26. Oktober 2020 / 23:41 Uhr

Christian Seifert spricht über Zukunftspläne – Nach DFL-Aus "definitiv" kein Wechsel zum DFB 

Christian Seifert spricht über Zukunftspläne – Nach DFL-Aus "definitiv" kein Wechsel zum DFB 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christian Seifert hat noch keine Pläne für die Zeit nach seinem Vertragsende als DFL-Geschäftsführer im Sommer 2022.
Christian Seifert hat noch keine Pläne für die Zeit nach seinem Vertragsende als DFL-Geschäftsführer im Sommer 2022. © dpa
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Nach der überraschenden Ankündigung seines Rücktritts im Sommer 2022 hat sich DFL-Geschäftsführer Christian Seifert über die Beweggründe seines Abschieds geäußert und erklärt, wie er über seine Zukunft denkt. Einen Wechsel zum DFB oder einem Verein schloss er aus.

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Der scheidende DFL-Geschäftsführer Christian Seifert plant nach dem Ablauf seines Vertrages keine Tätigkeit bei einem Verein oder beim Deutschen Fußball-Bund. "Eine Tätigkeit bei einem Klub wäre nicht das neue berufliche Kapitel, das ich anstrebe", sagte Seifert der Bild. Auch einen Wechsel zum DFB "in welcher Rolle auch immer schließe ich definitiv aus". Derzeit stehe noch nicht fest, was der 51-Jährige ab Sommer 2022 machen möchte: "Mein Vertrag läuft ja noch eine sehr lange Zeit, es liegt in der Natur der Sache, dass ich mich noch nicht allzu sehr mit der Zeit danach beschäftigt habe."

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Seifert hatte Fußball-Deutschland mit der Ankündigung seines Rücktritts in 20 Monaten geschockt. Der langjährige DFL-Manager hatte weltweit Respekt dafür erhalten, wie er die Bundesliga durch die Corona-Krise gesteuert und als erste Spitzenliga wieder in den Spielbetrieb geführt hatte. "Der Ausstieg von Christian Seifert wird im Jahr 2022 ein herber Verlust für die Bundesliga sein. Ich kann nur mit höchstem Respekt von seiner Arbeit sprechen", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Einen Mann wie Seifert, "der so lange auf so hohem Niveau für den Fußball gearbeitet hat, 1:1 zu ersetzen" sei "ein schwieriges Unterfangen".

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Seifert betonte indes, bereitzustehen, um einen Nachfolger einzuarbeiten. Dies sei für ihn "selbstverständlich". Die Suche danach sei Sache des Aufsichtsrats. Seifert: "Wenn man meine Meinung oder Einschätzung einholt, stehe ich selbstverständlich zur Verfügung." Einen vorzeitigen Abschied vor dem Vertragsende im Juni 2022 schloss er aus. "Ich konnte Formulierungen von manchen Profispielern wie ‚Ich bin bereit, meinen Vertrag zu erfüllen‘ noch nie leiden", sagte der gebürtige Rastatter. "Denn wenn ich einen Vertrag habe, bin ich nicht bereit, sondern ich habe ihn unterschrieben. Dann gehört es sich, dass ich ihn erfülle – egal, was auf dem Weg dahin passiert."

Wechsel in die Premier League? "Stand heute eher nicht"

Der langjährige DFL-Chef reagierte auch auf Gerüchte über einen möglichen Wechsel in die englische Premier League, die den deutschen Funktionär schon im vergangenen Jahr als neuen Liga-Chef verpflichten wollte. "Man soll nie Nie sagen, aber Stand heute kann ich mir das eher nicht vorstellen", erklärte er.

Seifert steuert die DFL bereits seit 2005 - warum der Abschied? "Die Entscheidung, die DFL 2022 zu verlassen, war keine der letzten Wochen oder Monate. Sie ist schon zum Jahreswechsel gefallen. Logischerweise war auch meine Frau involviert", sagte er und stellte klar: "Dass Corona dazukam, hat die Entscheidung weder beschleunigt noch verzögert." Auch Entwicklungen bei DFL oder DFB hätten keine Rolle gespielt.