01. April 2020 / 13:09 Uhr

Bericht: Streaming-Anbieter DAZN will Zahlungen weltweit stoppen und Kurzarbeit anmelden

Bericht: Streaming-Anbieter DAZN will Zahlungen weltweit stoppen und Kurzarbeit anmelden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Streaming-Anbieter DAZN will offenbar Zahlungen an die Sportverbände weltweit stoppen.
Der Streaming-Anbieter "DAZN" will offenbar Zahlungen an die Sportverbände weltweit stoppen. © imago images/Kirchner-Media
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Die Corona-Krise sorgt beim Streaming-Dienst "DAZN" weltweit für Probleme. Der Livesport-Anbieter und Bundesliga-Rechteinhaber will deshalb vorerst alle Zahlungen an die Sportverbände stoppen.

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Der Streaming-Dienst DAZN will weltweit die Zahlungen an die Sportverbände stoppen. Das betreffe die fälligen Summen für abgesagte und verschobene Veranstaltungen, berichten die Branchen-Dienste Sportspromedia und Sportbusinessdaily. Auch beim Personal solle gespart werden. Für einen Teil der Mitarbeiter hierzulande wird nach dpa-Informationen Kurzarbeit angemeldet.

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In einer Stellungnahme vom Mittwoch hieß es: "Aufgrund der Auswirkungen von COVID-19 auf den Sport prüft DAZN eine Reihe von Maßnahmen, um es dem Unternehmen zu ermöglichen, diese schwierige Zeit zu überstehen und durchstarten zu können, sobald es wieder Live-Sport gibt." Zu Details wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

Auf Live-Sport spezialisierten Medienanbieter wie DAZN und Sky leiden besonders unter der Absage von Sportveranstaltungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Sie zeigen derzeit vor allem Dokumentationen und Aufzeichnungen früherer Fußballspiele.

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DAZN macht Anzahl der Abo-Kündigungen während Corona-Krise nicht öffentlich

DAZN bezeichnet sich selbst als "weltweit führender Sport-Streaming-Dienst" und ist neun Ländern zu empfangen, darunter seit 2016 in Deutschland. Zum Angebot gehören unter anderem Fußball-Spiele der Bundesliga sowie der Champions und Europa League. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Großbritannien hatte noch Anfang März angekündigt, in diesem Jahr in mehr als 200 Länder und Regionen zu expandieren.

DAZN-Kunden mit einem Monats-Abonnement für 11,99 Euro können eine Vier-Monats-Pause einlegen oder sogar sofort kündigen. Anders sieht es beim Jahresvertrag für 119,99 Euro aus. "Ein Jahresabo kann nicht pausiert werden", heißt es. Zur Zahl der bisher erfolgten Kündigungen machte das Unternehmen keine Angaben.