18. Juni 2018 / 14:14 Uhr

Chaos in der Kreisoberliga: Steigt der Post SV Zehlendorf doch nicht ab?

Chaos in der Kreisoberliga: Steigt der Post SV Zehlendorf doch nicht ab?

Knut Hagedorn
Märkische Allgemeine Zeitung
Zehlendorf muss sich noch sortieren: Noch steht nicht fest, in welcher Liga sich der Post SV im neuen Spieljahr für das obligatorische Mannschaftsbild aufstellt. 
Zehlendorf muss sich noch sortieren: Noch steht nicht fest, in welcher Liga sich der Post SV im neuen Spieljahr für das obligatorische Mannschaftsbild aufstellt.  © Robert Roeske
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Zwei Teams aus dem Barnim wollen ihre Teams zurückziehen – Relegation in der Kreisliga möglich.

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Eigentlich hatte sich Steffen Misdziol, Spielausschussvorsitzender des Fußballkreises Oberhavel/Barnim, auf den Abschluss der Punktspielserie 2017/18 gefreut. Schon vor Wochen sprach der Funktionär von der „schwersten Saison überhaupt“, denn diverse Nichtantritte, Spielausfälle und auch freiwillige Aufstiegsverzichte machten die Aufgabe für Misdziol nicht gerade einfach.

Misdziol: "Es gibt zwei Möglichkeiten"

Doch auch nach dem Saisonende reißen die Probleme scheinbar nicht ab, denn Hiobsbotschaften aus dem Barnim sorgen nun für Unruhe und vor allem Ungewissheit. Dabei im Fokus steht die höchste Kreisspielklasse: die Kreisoberliga. „Am Wochenende haben uns die Verantwortlichen des FV Preussen Eberswalde II mitgeteilt, dass sie nicht mehr in der Kreisoberliga spielen wollen und in die Kreisliga möchten. Zudem haben wir am Wochenende auch die Information erhalten, dass die bisherige Spielgemeineinschaft aus Stahl Finow und dem SV Lichterfelde nicht mehr existent ist und demnach diese Mannschaft ebenfalls nicht mehr in der höchsten Kreisspielklasse spielen kann und soll“, berichtet Steffen Misdziol.

Die Mannschaft des Tages aus der Kreisoberliga Oberhavel/Barnim.
Die Mannschaft des Tages aus der Kreisoberliga Oberhavel/Barnim. ©
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Bislang ging man von Biesenthal und Post Zehlendorf als Absteiger aus. Biesenthal hatte freiwillig und fristgerecht auf die Kreisoberliga verzichtet. Und genau da ist der Haken, der Misdziol sauer aufstößt. Er reagiert unmissverständlich: „Bis zum 1. Juni hatten alle Mannschaften die Möglichkeit, sich zu erklären. Eberswalde II hatte sein Team für die Kreisoberliga gemeldet. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Das Team komplett abmelden aus dem Spielbetrieb oder in der 2. Kreisklasse neu starten. Ligawünsche werden nun nicht mehr akzeptiert.“

Zum Durchklicken: Die Kreismeister des Fußballkreises Oberhavel/Barnim (bis 2013/2014 FK Oberhavel)

2002/2003 - Rot-Weiß Flatow: Birkenwerder führte in der Tabelle schon deutlich, doch die Flatower nahmen dem BBC noch die Butter vom Brot. Am Ende jubelten die Männer von Trainer Mario Falkowski (obere Reihe, r.), der auch heute wieder das Sagen bei den Rot-Weißen hat. Birkenwerder verpasste zum dritten Mal in Folge den Staffelsieg knapp. Heute kämpft Flatow in der Kreisliga um Punkte. Zur Galerie
2002/2003 - Rot-Weiß Flatow: Birkenwerder führte in der Tabelle schon deutlich, doch die Flatower nahmen dem BBC noch die Butter vom Brot. Am Ende jubelten die Männer von Trainer Mario Falkowski (obere Reihe, r.), der auch heute wieder das Sagen bei den Rot-Weißen hat. Birkenwerder verpasste zum dritten Mal in Folge den Staffelsieg knapp. Heute kämpft Flatow in der Kreisliga um Punkte. ©

Bei der Spielgemeinschaft sieht das etwas anders aus. „Dort waren bisher zwei Mannschaften als Spielgemeinschaft gemeldet – eine in der Kreisoberliga und eine in der 1. Kreisklasse. Nun wollen beide Vereine separat voneinander in die 1. Kreisklasse, was natürlich nicht geht. Auch hier gibt es die beiden für Preussen Eberswalde II genannten Optionen.“

Doch was heißt das nun für die  Abstiegsfrage in der Kreisoberliga? Klar ist nur, dass der SV Biesenthal definitiv absteigt, da fristgerecht der Antrag gestellt wurde. Sollte nun eine der beiden Mannschaften (Eberswalde II oder Finow und Lichterfelde) den Gang in die 2. Kreisklasse antreten, wäre der Post SV Zehlendorf gerettet.

Ost-Staffel geht in die Verlängerung

Sollten beide wie angekündigt auf die Kreisoberliga verzichten, würde laut Misdziol eine Relegation zwischen den Tabellenzweiten der Kreisligen Ost und West nötig werden. In der West-Staffel hat sich der FC 98 Hennigsdorf II diesen Platz am letzten Spieltag ergattert.

In der Ost-Staffel ist das komplizierter. Dort ist die SG Zühlsdorf Zweiter, allerdings hat der FV Liebenwalde auf Platz drei ein Spiel weniger und könnte mit einem Sieg am Samstag im Nachholspiel in Althüttendorf noch auf den Vizerang rutschen. Im Zehlendorfer Lager sieht man die Situation zwiegespalten, erklärt der künftige Post-Trainer Kay Kretschmann: „Wir müssen genau abwägen, was wir tun, und sind da noch nicht zu einem Entschluss gekommen.“

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