19. Oktober 2022 / 20:51 Uhr

DFB-Pokal kompakt: Last-Minute-Tore retten Freiburg, Werder scheitert im Elfmeterschießen 

DFB-Pokal kompakt: Last-Minute-Tore retten Freiburg, Werder scheitert im Elfmeterschießen 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der SC Freiburg durfte jubeln, Werders Leonardo Bittencourt war am Boden zerstört.
Der SC Freiburg durfte jubeln, Werders Leonardo Bittencourt war am Boden zerstört. © Getty Images/IMAGO/Ulrich Hufnagel (Montage)
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Vorjahresfinalist Freiburg hat dank eines späten Treffers in der Verlängerung den Einzug in das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FC St. Pauli geschafft. Der SV Werder Bremen ist hingegen nach Elfmeterschießen bei Zweitligist SC Paderborn ausgeschieden. 

SC Paderborn – SV Werder Bremen 5:4 i.E. (2:2, 2:2, 2:0)

Der Höhenflug von Werder Bremen ist zunächst einmal vorbei: Nachdem sich die Mannschaft von Trainer Ole Werner – bis letzte Woche noch Team der Stunde – am Wochenende schon in der Bundesliga geschlagen geben musste (0:2 in Mainz), setzte es am Mittwoch auch noch ein blamables Pokal-Aus. Beim Zweitliga-Zweiten SC Paderborn verlor der Bundesliga-Tabellenneunte nach Elfmeterschießen mit 4:5.

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Ohne den suspendierten Marvin Ducksch als Sturmpartner für Bundesliga-Toptorjäger Niclas Füllkrug tat sich Grün-Weiß in Ostwestfalen zu Beginn lange schwer. Und Felix Platte ließ die Gastgeber jubeln: Nach einem Querpass schob der SCP-Angreifer zur Führung ein (22.). Und statt einer Reaktion von Werder legte Paderborn sogar noch nach: Sirlord Conteh konnte nach abermals fahriger Defensivarbeit auf 2:0 erhöhen (43.). Über 90 Minuten reichte die Konzentration der Paderborner allerdings nicht: Nach einem SCP-Ballverlust zog Werder-Joker Leonardo Bittencourt aus der Distanz ab, der abgefälschte Schuss fand zum Anschluss ins Tor (65.). Kurz vor dem Ende rettete Mitchell Weiser nach Bittencourt-Vorarbeit den SVW mit dem 2:2 dann zumindest in die Verlängerung (84.).

Dort sah es nach einem Kopfballtreffer von Niclas Füllkrug zwischenzeitlich gar nach der kompletten Wende aus – Schiedsrichter Frank Willenborg korrigierte das Tor aber nach Rücksprache mit dem Linienrichter (102.). Auch Paderborn bekam einen Treffer nach einer Ecke wegen eines Offensivfouls zurückgepfiffen (119.). Stattdessen fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen: Zum tragischen Helden wurde ausgerechnet der bis dahin überragende Bittencourt, der an Paderborn-Keeper Leopold Zingerle scheiterte. Richmond Tachie traf mit dem fünften Versuch für Paderborn und ließ das Stadion beben.

SC Freiburg - FC St. Pauli 2:1 n.V. (0:1, 1:1)

Der Vorjahresfinalist hat sich in das Achtelfinale des DFB-Pokals gequält: Der SC Freiburg gewann in der 2. Runde gegen Zweitligist St. Pauli mit 2:1 nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer erzielte Michael Gregoritsch in der 119. Minute per Kopf. Zuvor hatte Lukas Daschner den Außenseiter aus Hamburg in Führung gebracht (42.), Nationalspieler Matthias Ginter rettete den SC mit seinem Tor in der dritten Minute der Nachspielzeit in die Verlängerung (90.+3), die dann glücklich für den Favoriten endete. Nach anstrengenden englischen Wochen rotierte SC-Trainer Christian Streich, wechselte gleich auf sieben Positionen in der Startelf. Der Plan ging nicht auf: Der Bundesligadritte kam gegen den Zweitligisten kaum zu nennenswerten Chancen. Im Gegenteil: Die Hamburger gingen in Führung. Vorausgegangen war ein katastrophaler Fehler von Keven Schlotterbeck, dem Bruder von Nationalspieler Nico Schlotterbeck, der Daschner ermöglichte, alleine vor Torwart Noah Atubolu aufzutauchen und den Ball über ihn ins Tor zu lupfen.

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In der zweiten Hälfte rannte Freiburg an, wirkte aber lange ideenlos gegen die kompakt spielenden Hamburger. Es dauerte bis zur dritten Minute der Nachspielzeit, bis Ginter die SC-Fans erlöste. In der Verlängerung, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten, sah es schon nach Elfmeterschießen aus, dann schlug Gregoritsch mit dem zweiten Last-Minute-Tor der Freiburger zu.

SV Sandhausen – Karlsruher SC 8:7 i.E. (2:2, 2:2, 2:0)

Das Baden-Duell geht an Sandhausen: Die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz hat sich gegen dessen Ex-Klub Karlsruher SC erst im Elfmeterschießen durchgesetzt. Der Tabellen-15. der 2. Bundesliga profitierte gegen die sieben Plätze besser platzierten Karlsruher vor allem von einer starken ersten Halbzeit. Stephan Ambrosius per Eigentor (8.) und Aleksandr Zhirov (44.) hatten Sandhausen im heimischen Hartwaldstadion komfortabel in Führung gebracht. Nach dem Anschluss durch Marvin Wanitzek (58., Handelfmeter) musste der SVS noch einmal zittern. Und Tatsache: Nach einem Treffer von Tim Breithaupt (73.) gab es dreißig Minuten Zuschlag. Aber dank eines Fehlschusses von KSC-Verteidiger Marcel Franke konnte sich der SVS im Elfmeterschießen dann doch noch durchsetzen.

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