27. November 2021 / 17:29 Uhr

Bundesliga kompakt: Haaland trifft beim Comeback - Derbysieg an Köln, Fürth überbietet Tasmania-Rekord

Bundesliga kompakt: Haaland trifft beim Comeback - Derbysieg an Köln, Fürth überbietet Tasmania-Rekord

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erling Haaland hat sensationell beim BVB-Comeback getroffen. Der 1. FC Köln ist Derby-Sieger.
Erling Haaland hat sensationell beim BVB-Comeback getroffen. Der 1. FC Köln ist Derby-Sieger. © IMAGO/Beautiful Sports/Reuters/Montage
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Erling Haaland hat bei seinem Comeback für Borussia Dortmund gleich zum BVB-Sieg bei Borussia Dortmund getroffen. Der Sieg im rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach ging an den 1. FC Köln. Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth überbot am 13. Bundesliga-Spieltag einen Uralt-Rekord von Tasmania Berlin.

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 1:3 (1:1)

Erling Haaland hat bei seinem Comeback gleich einen Treffer zum 3:1-Erfolg von Borussia Dortmund beim VfL Wolfsburg beigesteuert. Der BVB übernahm damit zumindest vorübergehend die Tabellenspitze, der FC Bayern kann am Samstagabend gegen Arminia Bielefeld (18.30 Uhr, Sky) wieder vorbeiziehen. Kurz nach Anpfiff gleich der Schock aus BVB-Sicht: Nach Flanke von Ridle Baku beförderte VfL-Torjäger Wout Weghorst den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie (2.). Die Dortmunder verzeichneten durch Mahmoud Dahoud, der den angeschlagenen Jude Bellingham ersetzte, einen guten Schuss, der den Wolfsburger Kasten aber verfehlte (12.). Später bekam der Tabellenzweite einen Foulelfmeter zugesprochen, nachdem Maxence Lacroix im Zweikampf Marco Reus klar am Fuß getroffen hatte. Der BVB-Kapitän musste lange behandelt werden, konnte aber zunächst weiterspielen. Die Ausführung des Strafstoß überließ Reus seinem Teamkollegen Emre Can, der zum 1:1-Ausgleich verwandelte (35.).

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Kurz nach Wiederanpfiff traf Nico Schulz, der beim Champions-League-Aus bei Sporting Lissabon schwer gepatzt hatte, nach einer Ablage von Donyell Malen den Pfosten (48.). Die Borussia blieb am Drücker und kam drehte die Begegnung durch einen Schuss von Malen aus gut 18 Metern zum 1:2 (55.). Nach einer knappen Stunde wurden die "Wölfe" aktiver. BVB-Trainer Marco Rose brachte in der 72. Minute Torjäger Haaland, der in den vergangenen Wochen wegen einer Blessur am Hüftbeuger ausgefallen war. Und keine zehn Minuten nach seiner Hereinnahme traf der Norweger gleich zum vorentscheidenden 1:3 (81.). Reus vergab nach einem Pass von Dahoud das mögliche 1:4, schoss Torwart Pavao Pervan an (87.).

1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach 4:1 (0:0)

Geißbock schlägt Fohlen - und das ausverkaufte Rheinenergiestadion bebt: Der 1. FC Köln hat dank eines Blitz-Doppelschlags in der Schlussviertelstunde das rheinische Derby gegen Borussia Mönchengladbach mit 4:1 (0:0) gewonnen. Vor 50.000 Zuschauern (trotz Corona-Inzidenz von knapp 300 in Köln) sorgte zunächst Dejan Ljubicic (55.) für den Führungstreffer, den die danach besseren Gladbacher in Form eines Tors von Nationalspieler Jonas Hofmann (74.) per Konter ausglichen. Die Borussia schien gerade am Drücker zu sein, da meldete sich der FC plötzlich per Doppelschlag zurück: Mark Uth (77.) und Ondrej Duda (78.) sorgten mit ihren Toren für den ersten Derbysieg des neuen Köln-Trainers Steffen Baumgart - und für eine Riesen-Stimmung in der ausverkaufen Arena. Der vermeintliche Anschlusstreffer von Alassane Plea (88.) zählte wegen Abseits nicht. Sebastian Andersson (90.+3) besorgte den 4:1-Endstand per Kopf. In der Tabelle sind die Kölner nun mit 18 Zählern punktgleich mit den Gladbachern Tabellen-Zehnter. Gladbach ist wegen der weniger erzielten Tore Elfter.


Hertha BSC - FC Augsburg 1:1 (1:0)

Bayern-Bezwinger FC Augsburg hat mit einem Tor in letzter Sekunde eine Niederlage bei Hertha BSC verhindert und die Sieglos-Serie der Berliner verlängert. In der siebten Minute der Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Michael Gregoritsch das Tor zum 1:1 (0:1). Bis dahin hatten die Herthaner dank eines Treffers des ehemaligen Augsburgers Marco Richter (40.) wie der sichere Sieger ausgesehen. Für die Berliner Mannschaft von Trainer Pal Dardai war es das vierte Spiel in Serie in der Bundesliga ohne Sieg, aus dem Sprung ins Mittelfeld wurde nichts. Der FC Augsburg bleibt bei einem Punkt weniger als die Hertha, freute sich aber eine Woche nach dem Überraschungssieg gegen die Münchner auch diebisch über den wichtigen Auswärtszähler im Kampf um den Klassenverbleib vor 14.523 Zuschauern im Olympiastadion.

VfL Bochum - SC Freiburg 2:1 (0:0)

Der VfL Bochum behauptet sich weiter im unteren Mittelfeld. Gegen den drittplatzierten SC Freiburg feierte der Aufsteiger einen 2:1 (0:0)-Sieg. Die besseren Chancen hatten im ersten Durchgang die auf Champions-League-Kurs befindlichen Breisgauer. Wohl die beste Gelegenheit der Gäste: Der Pfostentreffer von Nico Schlotterbeck kurz vor dem Pausenpfiff (45.). Der VfL hatte kurz zuvor Glück, dass der bereits mit Gelb belastete Anthony Losilla nach einer Attacke gegen Lucas Höler nicht die Ampelkarte sah (42.). Nach der Pause knackte Freiburg die Bochumer Defensive. Nach einem Freistoß von Vincenzo Grifo köpfte Philipp Lienhart zum 0:1 ein (51.). Nur drei Minuten später glich Sebastian Polter zum 1:1 aus. VfL-Keeper Manuel Riemann vereitelte mehrere gute Gelegenheiten des SCF, unter anderem gegen Höler (62.) und Schlotterbeck (67.). Dann drehten die Hausherren die Begegnung mit einem Traumtor: Milos Pantovic düpierte Freiburgs Schlussmann Mark Flekken von kurz hinter der Mittellinie zum 2:1 (82.). In den letzten Minuten rannten die Schwarzwälder an, die Westfalen standen aber stabil.

SpVgg Greuther Fürth - TSG 1899 Hoffenheim 3:6 (1:2)

Auch nach dem 13. Bundesliga-Spieltag wartet die SpVgg Greuther Fürth weiter auf den ersten Saisonsieg - und hat mit der elften Niederlage in Folge sogar einen der legendären Negativrekorde von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/1966 übertroffen. Gegen die TSG Hoffenheim setzte es ein 3:6 (1:2). Dabei glückte dem "Kleeblatt" mit dem 1:0 durch Jamie Leweling sogar die 1:0-Führung. Timothy Tillman hatte aus spitzem Winkel gar das 2:0 auf dem Fuß (31.), traf aber nur den Pfosten. Dann der doppelte Rückschlag, denn die Gäste drehten die Partie noch vor dem Pausenpfiff. Georginio Rutter marschierte über die linke Seite durch und bediente dann Ihlas Bebou, der zum 1:1 einschoss (32.). Das 1:2 markierte Rutter nach einer Hereingabe von David Raum dann selbst (40.).

Nur wenige Sekunden nach Beginn der zweiten Hälfte besorgte Tillman das 2:2. Rutter stellte aber mit einem traumhaften Schlenzer ins lange Eck auf 2:3 (57.) und sorgte abermals für lange Gesichter bei den Franken. Bebou schnürte wenig später ebenso den Doppelpack - 2:4, die Vorentscheidung (62.). Aber es kam noch schlimmer aus Fürther Sicht: Marco Meyerhöfer stellte mit einem Eigentor auf 2:5 (66.), nur eine knappe Minute danach verkürzte Branimir Hrgota auf 3:5. Bebou erhöhte auf drei eigene Tore - 3:6 (80.).