22. April 2021 / 22:23 Uhr

Direkter Aufstieg rückt in die Ferne: Schwacher HSV blamiert sich in Sandhausen

Direkter Aufstieg rückt in die Ferne: Schwacher HSV blamiert sich in Sandhausen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Hamburger SV lässt in Sandhausen weitere Punkte im Abstiegskampf liegen.
Der Hamburger SV lässt in Sandhausen weitere Punkte im Abstiegskampf liegen. © IMAGO/foto2press
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Der Hamburger SV lässt im Aufstiegsrennen der 2. Liga immer mehr Federn. Die Mannschaft von Daniel Thioune kassierte im Nachholspiel gegen Abstiegskandidat Sandhausen eine bittere Niederlage. Während der SVS frische Hoffnung sammelt, konnte der HSV nur zwei der letzten neun Spiele gewinnen.

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Die Aufstiegshoffnungen des Hamburger SV haben einen weiteren herben Dämpfer erlitten. Im Nachholspiel beim abstiegsbedrohten SV Sandhausen unterlag der extrem schwach auftretende Tabellendritte hochverdient mit 1:2 (0:0) und muss damit den Kontakt zu den direkten Aufstiegsrängen bei nun vier Zählern Rückstand auf Rang zwei abreißen lassen. Die Tore des SVS, der sich nach einer engagierten Vorstellung seinerseits auf den Relegationsplatz 16 verbessern konnte, erzielten der Hamburger Stephan Ambrosius (46., Eigentor) und Daniel Keita-Ruel (52.). Für den HSV verkürzte Manuel Wintzheimer in der 76. Minute zum Endstand.

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Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte der HSV eine erschreckend schwache Leistung. Zwei zu elf Torschüsse lautete die Bilanz zur Pause - aus Sicht des HSV, der kaum ernsthafte Offensivbemühungen erkennen ließ. Anders Sandhausen. Die Gastgeber konnten in der fünften Minute die erste Großchance verzeichnen, Moritz Heyer vereitelte mit einem Block einen gefährlichen Abschluss von Keita-Ruel (5.). HSV-Trainer Daniel Thioune musste frühzeitig wechseln: Bakery Jatta wurde von einem Schuss von Julius Biada im Gesicht getroffen und verlor offenbar sogar kurzzeitig das Bewusstsein. Nach mehreren Minuten Behandlungspause musste der Gambier runter, für ihn kam Amadou Onana ins Spiel (15.).

Der SVS blieb am Drücker, während der HSV beeindruckt wirkte: Kevin Behrens (17.) schoss in den Sandhäuser Nachthimmel, während auf der Gegenseite SVS-Schlussmann Stefanos Kapino eine seltene HSV-Torannäherung gegen Sonny Kittel entschärfte (19.). Ansonsten spielte fast nur Sandhausen, das durch Keita-Ruel (36.) und Biada (44.) weitere Möglichkeiten hatte, auf 1:0 zu stellen.

Sandhausen-Führung nur 20 Sekunden nach Wiederanpfiff

Dass sich die Mannschaft von Interimscoach Gerhard Kleppinger nur 20 Sekunden nach Wiederanpfiff doch für den großen Aufwand belohnen konnte, lag an einem Hamburger. Denn das 1:0 war ein Eigentor von Ambrosius, der eine Flanke von Biada aus kurzer Distanz ins eigene Tor köpfte, die er vor Keita-Ruel klären wollte - keine Chance für HSV-Torwart Sven Ulreich (46.).

Wer nun erwartete, dass der große Favorit aus seinem Dornröschenschlaf erwachte, sah sich getäuscht. Nach einem kurzen Aufbäumen (ein Onana-Schuss ging drüber) wurde es sogar noch schlimmer für Hamburg: Nach einem Konter war Nikolas Nartey auf der linken Seite plötzlich mutterseelenallein. Er spielte eine gute Flanke zu Keita-Ruel, der sich diese Chance auf dem Silbertablett nicht nehmen ließ - 2:0 (52.). Der HSV versuchte nun mehr und kam durch Wintzheimer, der nach einem Konter von Simon Terodde bedient wurde, zum Anschluss (76.), den der Torjäger selbst zuvor gegen Kapino vergeben hatte (68.). Zum Ausgleich reichte es letztlich aber trotz verzweifelter Bemühungen nicht mehr.