09. März 2020 / 14:07 Uhr

DFL-Boss Seifert erklärt: Spiele in der Bundesliga mit Fans "leider nicht realistisch"

DFL-Boss Seifert erklärt: Spiele in der Bundesliga mit Fans "leider nicht realistisch"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFL-Boss Christian Seifert hält den kommenden Bundesliga-Spieltag mit Zuschauern für nicht realistisch. 
DFL-Boss Christian Seifert hält den kommenden Bundesliga-Spieltag mit Zuschauern für "nicht realistisch".  © imago images/Contrast
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Geisterspiele in der Bundesliga werden immer wahrscheinlicher. Der DFL-Geschäftsführer Christian Seifert verkündete am Montag, dass Spiele mit Zuschauern am kommenden Spieltag "leider nicht realistisch" seien.

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Die Deutsche Fußball Liga stellt sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Geisterspiele am nächsten Bundesliga-Wochenende ein. "Wir würden am liebsten schon nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Montag bei Bild live, schloss aber eine Komplett-Absage des kommenden Spieltags aus.

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DFL-Chef Seifert sprach von „einer Ausnahmesituation, die wir alle noch nicht erlebt haben. Das betrifft ja auch Handball, Basketball oder auch die Dritte Liga.“ Eine Spielpause in der Bundesliga sei jedoch „illusorisch“ und bringe nichts. Es war auch darüber spekuliert worden, ob Spieltage auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden könnten, um so Geisterspiele zu vermeiden.

„Das ist nicht zu Ende gedacht. Da gibt es Verträge, sportliche Konsequenzen. Abstiege und Aufstiege. Wir brauchen den geregelten Spielbetrieb. Aufzuhören ist keine Option. Wir brauchen Mitte Mai eine Tabelle, damit die Clubs planen können“, sagte Seifert dazu.

Spahn empfiehlt Absagen von Großveranstaltungen

Bereits am Sonntagabend verkündete NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in der ARD-Talkshow Anne Will, dass Fußballspiele in NRW ohne Zuschauer stattfinden werden. "Wir werden die Empfehlung, die der Bundesgesundheitsminister gemacht hat, in NRW umsetzen. Und zwar morgen oder jetzt, vollkommen klar. Ich bin auch froh, dass er diese Empfehlung gemacht hat, weil ich finde, wir brauchen in dieser Frage ein Vorgehen, das gleich in Deutschland ist", sagte Laumann. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuvor die Empfehlung abgegeben, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern in Deutschland ohne Zuschauer stattfinden zu lassen.

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Am Sonntag hatte er erklärt, dass die Bundesliga aber trotz der Coronavirus-Epidemie planmäßig zuende gespielt werden soll. "Nur so erhalten Klubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit", so Seifert. Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe müssten in beiden Spielklassen ermittelt werden. Die Klubs würden sich mit den zuständigen Behörden an den jeweiligen Standorten wie bisher eng hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage abstimmen, sagte Seifert.

PSG gegen BVB ohne Fans

Auch in der Champions League finden Spiele unter Ausschluss der Fans statt. Borussia Dortmunds Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch bei Paris Saint-Germain findet aufgrund des Coronavirus vor leeren Rängen statt. Das teilte die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt am Montagmittag mit. Nach SPORTBUZZER-Informationen sollen alle Zuschauer nun aber ihre gezahlten Eintrittsgelder zurückerstattet bekommen.