24. Februar 2020 / 16:46 Uhr

BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken erklärt: Deshalb spielt Youssoufa Moukoko wieder für den DFB

BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken erklärt: Deshalb spielt Youssoufa Moukoko wieder für den DFB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erklärt die Nominierung für die U19-Nationalmannschaft von Youssoufa Moukoko: Lars Ricken.
Erklärt die Nominierung für die U19-Nationalmannschaft von Youssoufa Moukoko: Lars Ricken. © Gareth Copley/Getty Images
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Youssoufa Moukoko spielt Ende März für die U19-Nationalmannschaft des DFB - das gab der Verband bereits in der vergangenen Woche bekannt. Nun erklärt Lars Ricken, Nachwuchskoordinator bei Borussia Dortmund, warum Moukoko nach zweieinhalb Jahren Pause wieder für Deutschland spielen wird.

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Youssoufa Moukoko wird die Blicke auf sich ziehen - so viel ist sicher! Das Toptalent von Borussia Dortmund wird Ende März wieder für eine Jugendnationalmannschaft vom DFB spielen, das ist seit der vergangenen Woche klar. Für die deutsche U19 soll Moukoko dann gegen Wales, Österreich und Serbien auflaufen. BVB-Jugendkoordinator Lars Ricken erklärte nun, wie es dazu kam.

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"Im Zuge seines Entwicklungsprozesses, der längst nicht abgeschlossen, aber auf einem guten Weg ist, halten wir es nun für sinnvoll, dass Youssoufa den nächsten Schritt geht und wieder für Deutschland spielt", sagte Ricken laut eines Berichts auf der BVB-Vereinshomepage. "Wir waren mit ihm, seiner Familie und dem DFB in dieser Angelegenheit jederzeit in enger Abstimmung. Das Nationaltrikot tragen zu dürfen, ist sein großer Traum. Wir sind froh für Youssoufa, dass dieser Traum wieder in Erfüllung geht."

DFB nominiert Moukoko für U19-Länderspiele

Der Stürmer hatte seit der U16 in den Jugend-Auswahlen des DFB ausgesetzt. "Bei Youssoufa Moukoko haben wir – in enger Abstimmung zwischen allen Beteiligten – lange auf eine Nominierung verzichtet. Nun sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass ein passender Zeitpunkt für den nächsten Entwicklungsschritt auf Nationalmannschaftsebene gekommen ist", begründete Juniorencheftrainer Meikel Schönweitz nun die Nominierung.

Auch BVB-Nachwuchskoordinator Ricken fand die Entscheidung richtig, Moukoko für einige Zeit nicht zur Nationalmannschaft zu schicken. "Youssoufa ist ein Ausnahmetalent, das in sehr, sehr jungen Jahren bereits einem riesigen Hype ausgesetzt war und immer noch ist. Wir hielten es genauso wie der Spieler und dessen Familie vor eben diesem Hintergrund für wichtig und richtig, sich eine Pause von der Nationalmannschaft zu nehmen", sagte er.

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Zweieinhalb Jahre durfte Moukoko nicht für ein DFB-Nachwuchsteam auflaufen, weil der BVB, die Eltern des Talents und der DFB gemeinsam den Hype um ihn eindämmen wollten. Bewusst wurde er aus dem Rampenlicht gezogen - doch in den Junioren-Bundesligen schießt Moukoko weiterhin alles kurz und klein. Erst am vergangenen Wochenende knackte er beim souveränen BVB-Sieg bei Viktoria Köln in seinem 18. Saisonspiel die 30-Tore-Marke.

BVB will Altergrenze in Bundesliga für Moukoko senken lassen

Auch deshalb kämpft Borussia Dortmund bei der Deutschen Fußball-Liga darum, dass die Altergrenze in der Bundesliga heruntergesetzt wird. Aktuell gilt die Regel, dass ein Spieler mindestens 18 Jahre alt sein muss, oder wenigstens dem jüngeren U19-Jahrgang angehören muss. Der Antrag des BVB sieht vor, dass auch Spieler, die 16 Jahre alt sind, in der Bundesliga spielen dürfen. Sollte die DFL-Vollversammlung diesem Antrag Ende März zustimmen, könnte Moukoko ab dem 20. November 2020 in der Bundesliga auflaufen. Dann wir er nämlich 16 Jahre alt.

"Mit diesem Antrag geht es mir nicht darum, einen Rekord zu knacken, sondern darum, dass wir Youssoufa zumindest die Option geben, mit 16 Jahren in der Bundesliga eingesetzt werden zu dürfen. Am Ende dieser Saison und damit drei Jahren in U17- und U19-Mannschaften wird er rund 120 bis 130 Tore in den Junioren-Bundesligen geschossen haben. Dementsprechend ist es sinnvoll, ihn an das höchste Level heranzuführen. Wir wollen ihm den Rucksack an Erwartungen, den er trägt, aber nicht noch voller machen als er ohnehin schon ist", sagte Ricken zuletzt im BVB-Magazin Borussia.

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