21. April 2021 / 22:51 Uhr

Champions League im Visier: VfL Wolfsburg siegt mit 3:1 beim VfB Stuttgart

Champions League im Visier: VfL Wolfsburg siegt mit 3:1 beim VfB Stuttgart

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg
Sie waren wichtig für den VfL-Erfolg: Wout Weghorst (l.) erzielte sein 20. Saisontor, Koen Casteels (r.) hielt einen Elfmeter. © Tom Weller/dpa
Anzeige

Der VfL Wolfsburg nimmt weiter Kurs auf die Champions League: Mit einem 3:1-(2:0)-Erfolg beim VfB Stuttgart brachten sich die Niedersachsen vor dem Duell mit Verfolger Borussia Dortmund in eine gute Ausgangsposition, um den Einzug in die Königsklasse perfekt zu machen.

Anzeige

Der VfL Wolfsburg ist zurück auf dem besten Weg in Richtung Champions League. Nach zuvor zwei Niederlagen setzten sich die Niedersachsen am Mittwochabend in einer turbulenten Partie der Fußball-Bundesliga mit 3:1 (2:0) beim VfB Stuttgart durch. Xaver Schlager (13. Minute), Torjäger Wout Weghorst (29.) und Yannick Gerhardt (65.) trafen für die Gäste, die im direkten Duell mit Verfolger Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/Sky) die Königsklasse so gut wie perfekt machen könnten.

Anzeige

Den lange so begeisternden Stuttgartern dagegen geht auf den letzten Metern der Saison der Schwung verloren. In einem von zahlreichen Top-Chancen geprägten Spiel fehlten dem Team von Trainer Pellegrino Matarazzo vor allem zwei Dinge: defensive Stabilität und offensive Effizienz. Passend dazu verschoss Philipp Förster (26.) einen Handelfmeter, selbst den Nachschuss setzte der Mittelfeldspieler unbedrängt über das Tor. Nur Gonzalo Castro traf in der Nachspielzeit.

Einzelkritik: VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg

<b>Koen Casteels</b>: Nach einem gebrauchten Tag gegen Bayern München präsentierte sich der Torhüter in Stuttgart wieder in Bestform. Bereits nach neun Minuten parierte er stark gegen Sasa Kalajdzic, dann hielt er wenig später einen Elfmeter von Philipp Förster und reagierte erneut einige Minuten später blitzschnell mit dem Fuß gegen Tanguy Coulibaly. Auch in der zweiten Halbzeit solide, beim Gegentor machtlos. - Note: 1 Zur Galerie
Koen Casteels: Nach einem gebrauchten Tag gegen Bayern München präsentierte sich der Torhüter in Stuttgart wieder in Bestform. Bereits nach neun Minuten parierte er stark gegen Sasa Kalajdzic, dann hielt er wenig später einen Elfmeter von Philipp Förster und reagierte erneut einige Minuten später blitzschnell mit dem Fuß gegen Tanguy Coulibaly. Auch in der zweiten Halbzeit solide, beim Gegentor machtlos. - Note: 1 ©

Die äußerst unterhaltsame Partie startete ohne langes Abtasten. Allein im ersten Durchgang spielten sich beide Teams zahlreiche Hochkaräter heraus. Der größte Unterschied: Wolfsburg nutzte zwei seiner Topchancen, der VfB keine. Sasa Kalajdzic (9.) und Tanguy Coulibaly (35.) scheiterten jeweils frei und unbedrängt am starken VfL-Torhüter Koen Casteels. Zudem parierte der Belgier auch noch den Elfmeter von Förster. Was die Schwaben dagegen zum Teil defensiv ablieferten, war erschreckend.

Meistens benötigten die Gäste nur wenige Stationen, um gefährlich zu werden. Maximilian Philipp (10.) und der Ex-Stuttgarter Josip Brekalo (12.) hätten schon treffen können. Kurz darauf machte es Schlager besser und hämmerte den Ball mit dem Vollspann flach ins Tor. Eine knappe halbe Stunde später erhöhte Weghorst nach einer Brekalo-Flanke per Kopf. Der Niederländer war damit im siebten Bundesliga-Spiel in Serie an einem VfL-Tor direkt beteiligt, was vor ihm zuletzt dem Ex-Wolfsburger Edin Dzeko gelungen war.

Die ohne zahlreiche Stammkräfte angetretenen Stuttgarter machten dagegen deutlich, dass sie noch nicht reif sind für Europa. Die extrem junge Mannschaft kam kaum in die Zweikämpfe, wodurch Wolfsburg immer wieder zu Chancen kam. Offensiv blieb der Aufsteiger dagegen dank seines Tempos permanent gefährlich - er nutzte nur seine Gelegenheiten nicht.

Stattdessen schlugen die Wolfsburger erneut zu. Nach einem schnellen Angriff legte Brekalo quer auf Gerhardt, der den Ball zum 3:0 ins Tor schlenzte. Trotz des deutlichen Rückstandes bemühten sich die Schwaben weiterhin. Castros Tor in der Nachspielzeit war nur ein schwacher Trost.

dpa