13. September 2020 / 19:35 Uhr

Blau-Weiß Dahlewitz: Pokalmärchen endet gegen Einheit Zepernick

Blau-Weiß Dahlewitz: Pokalmärchen endet gegen Einheit Zepernick

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Der SV Blau-Weiß Dahlewitz (weiße Trikots) ist gegen Einheit Zepernick aus dem Landespokal ausgeschieden.
Der SV Blau-Weiß Dahlewitz (weiße Trikots) ist gegen Einheit Zepernick aus dem Landespokal ausgeschieden. © Martin Sauerwald
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AOK-Landespokal: Der Kreisoberligist Blau-Weiß Dahlewitz scheidet gegen SG Einheit Zepernick aus der Landesklasse Nord aus - Ex-Profi auf Seiten der Gäste erzielt zwei Treffer.

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Dirk Kasprzak geriet ins Schwärmen, als die Zeit für eine Analyse der Partie gekommen war. „Einige der Tore waren echt stark gemacht, die Spieler waren dabei richtig gut unterwegs“, lobte der Coach des Kreisoberligisten SV Blau-Weiß Dahlewitz. Klasse-Aktionen auf dem Sportplatz in Dahlewitz, die bei einem Fußball-Liebhaber wie Dirk Kasprzak Begeisterung auslöste, selbst wenn sie vom Gegner SG Einheit Zepernick vorgetragen wurden, der in der dritten Runde des AOK Landespokals den SV Blau-Weiß Dahlewitz mit 5:3 (2:0) bezwungen hatte.

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„Das Ergebnis geht schon in Ordnung. Die Spieler hatten große individuelle Klasse, das war toll anzusehen. Zepernick war auch deutlich stärker als der FC Schwedt eine Runde zuvor“, sagt Dirk Kasprzak über das prominent verstärkte Ensemble aus dem Landkreis Barnim, kurz vor der Landesgrenze zu Berlin. Doppeltorschütze Thiemo-Jérôme Kialka beispielsweise hatte unter anderem ein Jahr beim Bundesligisten 1. FC Köln unter Vertrag gestanden und mit dem SSV Jahn Regensburg in der zweiten Liga gekickt.

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Auch wegen seiner spektakulären Neuzugänge hatte die Sport-Gemeinschaft Einheit aus der Landesklasse Nord – für viele ein potenzieller Brandenburgligist – vor der stattlichen Kulisse von 268 Zuschauern durch Treffer von (16., 68.) Thiemo-Gerome Kialka, Lesley Park (37.), Steven Puhlmann (61.) und Alexander Rathmann (69.) das Duell am Sonnabendnachmittag für sich entschieden.

Auch Dahlewitz, das drei Treffer durch Philipp Göing (66.) und Lukas Knochel (85., 90.) erzielte, hatte keineswegs enttäuscht beim Abschlusskapitel des Pokal-Sommermärchens, das über Wochen für Begeisterung gesorgt hatte. „Wir hatten in der ersten Halbzeit viel zu viel Respekt, den ersten Durchgang haben wir verschlafen. Das war sicher einer der ausschlaggebenden Gründe“, urteilte Dirk Kaprzak, „aber wir sind in der zweiten Halbzeit von Minute zu Minute stärker geworden, haben endlich Zutrauen gehabt und uns gute Chancen erarbeitet. Unsere drei Tore waren nicht unverdient, aber wenn Zepernick gewollt hätte, hätten sie wahrscheinlich auch noch einen Gang zulegen können.“

Der SV Blau-Weiß kann sich nun nach rauschenden Pokalfesten wieder auf die Aufstiegsmission in der Dahme/Fläming-Liga und den Kreis-Cup-Wettbewerb konzentrieren: „Wir nehmen trotz der Niederlage viel Gutes mit“, sagt Trainer Kasprzak, „auch das Spiel gegen Einheit Zepernick war ein Höhepunkt. Ein toller Gegner, eine tolle Kulisse, klasse Stimmung – es war ein gelungener Nachmittag denke ich.“