16. April 2021 / 12:49 Uhr

Chancen auf sportliches Ende im MV-Landespokal schwinden

Chancen auf sportliches Ende im MV-Landespokal schwinden

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Die Trophäe - der MV-Landespokal.
Die Trophäe - der MV-Landespokal. © Johannes Weber
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Der Landesfußballverband muss bis 1. Juli einen Teilnehmer für den DFB-Pokal melden. Am kommenden Mittwoch ist eine Videokonferenz mit den Vereinen angesetzt, die noch im MV-Landespokal vertreten sind.

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Wird auch der letzte verbleibende Wettbewerb der laufenden Saison gecancelt? Die Aussichten auf ein sportliches Ende im Fußball-Landespokal scheinen in immer weiterer Ferne zu rücken. Dafür sorgen unter anderem die geplanten Lockdown-Maßnahmen der Landespolitik zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

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Ein großes Problem für den Landesfußballverband (LFV): die Zeit. Bis zum 1. Juli muss dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein Teilnehmer für den DFB-Pokal 2021/22 gemeldet werden. Somit ist eine Fortsetzung des Landespokals über den 30. Juni hinaus ausgeschlossen. Sollte bis dahin kein sportlicher Cup-Sieger in MV gefunden sein, hatte der LFV vorab beschlossen, die sich noch im Wettbewerb vertretene, sportlich bestplatzierte Mannschaft aus der höchsten Spielklasse in den DFB-Pokal zu schicken.

So sieht die Top-20-Torjägerliste im Landespokal 2020/21 nach der 3. Runde aus (Stand: 11. Oktober):

1. Platz: Tom Müller (FSV Bentwisch) - 6 Tore Zur Galerie
1. Platz: Tom Müller (FSV Bentwisch) - 6 Tore ©

Das wäre aktuell der FC Hansa Rostock. Allerdings ist die Kogge auf gutem Weg, sich direkt für für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Dafür müssen die Rostocker mindestens Tabellenvierter in der 3. Liga werden. Gelingt das dem FCH, würde der Greifswalder FC (Zweiter in der NOFV-Oberliga Nord) als Nachrücker gelten.

Der LFV wird am kommenden Mittwoch eine virtuelle Beratung mit den 16 sich noch im Wettbewerb befindenden Vereinen durchführen. Der Verband hatte in den vergangenen Tagen ein Schreiben an die Klubs geschickt. "Auf der Videokonferenz werden mögliche Optionen für den Landespokal besprochen", sagt LFV-Pressesprecher Robert French auf SPORTBUZZER-Nachfrage.

Dass der Landespokal für die laufende Saison vor dem Aus steht, wollte French nicht bestätigen. Er meinte aber, dass nicht mehr viele Optionen für das Ende des Wettbewerbs zur Auswahl stünden. Der LFV hatte vor zwei Wochen schon den Ligabetrieb in allen Altersklassen für vorzeitig beendet erklärt.

Nach den gestrigen Beratungen der Landespolitik ist für MV ab Montag ein vierwöchiger Lockdown vorgesehen. Mit dem Gedanken an einer Wiederaufnahme des Landespokals, wäre im bestmöglichen Szenario erst nach dem 17. Mai wieder Mannschaftstraining möglich. Mit einer vierwöchigen Vorbereitungszeit würden Partien nicht vor Mitte Juni stattfinden. Zudem befindet sich der Wettbewerb erst im Achtelfinale. Hoffnung auf einen Re-Start bleibt da wenig.

Das wären die noch ausstehenden Achtelfinal-Begegnungen:

Doberaner FC - FC Mecklenburg Schwerin
SV Blau Weiß Polz - FSV Kühlungsborn
FC Förderkader - MSV Pampow
Rostocker FC - Greifswalder FC
Brüsewitzer SV - FSV Bentwisch
TSG Neustrelitz - Torgelower FC Greif
FC Schönberg - Malchower SV
1. FC Neubrandenburg - FC Hansa Rostock