05. November 2019 / 18:13 Uhr

Broistedt II verspielt Sieg in den letzten fünf Minuten

Broistedt II verspielt Sieg in den letzten fünf Minuten

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Jennifer Bätge (vorn) spitzelt den Ball an der Torhüterin vorbei und trifft zum 1:0 für Pfeil Broistedt II. Am Ende gewannen allerdings die Gifhornerinnen durch zwei später Treffer.
Jennifer Bätge (vorn) spitzelt den Ball an der Torhüterin vorbei und trifft zum 1:0 für Pfeil Broistedt II. Am Ende gewannen allerdings die Gifhornerinnen durch zwei später Treffer. © Foto: Ralf Büchler
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Blöd gelaufen ist es für die Landesliga-Kickerinnen des FC Pfeil Broistedt II im Spiel gegen SV Gifhorn. In den letzten Minuten verspielten sie eine 2:1-Führung. Auch der VfB Peine verlor in der Bezirksliga. Siege holten dagegen Teutonia Groß Lafferde und die SG Vechelde/Woltorf.

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Landesliga

Pfeil Broistedt II – SV Gifhorn 2:3 (2:1). Das war bitter: In den letzten fünf Minuten kassierte Pfeil Broistedt nach einer 2:1-Führung noch zwei Gegentore. Für Trainer Kevin Amendy kam das allerdings nicht unbedingt überraschend: „Wir sind in der zweiten Halbzeit nur noch hintergelaufen. Wir waren viel zu passiv und kamen immer einen Schritt zu spät. Und Gifhorn hat einen guten Ball gespielt.“

Anfangs sah es allerdings ganz anders aus. „Wir wollten früh anlaufen, die Räume zustellen und gut verschieben – und all das hat gut funktioniert“, sagte Amendy. Folge: Seine Mannschaft führte relativ schnell mit 2:0. Das Niveau hielt sein Team aber nicht und fing sich noch in der ersten Halbzeit den ersten Gegentreffer ein. Und in der zweiten klappte dann nicht mehr so viel.

Tore: 1:0 Bätge (4.), 2:0 Haftendorn (17.), 2:1 Breuer (25.), 2:2, 2:3 Pribyl (86.., 90.).

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Bezirksliga

VfL Bienrode – VfB Peine 5:0 (3.0). VfB-Betreuer Ulrich Welge sah trotz der Niederlage viel Positives: „Die Mädels haben sich dagegen gestemmt und nicht aufgegeben“, lobte er. Der blutjungen Mannschaft fehle natürlich Erfahrung und Cleverness. „Eine Nadine Fastnacht lässt sich nicht komplett ausschalten.“ Die VfL-Torjägerin schoss ihre Saisontreffer 20 und 21.

„Wir hatten aber auch einige Chancen“, sagte Welge. Zum Beispiel touchierte der Schuss von Finja Braune nach Vorlage von Selin Topatar den Pfosten. Die VfB-Mädchen hatten aber nicht nur mit dem Gegner zu kämpfen, sondern auch mit den Bedingungen. Gespielt wurde auf ungewohntem Kunstrasen, und Merle Kolberg sowie Marlene Leithäuser mussten verletzt ausgewechselt werden. Als sich dann auch noch Louisa Plett verletzte, spielten die Gäste die Partie zu zehnt zu Ende.

Tore: 1:0 Reupke (10.), 2:0 Estorf (27.), 3:0 Stoschek (45.), 4:0, 5:0 Fastnacht (59., 69.).

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SG Helmstedt/Barmke II – SG Vechelde/Woltorf 1:2 (0:1). Das fünfte Spiel in Folge gewann die SG. „Wir haben aber nicht gut gespielt“, gestand Trainer Thomas Papendorf. Seine Mannschaft musste erstmal einige Probleme überwinden, die sich aus der ungewohnten engen Deckung durch die Gastgeberinnen ergaben. Hinzu kam eine harte Gangart. „Meine Spielerinnen wurden viel gehalten und gefoult. Und weil der angesetzte Schiedsrichter nicht gekommen war, pfiff ein Schiri vom Heimverein.“

Dennoch gingen die Gäste in Führung, nachdem Angelina Ramm drei Gegnerinnen ausgespielt hatte und einschob (20.). Einen weiteren Treffer erkannte der Schiri nicht an, weil er eine Abseitsstellung gesehen hatte. „Beim Gegentreffer haben wir dann sehr schlecht ausgesehen“, gestand Papendorf, dessen Mannschaft „viele Großchancen“ nicht nutzte. So schoss Jessica Weber aus fünf Metern am Tor vorbei, Franziska Grabinskis Schuss wurde von der Torfrau pariert – „wir hätten noch länger spielen können, und hätten nicht getroffen“, flachste der Trainer. Passend daher, dass der Siegtreffer zwei Minuten vor dem Abpfiff durch ein Eigentor der Gastgeberinnen bei einem Klärungsversuch fiel. „Aber Wiebke Brandes stand dahinter, die hätte den Ball sonst reingeschossen“, sagte Papendorf.

Tore: 0:1 Ramm (20.), 1:1 Oster (58.), 1:2 Bischoff (88., Eigentor).

Eintracht Braunschweig II – Teutonia Groß Lafferde 0:2 (0:2). „Ich hoffe, der Knoten ist bei uns geplatzt“, sagte Teutonia-Trainer Steffen Nebe nach dem zweiten Sieg in Folge. Obwohl der Kunstrasen für seine Mannschaft ungewohnt ist, startete sie gut und führte nach 23 Minuten mit 2:0. Beim ersten Tor passte Lisa Voß den Ball auf Vanessa Wisker, die allein vor der Torhüterin cool blieb. Auch das zweite Tor leitete Lisa Voß mit einem Pass auf Marcella Scholtysik ein. Die lief auf die Torhüterin zu und schob den Ball an ihr vorbei.

„Die Eintracht hatte insgesamt mehr Spielanteile“, stellte Nebe fest. „Aber unsere Abwehr stand hervorragend. Wenn es gefährlich wurde, dann hauptsächlich über Standards.“ Allerdings hatte Teutonia „in der zweiten Halbzeit fast nur noch verteidigt“. Die Zweikämpfe wurden härter, aber „wir haben bei Chancen immer noch einen Fuß, ein Bein oder den Kopf dazwischen bekommen. Das war eine hervorragende Mannschaftsleistung“, lobte Nebe.

Tore: 0:1 Wisker (2.), 0:2 Scholtysik (23.).