15. Oktober 2019 / 13:41 Uhr

Nach Rauswurf beim FC St. Pauli: Cenk Sahin trainiert bei Erdogan-Klub Basaksehir mit

Nach Rauswurf beim FC St. Pauli: Cenk Sahin trainiert bei Erdogan-Klub Basaksehir mit

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC St. Pauli hatte sich am Montag mit sofortiger Wirkung von Cenk Sahin getrennt
Der FC St. Pauli hatte sich am Montag mit sofortiger Wirkung von Cenk Sahin getrennt © imago images / Oliver Ruhnke
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Nach seinem Rauswurf beim FC St. Pauli hält sich Cenk Sahin bei seinem Ex-Klub Basaksehir Istanbul fit. Der Lieblingsverein des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan stellt dem Profi zudem einen Vertrag in Aussicht.

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Nur einen Tag nach seinem Rauswurf beim FC St. Pauli haben sich für Cenk Sahin neue sportliche Perspektiven aufgetan: Der 25-Jährige darf sich bei Basaksehir Istanbul fit halten. Dies verkündete der Europa-League-Gegner von Borussia Mönchengladbach am Dienstag auf seiner Homepage. Klub-Präsident Göksel Gümüsdag erklärt dort, dass "die Türen" für Sahin bei seinem Verein "immer offen" seien. Der Klubchef weiter: "Dies ist sein Zuhause." Folglich könne Sahin "jederzeit bei uns mittrainieren und sich fit halten." Zudem stellte er dem ehemaligen Zweitliga-Profi einen Vertrag ab dem kommenden Januar in Aussicht.

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Bei Instagram postete der Verein zudem ein gemeinsames Interview mit Gümüsdag und Sahin. Der Boss von Basaksehir, dem Lieblingsklub des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, sagt dort: "Unser Bruder Cenk hat ein sehr berechtigtes Anliegen gepostet. Wir als türkisches Volk halten bei nationalen Fragen immer zusammen und sind stolz auf den emotionalen Post von Cenk. Wenn jemand damit ein Problem hat, ist es sein Problem."

Cenk Sahin ist "stolz" für Salut-Jubel der Türkei

Sahin bedankt sich derweil für den Zuspruch des Klubs, von dem er im Sommer 2017 zu St. Pauli gewechselt war. Zudem betont er, dass er stolz darauf sei, dass einige türkische Nationalspieler am Montagabend beim 1:1 in der EM-Qualifikation in Frankreich nach dem Ausgleichstreffer salutiert haben. Seine Freude über diesen umstrittenen Salut-Jubel hatte der Mittelfeldspieler zuvor auch schon bei Instagram bekundet und in seiner Story ein entsprechendes Foto der Szene gepostet.

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Weniger erfreut über die Geste der türkischen Spieler ist derweil die UEFA, die bereits nach dem ersten Jubel per militärischem Gruß ein Verfahren gegen den türkischen Verband eingeleitet hatte. Das Team hielten die drohenden Sanktionen jedoch nicht davon ab, ihre politische Geste aus dem Spiel am vergangenen Freitag gegen Albanien (1:0) auch gegen die Franzosen zu zeigen.

FC St. Pauli trennte sich am Montag von Cenk Sahin

St. Pauli hatte Sahin am Montag stellt mit sofortiger Wirkung freigestellt und damit auf Forderungen der eigenen Fanbasis reagiert. Der Profi hatte nach der völkerrechtlich höchst umstrittenen Offensive des türkischen Militärs in Syrien in türkischer Sprache auf Instagram seine Unterstützung für die Operation bekundet: "Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!" Nach Gesprächen zwischen Vereinsvertretern und Sahin gab der Hamburger Zweitligist die Trennung vom Türken bekannt. "Zur Entscheidungsfindung trugen vor allem die wiederholte Missachtung der Werte des Vereins sowie der Schutz des Spielers bei", erklärte der Verein.

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