05. Juli 2020 / 18:31 Uhr

Thiago, Alaba, Havertz und Lewandowski im Fokus - das bleibt nach dem Pokalfinale

Thiago, Alaba, Havertz und Lewandowski im Fokus - das bleibt nach dem Pokalfinale

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thiago (von links), David Alaba, Kai Havertz und Robert Lewandowski - vier Spieler, auf die sich die Blicke nach dem DFB-Pokal-Finale richten.
Thiago (von links), David Alaba, Kai Havertz und Robert Lewandowski - vier Spieler, auf die sich die Blicke nach dem DFB-Pokal-Finale richten. © Getty (Montage)
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Was wird aus Thiago und David Alaba? Wohin wechselt Kai Havertz? Und wird Robert Lewandowski jetzt Weltfußballer? Eine Analyse nach dem Sieg des FC Bayern im DFB-Pokal-Finale gegen Bayer Leverkusen.

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Der 50. nationale Titelgewinn in der Historie des FC Bayern München wird in Erinnerung bleiben – garantiert. Mit dem 4:2 gegen Bayer Leverkusen sicherte sich der Klub nach seiner 30. Meisterschaft auch seinen 20. Triumph im DFB-Pokal. Vor rund 600 Zuschauern im coronabedingt nahezu leeren Berliner Olympiastadion erzielten Robert Lewandowski (2), David Alaba und Serge Gnabry am Samstag die Final-Tore für den Doublesieger, Lars Bender und Kai Havertz trafen für die Werkself.

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge erteilte auf dem Bankett danach zwar einen Party-Befehl, doch die ganz große Sause blieb ohne Fans sowohl in der Hauptstadt als auch am Münchner Marienplatz aus. "Es tut ein bisserl weh", gab FCB-Profi Thomas Müller zu. „Um ehrlich zu sein, ist es ein bisschen sogar ein trauriger Moment.“

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Bleibt es das erste und letzte Geisterfinale?

„Wir haben die Fans schmerzhaft vermisst“, sagte DFB-Präsident Fritz Keller bei der Siegerehrung. Nach SPORTBUZZER-Informationen sollen bereits die Länderspiele im September aber wieder vor (wenigen) Zuschauern stattfinden, auch bezüglich des Bundesliga-Starts (11. oder 18. September) wird daran gearbeitet. Das größte Problem wird sein, eine bundesweit einheitliche Regelung zu finden, die den Wettbewerb nicht verzerrt. Im DFB-Pokal spricht vieles dafür, dass die Bundesligisten in der ersten Runde Heimrecht haben werden, da viele Amateurklubs das Hygienekonzept nicht umsetzen können.

Wie geht es weiter beim FC Bayern?

An diesem Montag stehen Sponsorentermine an, danach gibt Trainer Hansi Flick seiner Mannschaft 13 Tage frei. Dann soll auch 50-Millionen-Euro-Neuzugang Leroy Sané mit ins Training einsteigen, der in der Champions League (Neustart: 7./8. August mit dem Achtelfinalrückspiel gegen den FC Chelsea) noch gesperrt sein wird. Nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel haben die Bayern das Finalturnier in Lissabon fest im Blick, Rummenigge sagt: „Wir schielen auf diesen dritten Pokal.“

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Was passiert mit Leverkusen-Supertalent Kai Havertz?

Im Pokalfinale war der Nationalspieler weitestgehend abgemeldet und wirkte nach dem Abpfiff frus­triert. Dennoch kann sich Bayer-Trainer Peter Bosz nicht vorstellen, dass sein Juwel den Klub in diesem Sommer verlässt. Auf die Frage, ob das Endspiel Havertz’ letzte Partie für Bayer war, sagte der Niederländer: „Nein, das glaube ich nicht.“ Nach Bayerns Transferabsage für 2020 sind vor allem Real Ma­drid und der FC Chelsea an einer Verpflichtung interessiert. Nach SPORTBUZZER-Informationen hat Bayer ein erstes Angebot der „Königlichen“ aber abgelehnt, man will mindestens 100 Millionen Euro Ablöse.

Verlassen Thiago und David Alaba den FC Bayern?

Die ersten beiden Spieler, die Flick auf dem Rasen in Berlin umarmte, waren der Spanier und der Österreicher. Nach der Siegerehrung schwärmte der Bayern-Coach: „Für mich ist Thiago ein außergewöhnlicher Spieler. Das weiß er, das habe ich ihm auch noch einmal gesagt. Ich weiß aber nicht, wie er sich entscheidet.“ Rummenigges Worte klangen nach Abschied: „Es sieht so aus, dass er zum Ende seiner Karriere vielleicht noch einmal etwas Neues machen möchte.“ Jürgen Klopp möchte den Zauberfuß gern zum FC Liverpool lotsen.

Auch Alaba und sein Umfeld kokettierten zuletzt mit einem Wechsel, jedoch stehen die Chancen auf eine Verlängerung deutlich besser als bei Thiago. Flick: „David hat sich zum Weltklasse-Linksverteidiger entwickelt, ist auch außerhalb des Platzes sehr angesehen. Ich würde mich total freuen, wenn wir ihn halten könnten. Ich bin da sehr positiv.“

Wird Lewandowski jetzt Weltfußballer?

Flick und Sky-Experte Lothar Matthäus adelten den Polen und brachten ihn als Weltfußballer ins Gespräch. In dieser Saison erzielte er 51 Pflichtspieltore, bisher mehr als jeder andere. Ende des Jahres zählt er sicher zu den Favoriten auf den Ballon d’Or, den noch nie ein Bundesliga-Profi gewinnen konnte.