25. September 2020 / 19:03 Uhr

Bisher zehn Wolfsburg-Tore: "Es gibt nicht alle drei Tage ein Feuerwerk von uns"

Bisher zehn Wolfsburg-Tore: "Es gibt nicht alle drei Tage ein Feuerwerk von uns"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zwei Tore hat er bisher: VfL-Angreifer Wout Weghorst (M.).
Zwei Tore hat er bisher: VfL-Angreifer Wout Weghorst (M.). © Boris Baschin
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Vier Pflichtspiele, zehn Tore - eine ordentliche Bilanz hat der VfL Wolfsburg vorzuweisen. Allerdings: Es hätten noch mehr Tore sein können. Aber jetzt geht's zum SC Freiburg, wo von beiden Teams nicht unbedingt viele Treffer zu erwarten sind.

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Drei Siege und ein Unentschieden, dabei zehn Tore erzielt und nur eins kassiert - Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. Welche Erkenntnisse hat der Trainer da gewonnen? Ist alles gut beim VfL Wolfsburg vor dem Spiel am Sonntag (18 Uhr) beim SC Freiburg? Nicht ganz. Das Team von Trainer Oliver Glasner hätte eigentlich noch mehr Tore erzielen können, wenn nicht sogar müssen. Die Leichtigkeit fehlt noch etwas.

4:1 im DFB-Pokal gegen Union Fürstenwalde, 4:0 bei FK Kukesi in der Europa-League-Quali, dann ein 0:0 gegen Bayer Leverkusen, ehe am Donnerstag ein mühsames 2:0 gegen Desna Chernihiv folgte - seine bisherigen Aufgaben hat der VfL alle gelöst. "Wir haben nach vier Pflichtspielen eine Tordifferenz von 10:1 – das ist schon sehr okay", findet Glasner. Die meisten Tore erzielten Josuha Guilavogui, Wout Weghorst und Joao Victor (je zwei). In den ersten beiden Spielen hatten sich die Wolfsburger einige Torgelegenheiten erarbeitet, im Pokal hatte jedoch die Effizienz gefehlt. Zuletzt mangelte es an Durchschlagskraft. "Es gibt Spiele, in denen mehr gelingt. Aber es gibt auch Spiele, in denen aus dem Spiel nicht so viel gelingt, sondern eher über Standards", erklärt Glasner. So war es auch gegen Desna, als das 1:0 nach einer einstudierten Eckball-Variante fiel.

Szenen aus der Europa-League-Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und Desna Chernihiv. Zur Galerie
Szenen aus der Europa-League-Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und Desna Chernihiv. ©

Aber warum fehlt den Wolfsburgern bisher die Leichtigkeit? Eine richtige Erklärung hat Glasner dafür nicht. "In einigen Partien spielen wir uns viele Torchancen heraus und verwerten diese dann auch", betont der Österreicher, merkt aber auch an, "dass es jetzt nicht alle drei Tage ein fußballerisches Feuerwerk von uns gibt - das erwarte ich auch nicht". Er erwarte allerdings, dass das Team immer mit großer Leidenschaft auf den Platz gehe und alles für den Sieg gebe - "und da bin ich sehr zufrieden, denn das machen die Spieler in jedem Spiel", so der 46-Jährige.

Auch in Freiburg soll das von der Einstellung seiner Spieler her so sein. Dass ausgerechnet dort aber der Knoten platzt und der VfL mit vier, fünf Toren nach Hause fährt, davon ist nicht unbedingt auszugehen. Denn der SC hat seine vergangenen drei Liga-Heimspiele gewonnen - und kassierte dabei nur ein Gegentor (beim 2:1 gegen Hertha). Darüber hinaus treffen am Sonntag die beiden schwächsten Offensiven der oberen Hälfte der abgelaufenen Saison aufeinander - beide trafen 48 Mal. Aber es gibt auch einen Mutmacher in Sachen Torgefahr in Freiburg, denn vor allem in der Fremde tat sich der VfL zuletzt oft leichter: Wolfsburg gewann sechs seiner letzten acht Auswärtsspiele in der Bundesliga und erzielte dabei im Schnitt 2,5 Tore pro Spiel.

Mit dem Freiburg-Spiel endet die zweite englische Woche für die Wolfsburger, die körperliche Verfassung des Teams sei jedenfalls "im Großen und Ganzen gut. Die Siege helfen dabei, über das eine oder andere Wehwehchen drüberzugehen", so der Trainer. Erfolge seien auch für die mentale Erholung "das Wichtigste", wie Glasner findet, "und die hatten wir".