17. November 2019 / 08:14 Uhr

Kommentar zur EM-Qualifikation des DFB-Teams: Darum ist Deutschland noch nicht titelreif

Kommentar zur EM-Qualifikation des DFB-Teams: Darum ist Deutschland noch nicht titelreif

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Deutschland qualifizierte sich gegen Weißrussland erfolgreich für die EM 2020, doch ein Favorit ist es nicht. 
Deutschland qualifizierte sich gegen Weißrussland erfolgreich für die EM 2020, doch ein Favorit ist es nicht.  © Getty Images/Montage
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Mit einem deutlichen Sieg gegen Weißrussland vermied Deutschland ein "Endspiel" gegen Nordirland um die EM-Qualifikation und löste souverän das Ticket für die Europameisterschaft. Doch dort ist das DFB-Team aktuell noch kein Titel-Kandidat, sagt SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp.

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4:0 gegen Weißrussland, EM-Ticket in der Tasche, Tabellenführung - es scheint, als wäre alles angerichtet, damit Deutschland im nächsten Jahr bei der Endrunde wieder ganz vorne mitmischen kann. Doch das ist ein Irrglaube! Das DFB-Team ist noch ein ganzes Stück von der Titelreife entfernt, das wurde eigentlich in jedem Spiel 2019 - und auch am Samstag gegen die Nummer 86 der Weltrangliste - deutlich.

Mehr zum DFB-Team

Bei unserem letzten Interview schwärmte Joachim Löw davon, wie seine Mannschaft in den Jahren vor dem WM-Debakel 2018 die Gegner reihenweise herspielte und sich zurechtlegte. Totale Dominanz, Selbstvertrauen bis in die Haarspitzen, Siegermentalität und Erfahrung gepaart mit individueller Klasse zeichnete die DFB-Elf aus. Auch nach dem Umbruch sind diese Eigenschaften teilweise noch oder wieder vorhanden - aber eben nicht in Gänze.

DFB-Team: Auch gegen Weißrussland nicht fehlerfrei

Selbst gegen Weißrussland ließ die Verteidigung einige Chancen (und einen Elfmeter) zu, schaffte es erneut nicht, über 90 Minuten einen fehlerfreien Auftritt hinzulegen. Das ist angesichts der ständig wechselnden Besetzung und des radikalen Umbruchs kein Wunder, aber wird im nächsten Jahr eben nicht reichen, wenn es gegen die ganz Großen geht.

Bundestrainer Joachim Löw über das Spiel gegen Weißrussland und Toni Kroos

Löws Hoffnungen beruhen natürlich auch darauf, dass bis zum Turnierbeginn Leistungsträger wie Leroy Sané oder Niklas Süle zurückkehren, Alternativen wie Antonio Rüdiger, Thilo Kehrer oder Julian Draxler ebenfalls. Doch auch sie müssen erstmal wieder zu ihrer Form finden, sich zudem mit den neuen Kollegen einspielen, die Automatismen kennenlernen, die taktischen Änderungen verinnerlichen.

Internationale Pressestimmen zum DFB-Sieg gegen Weißrussland

Deutschland hat auch dank eines Doppelpacks von Toni Kroos gegen Weißrussland gewonnen. So titelt die internationale Presse nach der DFB-Qualifikation für die EM 2020. Zur Galerie
Deutschland hat auch dank eines Doppelpacks von Toni Kroos gegen Weißrussland gewonnen. So titelt die internationale Presse nach der DFB-Qualifikation für die EM 2020. ©
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Löws neue, junge Mannschaft hat viel Potenzial und machte den Fans zuletzt endlich wieder Spaß. Trotzdem wäre es eine dicke Überraschung, wenn sie schon im nächsten Sommer so weit wäre, um den Pott mitzuspielen.

Mittelfeldspieler Leon Goretzka über die Ambitionen der deutschen Nationalmannschaft
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