19. Oktober 2019 / 20:40 Uhr

Debüt in Garbsen? VfB Lübeck mit einem Neuen nach Havelse

Debüt in Garbsen? VfB Lübeck mit einem Neuen nach Havelse

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Jamie-Liam Shalom ist eigentlich in der VfB-A-Jugend von Trainer Norbert Somodi im Einsatz. 
Jamie-Liam Shalom ist eigentlich in der VfB-A-Jugend von Trainer Norbert Somodi im Einsatz.  © 54°/Garve
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Shalom - er ist erst 18 und setzt einen historischen Akzent. VfB will sechs Punkte in Hannover-Woche

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Hannoversche Woche für den VfB Lübeck – an diesem Sonntag steht das Auswärtsspiel in Garbsen beim TSV Havelse auf dem Programm (14 Uhr), am kommenden Samstag gastiert Hannover 96 II auf der Lohmühle. Unterm Strich sind sechs Punkte fest eingeplant, mit denen die Grün-Weißen die Tabellenführung in der Regionalliga Nord festigen wollen.

Nicht über A7, Quartier im Hotel: VfB hat aus Fehlern gelernt

Weil man aus Fehler lernen kann, hat der VfB den Weg nach Havelse bereits am Samstag angetreten, nachdem man vor einem Jahr dorthin in endlosen Staus auf der A7 stecken geblieben war, erst eine halbe Stunde vor dem geplanten Anpfiff das Stadion erreicht hatte – und dann beim 1:2 kalt erwischt wurde. Diesmal wählte man die professionelle Variante: Abschlusstraining um 11 Uhr auf der Lohmühle, Abfahrt um 13.30 Uhr – der Bus nahm vorsichtshalber die Route abseits der Autobahn. Gemütlich aber zügig ging’s über Landes- und Bundesstraßen nach Hannover, wo im Hotel „Leonardo“ am Tiergarten Quartier bezogen wurde, um frisch und ausgeruht im Wilhelm-Langrehr-Stadion die Tabellenspitze zu verteidigen.

Regionalliga-Saison 2019/2020 VfB Lübeck

Los ging die Saison 2019/2020 am 27. Juli 2019 mit einem 3:1-Heimsieg über den SSV Jeddeloh. Vor 2413 Zuschauern auf der Lohmühle trafen Tommy Grupe (v.l.), Ahmet Arslan und Patrick Hobsch. Zur Galerie
Los ging die Saison 2019/2020 am 27. Juli 2019 mit einem 3:1-Heimsieg über den SSV Jeddeloh. Vor 2413 Zuschauern auf der Lohmühle trafen Tommy Grupe (v.l.), Ahmet Arslan und Patrick Hobsch. ©
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Matovina und Fernandes verletzt - Havelse-Experte Halke auf rechts?

Nicht mit auf die Reise konnte Kresimir Matovina gehen, dessen muskuläre Probleme einen Einsatz wie schon beim 2:1 in Norderstedt nicht zulassen. Ob wieder Florian Riedel von rechts auf die linke Matovina-Seite rückt – und Kapitän Daniel Halke stattdessen wieder den Riedel-Part übernimmt, ließ Trainer Rolf Landerl offen. „Wir haben da verschiedene Optionen“, sagt der Österreicher, der mit unerwarteten personellen Verschiebungen den Gegner bisweilen gern irritiert. Allerdings hat Halke einen gewissen „Havelse“-Bonus. Achtmal spielte der Routinier bereits gegen die Garbsener (mit Magdeburg, Oldenburg und dem VfB Lübeck), erzielte als Abwehrspieler dabei drei Tore. Und auch im letzten Spiel in Norderstedt war „Halki“ ja gefeierter Torschütze. Wie Matovina musste auch Miguel Fernandes in Lübeck bleiben. Der Deutsch-Portugiese hatte sich am Donnerstag im Training im Zweikampf eine Risswunde am Schienbein zugezogen, die genäht werden musste.

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Jamie Shalom - erster 2001er Jahrgang im VfB-Kader

Erstmals im Kader ist derweil ein Talent, mit dessen Nominierung der VfB für sich ein historisches Zeichen setzt. Noch nie stand in einem VfB-Ligakader nämlich ein Spieler des Jahrgangs 2000 oder jünger – Jamie-Liam Shalom darf nun für sich in Anspruch nehmen, diesen Akzent zu setzen. Der junge Offensivmann ist sogar erst in der vergangenen Woche 18 Jahre alt geworden, ist somit sogar ein 2001er Jahrgang – und damit natürlich eigentlich noch U19-Spieler. Shalom durfte die letzten Wochen bei den „Großen“ mittrainieren und konnte dabei überzeugen. Landerl: „Er hat seine Sache sehr gut gemacht, ich hätte keine Bedenken, ihn einzusetzen.“ Dann würde Shalom, der Mitte der Woche als Jugendlicher vom SHFV die erforderliche Freigabe für die Regionalliga erhielt , mit der Rückennummer 35 auflaufen. Und damit würde er seinen Bruder überflügeln. Lerom Shalom brachte es auf vier Kadernominierungen beim VfB. Ohne Einsatz verließ der 21-Jährige die Grün-Weißen im Sommer, wechselte zum TSV Niendorf in die Hamburger Oberliga.

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Havelse seit 330 Minuten ohne Torerfolg

Wie erwartet Landerl Gegner Havelse? „Sie sind robust, zweikampfstark und suchen gradlinig den Weg zum Tor“, sagt der Coach. Diesen Weg finden die Havelser allerdings schon länger nicht mehr. Seit 330 Minuten haben sie kein Tor mehr geschossen, seit vier Spielen sind sie ohne Sieg. Havelse-Coach Jan Zimmermann, der Ex-VfB-Lübecker, warnt dennoch: „Wir können jeden in der Liga schlagen.“


Vor dem Spiel:

VfB-Kader: Raeder, Gommert, Riedel, Halke, Grupe, Weißmann, Kim, Lippert, Malone, Mende, Deichmann, Schelle, Hoins, Bock, Arslan, Hobsch, Hebisch, Shalom, Parduhn

Nicht dabei: Franziskus (Karriereende), Thiel (Adduktorenprobleme), Matovina (musukuläre Probleme), Fernandez (Trainingsverletzung; Schienbeinwunde), Will (Stressfraktur), Bombek (bei der U23), Schuchardt

Schiedsrichterin: Dr. Riem Hussein (39/Apothekerin aus Bad Harzburg), pfeift als einzige Frau neben Bibiana Steinhaus höher als Regionalliga; sieben VfB-Spiele, drei Siege, zwei Remis).

Assistenten: Maurice Milczewski, Alexander Rosenhagen. 

Anstoß: Sonntag, 14 Uhr, Wilhelm-Langrehr-Stadion, Garbsen.

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