2-Sieg im Derby in Stuttgart hat er in Erinnerung. "Das Spiel war ein bisschen zweigeteilt - bis zum 3:0 hatten sie alles im Griff und waren sehr effizient. Am Ende hatten sie Glück, dass es nicht noch ein Unentschieden geworden ist", so Glasner, der den SC als "gestandene Truppe" bezeichnet, "die heimstark ist. Das ist wieder eine richtig gute Challenge für uns - wir freuen uns auf dieses Spiel."