08. Juli 2020 / 20:34 Uhr

Claudio Pizarro über sein Karriereende und ein mögliches Bayern-Comeback: "Finde das interessant"

Claudio Pizarro über sein Karriereende und ein mögliches Bayern-Comeback: "Finde das interessant"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Claudio Pizarro könnte nach seinem Karriereende wieder für den FC Bayern arbeiten.
Claudio Pizarro könnte nach seinem Karriereende wieder für den FC Bayern arbeiten. © imago images/Nordphoto
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Die illustre Profi-Karriere von Claudio Pizarro ist am Montag mit dem 2:2 von Werder Bremen in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim auf der Bank zu Ende gegangen. Am Mittwoch hat der 41-Jährige nun über den ihm verwehrten Abschied auf dem Platz und ein mögliches Engagement beim FC Bayern gesprochen.

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490 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen und den FC Bayern München, 197 Tore - dazu sechs Meister-Titel und sechs Pokalsiege: Claudio Pizarro ist eine echte Legende in der höchsten deutschen Spielklasse. Am Montag hat der Peruaner mit dem geglückten Klassenerhalt in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim (2:2) seine aktive Karriere als Fußballspieler offiziell beendet - als Ersatzspieler auf der Bank. Gegen den Zweitligisten kam der 41-Jährige in beiden Spielen nicht zum Einsatz. "*Sauer war ich nicht, auch wenn ich natürlich spielen wollte. Aber ich habe mit der Zeit gelernt, dass die Mannschaft das Wichtigste ist. Wir haben unser Ziel erreicht, in der Liga zu bleiben. Das zählt"*, sagte Pizarro in einer Presserunde am Mittwoch.

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Trainer Florian Kohfeldt hatte sich bereits direkt nach Abpfiff des Relegations-Rückspiels bei der Werder-Ikone entschuldigt, "dass ich ihn in seinem letzten Spiel nicht bringen konnte. Ich kann meinen Hut nicht mehr ziehen und mich nicht tiefer verbeugen vor Claudio Pizarro", meinte der vier Jahre jüngere Werder-Coach.

Damit endete eine enttäuschende Saison für Pizarro dort, wo er sich in dieser Spielzeit oft wiederfand - auf der Bank. Die Stürmer-Legende kam zwar zu 18 Liga-Einsätzen (kein Tor), wurde aber jeweils eingewechselt und sammelte nur 214 Spielminuten. "Ich bereue nicht, dass ich diese Saison noch geblieben bin. Auch wenn viele sagen: Letzte Saison wäre ein guter Zeitpunkt gewesen zum Aufhören", sagte Pizarro, der es sogar richtig fand, noch eine Saison in Bremen zu spielen. "Ich hatte noch Lust. Und ich konnte den Jungs auch noch etwas vermitteln für die Zukunft."

Claudio Pizarro: Bilder seiner Karriere

Claudio Pizarro - in den Jahren 2020 und 1999. Kaum ein Spieler kann auf eine so lange Bundesliga-Karriere zurückblicken wie die Legende von Werder Bremen. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Bilder seiner Laufbahn. Zur Galerie
Claudio Pizarro - in den Jahren 2020 und 1999. Kaum ein Spieler kann auf eine so lange Bundesliga-Karriere zurückblicken wie die Legende von Werder Bremen. Der SPORTBUZZER zeigt die Bilder seiner Laufbahn. ©

Seine eigene Zukunft könnte nun beim FC Bayern München liegen, wo er von 2001 bis 2007 sowie nochmals von 2012 bis 2015 spielte und seine größten Erfolge (inklusive Triple 2013) feierte. Bayern-Boss Karl Heinz Rummenigge hatte bereits 2019 erklärt, dass er sich Pizarro als Markenbotschafter vorstellen könnte. "Meines Wissens nach hat er hier in München immer noch ein Haus und seine Familie hat sich hier immer sehr wohl gefühlt", sagte der FCB-Chef damals. Ein offizielles Angebot liegt dem Peruaner, der nun wieder nach München ziehen wird, offenbar vor: "Ich habe immer gesagt, dass ich das Angebot interessant finde, beim FC Bayern etwas zu machen", meinte der Ex-Torjäger nun.

Mit einem Engagement als Repräsentant und Botschafter beim FC Bayern würde sich Pizarro in eine Liste prominenter Kollegen einreihen. So sind unter anderem Bixente Lizarazu und Giovane Elber als Markenbotschafter für die Münchner tätig - der heutige Sportvorstand Hasan Salihamidzic war zuvor ebenfalls Botschafter. "Jetzt ist die Zeit, darüber nachzudenken. Ich werde dabei auch prüfen, was das Beste für meine Familie ist", meinte Pizarro, der laut Berichten seine Enttäuschung durchscheinen ließ, kein ähnliches Angebot von Werder erhalten zu haben: "Nein, von Werder gibt es noch gar keine Anfrage, hier etwas zu machen. Ich hatte mit beiden Klubs und mit beiden Städten immer eine gute Verbindung. Sie sind beide für mich sehr wichtig", sagte der Ex-Nationalspieler nur.

Fest steht nur: Pizarro will in jedem Fall noch einmal als Spieler auflaufen - in seinem Abschiedsspiel: "Das wird auf jeden Fall im Weserstadion stattfinden", sagte der 41-Jährige. Genau terminiert sei es aber noch nicht. "Wir müssen jetzt einfach die Pandemie abwarten", meinte "Pizza", der den Fans noch einmal auf dem Platz "Lebewohl" sagen will.